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Wie konnte es nur so weit kommen? Bin ich bald alleinerziehend? Was mache ich dann?

15. Dezember 2016 um 11:53

Unfassbar, dass ich jetzt wirklich bald alleinerziehen sein könnte. Wenn mir das jemand vor einem Jahr prophezeit hätte, hätte ich bloß gelacht.

Es fing alles im Sommer an. Wir sind in eine größere Wohnung gezogen. Mein Freund hat mit seinen Freunden den Umzug gemacht und das war´s. Das Datum fiel zusammen mit der Zeit, zu der er mit Bekannten in die Selbstständigkeit gegangen ist. Er arbeitet werktags von 8-15/16 Uhr im Angstelltenverhältnis und jetzt zusätzlich noch von Mi-So von 20-0 Uhr und an den Wochendenden sogar länger. Ich stand also mit dem Rest (Möbel rücken, neue Möbel aufbauen, alles auspacken und einräumen usw) also alleine da. Nebenbei habe ich noch die Eingewöhnung mit unserem 3jährigen alleine gemacht.

Mir ging schon immer so einiges auf die Nerven. Über die Jahre hat er immer weniger im Haushalt gemacht, sich immer weniger für unseren Sohn verpflichtet gefühlt, immer weniger Geld in die Haushaltskasse eingezahlt.

Seit Juli 2016 macht er nichts mehr. Ich mache alles alleine und kann nicht mehr. Ich bin ständig krank, dauergestresst. Ich arbeite 6 Stunden am Tag. Wir haben kein Auto, was mich physisch sehr belastet, da ich alle Einkäufe alleine und zu Fuß mit meinem Lütten machen muss.

Mittlerweile muss ich mich rechtfertigen und mit meinem Freund streiten, weil ich ihm nicht mehr hinterherräumen kann und will. Ich habe manchmal wirklich das Gefühl, dass er glaubt, unsere Wohnung sei ein Hotel. In dem Land, aus dem er stammt, mag so ein Benehmen als Mann üblich bzw. geduldet sein, allerdings sollte ihm nach 5 Jahren klar sein, dass das mit mir nicht funktionieren wird. Ich könnte noch Stunden so weiter machen...

Wie dem auch sei: Ich habe die Notbremse gezogen. Zuerst war er total empört. Auslöser war dass ich ihm gesagt habe, dass ich nicht dafür zuständig bin, dass er nachmittags eine warme Mahlzeit auf dem Tisch hat. Vor allem nicht, da ich ansonsten alles alleine mache. Er soll sich dann doch Bitteschön um sich selbst kümmern und sich nicht beschweren, wenn ich auswärts gegessen habe und mich nicht extra nur für ihn an den Herd stelle. Er hat darauf hin seine Sachen gepackt und wollte sofort ausziehen. Ich hätte ihn gelassen.

Dann hat er sich besonnen und vorgeschlagen, dass ich eine Liste schreibe, mit Dingen, die ich von ihm/unserer Beziehung erwarte. Die Liste hat er bekommen. Ich glaube nicht, dass es etwas nützen wird, heute gab es schon wieder wegen dem Üblichen Streit. Er sagt immer, dass bald alles besser wird. Aber das sagt er schon lange.

Der Gedanke daran, bald ohne ihn zu leben erleichtert mich und macht mir gleichzeitig große Angst. Wenigstens hat er mir ein bisschen Geld gegeben und wenigstens auf unseren Sohn aufgepasst, wenn ich mal zum Arzt musste. Das fällt dann weg. Dann bin ich ganz alleine. Bestimmt ist es ganz anders, wenn niemand mehr nachts zu einem ins Bett kommt und in den Arm nimmt. Wenn man keinen Partner mehr hat, der zumindest ab und zu da war. Keinen Sex mehr. Keine Zuneigung. Keine Zärtlichkeit. Ich frage mich, ob man heutzutage in einer Großstadt wie meiner noch eine Chance hat, einen tollen Mann für eine ernste Beziehung kennen zu lernen, der auch mein Kind lieben kann. Ich frage mich, ob ich das Recht habe, das meinem Kind anzutun. Auch er hat nicht viel von seinem Vater, aber er hat die Gewissheit, dass er da ist. Ich bin kein Mensch, der gern allein ist und gut allein sein kann. Wie kann ich mich ablenken? Wie kann ich meinem Kind helfen, das zu verarbeiten, wenn es so weit kommt?

LG

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15. Dezember 2016 um 12:22

Seit Juli macht er gar nichts ?
Er hat einen Vollzeit Job und arbeitet zusätzlich bis nachts und an den Wochenenden. Nach Adam Riese bleibt wenig Zeit noch im Haushalt anzufassen. Dann bleibt zu viel an dir hängen und ihr seid beide überlastet.
Auf der Seite deines Mannes sehe ich keine Kapazitäten, dich zu entlasten.
Evtl bleibt euch nur die Trennung. Könntet ihr nicht vielleicht einen anderen Weg finden ? Inseln schaffen, für Zweisamkeit. Gut abgesprochen Auszeiten für jeden von euch ? Es wäre toll wenn dein Mann beruflich etwas kürzer treten könnte. Das allein schafft Familienzeit. KLar,  fehlt dann etwas in der Haushaltskasse, aber die Kleinen sind so schnell gross....und man hat es vor lauter 'Geld verdienen ' nicht wirklich mitbekommen . Spätestens dann,  tut es einem leid und die Zeit ist unwiderruflich futsch.
Wenn eine Trennung unvermeidlich ist, dann achtet auf feste 'Papazeiten' die nicht abgesagt werden und dass ihr in Anwesenheit des Kindes nicht negativ übereinander sprecht. Könntest du dir auch eine Eheberatung vorstellen ?  Vielleicht ist es noch nicht verloren und es wäre einen Versuch wert.
Ich wünsche euch alles Gute und einen liebevollen Weg für euer Kind. 

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15. Dezember 2016 um 22:41

hmm.... es kann immer unterschiedlich sein.. manchmal (jedenfalls ist/war das bei mir so), dass ich zwar von meinem Mann getrennt war, aber wirklich alleinerziehend nicht. Denn zwei bis drei mal in der Woche ( in letzter Zeit auch häufiger) ist unser Sohn bei ihm und ich hatte die Tage komplett für mich allein.
Aber das kommt natürlich auf eure Vereinbarungen an und wie sehr er sich nach eurer Trennung um sein Sohn kümmert.

Mein Mann und ich konnten nicht zusammenleben, wir sind wegen solchen "Kleinigkeiten" wie du oben beschreibst immer in die Haare gekommen. Wir waren gestresst und überfordert, weil die Aufgaben nicht klar waren bzw. jeder von dem anderen etwas anderes erwartet hat. Es hätte auch mit einer Haushaltshilfe oder mit einem genauen Zeitplan nicht geholfen, weil das Problem nicht das Zeitliche war, sondern unsere unterschiedlichen Erwartungen und Definitionen von: Wer macht was? Wer ist für wen/was verantwortlich? Was erwarten wir von dem anderen oder was sehen wir als selbstverständlich an?

Seit wir getrennt leben, klappt das so viel besser und ich habe es genossen mit meinem Sohn alleine zu Hause zu sein., Zwar hatte ich dann immer noch einiges zu tun, aber keinen Partner von dem ich das erwarte, dass er das tut und dann genervt bin, weil er es nicht tut.

Die Frage ist aber bei dir, ob das was du oben beschreibst, das einzige Problem ist und du ihn eigentlich immer noch sehr liebst oder ob auch die Liebe irgendwie dahin ist.
Ansonsten, nur aus Liebe zum Kind zusammen zu bleiben ist nicht unbedingt das Beste. Ich würde aber einfach schauen, dass ihr nach der Trennung immer noch Eltern seid. Nur weil man sich trennt, heißt das nicht, das man komplett alleine ist und es keinen Vater mehr gibt.



 

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16. Dezember 2016 um 0:12
In Antwort auf seutedeern88

Unfassbar, dass ich jetzt wirklich bald alleinerziehen sein könnte. Wenn mir das jemand vor einem Jahr prophezeit hätte, hätte ich bloß gelacht.

Es fing alles im Sommer an. Wir sind in eine größere Wohnung gezogen. Mein Freund hat mit seinen Freunden den Umzug gemacht und das war´s. Das Datum fiel zusammen mit der Zeit, zu der er mit Bekannten in die Selbstständigkeit gegangen ist. Er arbeitet werktags von 8-15/16 Uhr im Angstelltenverhältnis und jetzt zusätzlich noch von Mi-So von 20-0 Uhr und an den Wochendenden sogar länger. Ich stand also mit dem Rest (Möbel rücken, neue Möbel aufbauen, alles auspacken und einräumen usw) also alleine da. Nebenbei habe ich noch die Eingewöhnung mit unserem 3jährigen alleine gemacht.

Mir ging schon immer so einiges auf die Nerven. Über die Jahre hat er immer weniger im Haushalt gemacht, sich immer weniger für unseren Sohn verpflichtet gefühlt, immer weniger Geld in die Haushaltskasse eingezahlt.

Seit Juli 2016 macht er nichts mehr. Ich mache alles alleine und kann nicht mehr. Ich bin ständig krank, dauergestresst. Ich arbeite 6 Stunden am Tag. Wir haben kein Auto, was mich physisch sehr belastet, da ich alle Einkäufe alleine und zu Fuß mit meinem Lütten machen muss.

Mittlerweile muss ich mich rechtfertigen und mit meinem Freund streiten, weil ich ihm nicht mehr hinterherräumen kann und will. Ich habe manchmal wirklich das Gefühl, dass er glaubt, unsere Wohnung sei ein Hotel. In dem Land, aus dem er stammt, mag so ein Benehmen als Mann üblich bzw. geduldet sein, allerdings sollte ihm nach 5 Jahren klar sein, dass das mit mir nicht funktionieren wird. Ich könnte noch Stunden so weiter machen...

Wie dem auch sei: Ich habe die Notbremse gezogen. Zuerst war er total empört. Auslöser war dass ich ihm gesagt habe, dass ich nicht dafür zuständig bin, dass er nachmittags eine warme Mahlzeit auf dem Tisch hat. Vor allem nicht, da ich ansonsten alles alleine mache. Er soll sich dann doch Bitteschön um sich selbst kümmern und sich nicht beschweren, wenn ich auswärts gegessen habe und mich nicht extra nur für ihn an den Herd stelle. Er hat darauf hin seine Sachen gepackt und wollte sofort ausziehen. Ich hätte ihn gelassen.

Dann hat er sich besonnen und vorgeschlagen, dass ich eine Liste schreibe, mit Dingen, die ich von ihm/unserer Beziehung erwarte. Die Liste hat er bekommen. Ich glaube nicht, dass es etwas nützen wird, heute gab es schon wieder wegen dem Üblichen Streit. Er sagt immer, dass bald alles besser wird. Aber das sagt er schon lange.

Der Gedanke daran, bald ohne ihn zu leben erleichtert mich und macht mir gleichzeitig große Angst. Wenigstens hat er mir ein bisschen Geld gegeben und wenigstens auf unseren Sohn aufgepasst, wenn ich mal zum Arzt musste. Das fällt dann weg. Dann bin ich ganz alleine. Bestimmt ist es ganz anders, wenn niemand mehr nachts zu einem ins Bett kommt und in den Arm nimmt. Wenn man keinen Partner mehr hat, der zumindest ab und zu da war. Keinen Sex mehr. Keine Zuneigung. Keine Zärtlichkeit. Ich frage mich, ob man heutzutage in einer Großstadt wie meiner noch eine Chance hat, einen tollen Mann für eine ernste Beziehung kennen zu lernen, der auch mein Kind lieben kann. Ich frage mich, ob ich das Recht habe, das meinem Kind anzutun. Auch er hat nicht viel von seinem Vater, aber er hat die Gewissheit, dass er da ist. Ich bin kein Mensch, der gern allein ist und gut allein sein kann. Wie kann ich mich ablenken? Wie kann ich meinem Kind helfen, das zu verarbeiten, wenn es so weit kommt?

LG

Ich kann Deine Klagen, ehrlich gesagt, nicht nachvollziehen. Wie kannst Du denn behaupten, dass er nichts tut, wenn er doch unter der Woche noch zusätzlich abends und an den Wochenenden arbeitet. Wie soll er dann noch Zeit zum Kochen oder für den Haushalt erübrigen? Auf der anderen Seite arbeitest Du 6 Stunden ( vermutlich nur werktags) und ihr habt ein einziges Kind, das auch noch in den Kindergarten geht.
Womit bist Du denn so überfordert?
Ich weiß nicht, wie ihr Eure Finanzen regelt- bei uns ist alles gemeinsam....das ist aber sicherlich eine Frage der gegenseitigen Absprache...
Seinen Vorschlag, Deine Erwatungen zu Papier zu bringen, finde ich sehr vernünftig...

Wenn es keine anderen Gründe gibt, verstehe ich das Scheitern dieser Ehe nicht, aber ich wette, dass es andere Gründe gibt.

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16. Dezember 2016 um 8:39
In Antwort auf seutedeern88

Unfassbar, dass ich jetzt wirklich bald alleinerziehen sein könnte. Wenn mir das jemand vor einem Jahr prophezeit hätte, hätte ich bloß gelacht.

Es fing alles im Sommer an. Wir sind in eine größere Wohnung gezogen. Mein Freund hat mit seinen Freunden den Umzug gemacht und das war´s. Das Datum fiel zusammen mit der Zeit, zu der er mit Bekannten in die Selbstständigkeit gegangen ist. Er arbeitet werktags von 8-15/16 Uhr im Angstelltenverhältnis und jetzt zusätzlich noch von Mi-So von 20-0 Uhr und an den Wochendenden sogar länger. Ich stand also mit dem Rest (Möbel rücken, neue Möbel aufbauen, alles auspacken und einräumen usw) also alleine da. Nebenbei habe ich noch die Eingewöhnung mit unserem 3jährigen alleine gemacht.

Mir ging schon immer so einiges auf die Nerven. Über die Jahre hat er immer weniger im Haushalt gemacht, sich immer weniger für unseren Sohn verpflichtet gefühlt, immer weniger Geld in die Haushaltskasse eingezahlt.

Seit Juli 2016 macht er nichts mehr. Ich mache alles alleine und kann nicht mehr. Ich bin ständig krank, dauergestresst. Ich arbeite 6 Stunden am Tag. Wir haben kein Auto, was mich physisch sehr belastet, da ich alle Einkäufe alleine und zu Fuß mit meinem Lütten machen muss.

Mittlerweile muss ich mich rechtfertigen und mit meinem Freund streiten, weil ich ihm nicht mehr hinterherräumen kann und will. Ich habe manchmal wirklich das Gefühl, dass er glaubt, unsere Wohnung sei ein Hotel. In dem Land, aus dem er stammt, mag so ein Benehmen als Mann üblich bzw. geduldet sein, allerdings sollte ihm nach 5 Jahren klar sein, dass das mit mir nicht funktionieren wird. Ich könnte noch Stunden so weiter machen...

Wie dem auch sei: Ich habe die Notbremse gezogen. Zuerst war er total empört. Auslöser war dass ich ihm gesagt habe, dass ich nicht dafür zuständig bin, dass er nachmittags eine warme Mahlzeit auf dem Tisch hat. Vor allem nicht, da ich ansonsten alles alleine mache. Er soll sich dann doch Bitteschön um sich selbst kümmern und sich nicht beschweren, wenn ich auswärts gegessen habe und mich nicht extra nur für ihn an den Herd stelle. Er hat darauf hin seine Sachen gepackt und wollte sofort ausziehen. Ich hätte ihn gelassen.

Dann hat er sich besonnen und vorgeschlagen, dass ich eine Liste schreibe, mit Dingen, die ich von ihm/unserer Beziehung erwarte. Die Liste hat er bekommen. Ich glaube nicht, dass es etwas nützen wird, heute gab es schon wieder wegen dem Üblichen Streit. Er sagt immer, dass bald alles besser wird. Aber das sagt er schon lange.

Der Gedanke daran, bald ohne ihn zu leben erleichtert mich und macht mir gleichzeitig große Angst. Wenigstens hat er mir ein bisschen Geld gegeben und wenigstens auf unseren Sohn aufgepasst, wenn ich mal zum Arzt musste. Das fällt dann weg. Dann bin ich ganz alleine. Bestimmt ist es ganz anders, wenn niemand mehr nachts zu einem ins Bett kommt und in den Arm nimmt. Wenn man keinen Partner mehr hat, der zumindest ab und zu da war. Keinen Sex mehr. Keine Zuneigung. Keine Zärtlichkeit. Ich frage mich, ob man heutzutage in einer Großstadt wie meiner noch eine Chance hat, einen tollen Mann für eine ernste Beziehung kennen zu lernen, der auch mein Kind lieben kann. Ich frage mich, ob ich das Recht habe, das meinem Kind anzutun. Auch er hat nicht viel von seinem Vater, aber er hat die Gewissheit, dass er da ist. Ich bin kein Mensch, der gern allein ist und gut allein sein kann. Wie kann ich mich ablenken? Wie kann ich meinem Kind helfen, das zu verarbeiten, wenn es so weit kommt?

LG

Danke für eure vielen Antworten und Tipps. Die Idee mit dem Onlinelieferdienst werde ich versuchen umzusetzen. Für eine Reinigungskraft fehlt uns leider das Geld.

Er möchte die beiden Jobs solange machen, bis das Geschäft so gut läuft, dass er dort selbst gar nicht mehr oder nur noch 1-2x in der Woche arbeiten muss. Dazu müsse es allerdings sehr gut laufen, so dass mehr Personal eingestellt werden kann usw. Ein großer Punkt ist auch, dass er die Selbstständigkeit entgegen meines ausdrücklichen Willens eingegangen ist. Ich habe diese Situation schon kommen sehen.

Finanziell sind wir angesichts der Tatsache, dass wir zurzeit 3 Jobs haben nicht so gut gestellt, wie man meinen könnte. Ich trage die finanzielle Last unserer Fixkosten und der Lebensmittel usw zu mehr als 80% durch meine Teilzeitbeschäftigung. Durch seine Selbstsändigkeit verdient er bis jetzt nichts. Es werden zunächst die Kredite vom Gewinn getilgt, die seine beiden Geschäftspartner aufgenommen haben. Das ist wohl die Absprache. Durch sein Angestelltenverhältnis verdient er leider weniger als ich. Dazu muss ich sagen, dass ich auch nicht schlecht verdiene. Dennoch - für Rücklagen, Urlaube etc reicht es nicht. Durch die finanzielle Unterstützung meiner Eltern wird einiges ermöglicht. Darauf würde ich aber auch gern verzichten können, zumal es nicht ewig so laufen wird. Beruflich kürzer treten wird er nicht.

Das Problem, dass ich in der Rollenverteilung sehe, die bei uns schon immer mir die Hauptlast aufgedrückt hat, sehe ich in den unterschiedlichen Kulturen. Er kommt aus einem Land, wo die Frauen eben für alles allein verantwortlich sind. Sie kümmern sich um die Kinder, den Haushalt, etc.

Ich finde es etwas traurig, dass eine von euch geschrieben hat, sie würde nicht verstehen, wie man bei 6 Std. tgl. Arbeit überfordert sein kann. Würde ich nur meinen Verpflichtungen wie kochen, waschen, putzen, einkaufen usw nachgehen, wäre es sicherlich auch einfacher. Ich habe aber kein Kind in die Welt gesetzt, damit es sich den ganzen Tag alleine beschäftigen muss oder vor dem TV sitzt. Manchmal kann ich ihn spielerisch mit einbeziehen, z. B. beim Kochen o. ä., aber das klappt nicht immer. Und seine Bedürfnisse wollen auch gestillt sein. Er geht zum Kinderturnen, wir treffen uns 1x wtl. ca. auch mit Freunden nachmittags und ich spiele mit ihm zuhause oder auf dem Spielplatz. Mein Mann erwartet nachmittags, wenn er nach Hause kommt aber immer eine warme Mahlzeit, die ich ihm am besten noch servieren soll. Das alles unter einen Hut zu bekommen, selbst wenn man mal für mehrere Tage kocht ist sehr schwer und anstrengend. Da ist es dann auch lästig hinter ihm her zu räumen. Z. B. morgens, wenn die Küche nicht sauber ist, weil er nachts noch was zu Essen gemacht hat und zu müde zum Aufräumen war. Oder im Bad, wo er alles liegen gelassen hat, weil er sich beeilen wollte/musste.

Ich verstehe, dass es hart ist für ihn, ganz ehrlich. Ich liebe ihn auch, keine Frage. Aber ehrlich gesagt liebe ich mich mindestens genauso sehr und es geht mir jetzt seit vielen Monaten damit einfach nicht mehr gut. Ich bin sehr oft krank und traurig. Ich komme mir vor, als wäre ich alleinerziehend mit Mann.

Übrigens hat er angeboten, dass ich nicht mehr für ihn koche und er immer Essen geht unter der Woche. Dann will er sich allerdings überhaupt nicht mehr an irgendwelchen Kosten beteiligen. Außerdem wäre er dann noch weniger zuhause. Das würde bedeuten, dass ich alles alleine bezahlen muss und das sehe ich überhaupt nicht ein. Selbst wenn er kaum zuhause essen würde, so wohnt er doch bei uns, verbraucht Strom und Wasser. Das kann so einfach nicht sein.

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16. Dezember 2016 um 9:11

Guten Morgen

ich sehe euer einziges Problem bei den Finanzen und da soltet ihr euch dringend mal zusammen setzen. Es kann nicht sein, dass du allein für alle Kosten aufkommst. Wenn er das so möchte, würde ich mich zwar nicht trennen, aber mit Kind in eine kleinere Wohnung ziehen und ihn lassen wo er ist. Soll er mal zusehen wie er dann alles bezahlt. 
Ihr solltet dringend zu einer Beratung gehen, wo euch alles aufgelistet wird was ihr habt, was bezahlt werden muss und was bleibt. Und zwar GEMEINSAM! Ihr habt ein Kind zusammen verdammt nochmal. So was geht gar nicht. Selbst mein Freund, der nicht der Vater meiner Kinder ist, zahlt abteilig Miete, Nebenkosten & Haushaltsgeld jeden Monat. Wir haben das sogar schriftlich festgehalten und fahren damit sehr gut. 

Das andere Problem: Haushalt. Da finde ich, dass du auf hohen Niveau rumjammerst. Der Kerl arbeitet den GANZEN Tag, 7 Tage die Woche und hat nur am Montag & Dienstag seinen normalen Job zu schaffen. Was soll er eigentlich noch alles tun? Du gehst nur 6 Std. Werktags arbeiten und hast nur ein Kind und schaffst es nicht rund zu kommen? Das kann nur schlechte Organisation sein. Kann da asophine13 nur recht geben. 
Ich bin mit ZWEI Kindern Vollzeit arbeiten gegangen und musste nebenbei noch lernen, ich musste zusehen wie ich allein klar komme und habe es gepackt. Du schaffst es mit einem Kind und weniger Arbeit nicht? Such da die Schuld nicht bei ihm, sondern bei dir. 

Was ich aber verstehen kann ist, dass du dich alleingelassen fühlst. Man hat eigentlich keine Beziehung um allein zu sein am Ende. Aber auch da hilft nur ein Gespräch. Es war nicht okax von ihm sich selbstständig zu machen obwohl du deine Bedenken hattest, die sich befürwortet hatten. Ich glaube da wird er sich bald entscheiden müssen. Familie oder Job. Beides klappt so nicht. 

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16. Dezember 2016 um 16:06

Jeder mensch hat seinen eigenen pegel ab wann er  ueberfordert ist. Und es ist ja auch nicht das zeitliche immer das einen überfordert sondern versch. Faktoren. Es   gibt keine richtlinie fuer ueberforderung

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16. Dezember 2016 um 17:00
In Antwort auf seutedeern88

Danke für eure vielen Antworten und Tipps. Die Idee mit dem Onlinelieferdienst werde ich versuchen umzusetzen. Für eine Reinigungskraft fehlt uns leider das Geld.

Er möchte die beiden Jobs solange machen, bis das Geschäft so gut läuft, dass er dort selbst gar nicht mehr oder nur noch 1-2x in der Woche arbeiten muss. Dazu müsse es allerdings sehr gut laufen, so dass mehr Personal eingestellt werden kann usw. Ein großer Punkt ist auch, dass er die Selbstständigkeit entgegen meines ausdrücklichen Willens eingegangen ist. Ich habe diese Situation schon kommen sehen.

Finanziell sind wir angesichts der Tatsache, dass wir zurzeit 3 Jobs haben nicht so gut gestellt, wie man meinen könnte. Ich trage die finanzielle Last unserer Fixkosten und der Lebensmittel usw zu mehr als 80% durch meine Teilzeitbeschäftigung. Durch seine Selbstsändigkeit verdient er bis jetzt nichts. Es werden zunächst die Kredite vom Gewinn getilgt, die seine beiden Geschäftspartner aufgenommen haben. Das ist wohl die Absprache. Durch sein Angestelltenverhältnis verdient er leider weniger als ich. Dazu muss ich sagen, dass ich auch nicht schlecht verdiene. Dennoch - für Rücklagen, Urlaube etc reicht es nicht. Durch die finanzielle Unterstützung meiner Eltern wird einiges ermöglicht. Darauf würde ich aber auch gern verzichten können, zumal es nicht ewig so laufen wird. Beruflich kürzer treten wird er nicht.

Das Problem, dass ich in der Rollenverteilung sehe, die bei uns schon immer mir die Hauptlast aufgedrückt hat, sehe ich in den unterschiedlichen Kulturen. Er kommt aus einem Land, wo die Frauen eben für alles allein verantwortlich sind. Sie kümmern sich um die Kinder, den Haushalt, etc.

Ich finde es etwas traurig, dass eine von euch geschrieben hat, sie würde nicht verstehen, wie man bei 6 Std. tgl. Arbeit überfordert sein kann. Würde ich nur meinen Verpflichtungen wie kochen, waschen, putzen, einkaufen usw nachgehen, wäre es sicherlich auch einfacher. Ich habe aber kein Kind in die Welt gesetzt, damit es sich den ganzen Tag alleine beschäftigen muss oder vor dem TV sitzt. Manchmal kann ich ihn spielerisch mit einbeziehen, z. B. beim Kochen o. ä., aber das klappt nicht immer. Und seine Bedürfnisse wollen auch gestillt sein. Er geht zum Kinderturnen, wir treffen uns 1x wtl. ca. auch mit Freunden nachmittags und ich spiele mit ihm zuhause oder auf dem Spielplatz. Mein Mann erwartet nachmittags, wenn er nach Hause kommt aber immer eine warme Mahlzeit, die ich ihm am besten noch servieren soll. Das alles unter einen Hut zu bekommen, selbst wenn man mal für mehrere Tage kocht ist sehr schwer und anstrengend. Da ist es dann auch lästig hinter ihm her zu räumen. Z. B. morgens, wenn die Küche nicht sauber ist, weil er nachts noch was zu Essen gemacht hat und zu müde zum Aufräumen war. Oder im Bad, wo er alles liegen gelassen hat, weil er sich beeilen wollte/musste.

Ich verstehe, dass es hart ist für ihn, ganz ehrlich. Ich liebe ihn auch, keine Frage. Aber ehrlich gesagt liebe ich mich mindestens genauso sehr und es geht mir jetzt seit vielen Monaten damit einfach nicht mehr gut. Ich bin sehr oft krank und traurig. Ich komme mir vor, als wäre ich alleinerziehend mit Mann.

Übrigens hat er angeboten, dass ich nicht mehr für ihn koche und er immer Essen geht unter der Woche. Dann will er sich allerdings überhaupt nicht mehr an irgendwelchen Kosten beteiligen. Außerdem wäre er dann noch weniger zuhause. Das würde bedeuten, dass ich alles alleine bezahlen muss und das sehe ich überhaupt nicht ein. Selbst wenn er kaum zuhause essen würde, so wohnt er doch bei uns, verbraucht Strom und Wasser. Das kann so einfach nicht sein.

Ich weiß nicht, was er da als selbstständiger macht, aber wenn damit Kredite getilgt werden können, dann wirft das Ganze schon was ab und es ist vielleicht einfach nur eine Frage der zeit, bis die finanzielle Durstphase überstanden ist?

Wie dem auch sei: es gibt bei Euch zu wenig Absprachen, Entscheidungen werden nicht gemeinsam getroffen und seine Aussage, er würde sich finanziell an keinerlei Kosten mehr beteilligen, wenn er kein warmes Essen zu Hause kriegt, finde ich ebenfalls unter aller Sau.Geradezu kindisch.

Ich verstehe ohnehin nicht, wie man als Familie getrennte Finanzen haben kann. 

Zu dem Anderen: Du könntest Wocheneinkäufe machen- so handhabe ich das beispielsweise und muss dadurch unter der Woche so gut wie gar nicht einkaufen.
Okay...das mit dem Auto ist ein Handycap, aber können da Deine Eltern nicht einspringen? Das wäre wirklich eine sinnvolle Investition.
Wäsche erledigt doch eigentlich die Waschmaschine, Kochen kann man zur Not alle zwei Tage, 1x in der Woche durchputzen und sonst einfach das Nötigste aufräumen.Ich finde, dass da neben dem Haushalt noch ausreichend Zeit für das Kind, das auch nicht rund um die Uhr beschäftigt werden muss und den halben Tag ohnehin im Kindergarten ist, bleiben sollte....

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16. Dezember 2016 um 17:22

Als Alleinerziehende wirst du noch mehr Stress haben... Wenn du ihn noch liebst, dann arbeite an der Beziehung. Ihr habt beide einen sehr stressigen Alltag... Wenn ihr euch noch liebt, dann ändert etwas, damit die Unzufriedenheit nicht weiter wachsen kann.

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17. Dezember 2016 um 0:42

Also, Leute.
klar ist ein Kind und 6h arbeit schaffbar. Aber darum geht es doch gar nicht.
Sie ist doch faktisch alleinerziehend. Sie macht Kind und Einkommen. Es ist ja nicht mal so, dass er ihr dankbar ist. Ich frage mich woher das Verständnis für ihn herkommt. Dadurch, dass sie alles tut, ermöglicht sie ihm die selbständigkeit. Wäre er Single müsste er den Haushalt ja trotzdem selbst machen. Und er knallt ihr an den Kopf dass er Auswärts isst, und dann nix mehr zahlt und ihr versteht das, weil er keine Lebensmittel verbraucht?! Erstmal ist das SEIN Kind, das was isst, also hat er da was beizutragen. Und die vereinbarung lautet offensichtlich, sie Kind&haus, er arbeit. Dann sollte er ihr auch was abgeben vom geld. Und n bisschen Anerkennung kann man auch mal locker machen!

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17. Dezember 2016 um 6:14

Also SO wenig, wie hier getan wird, sind 6h Arbeit auch nicht. Nur weil der Tag 24h hat, hockt man die restlichen 18 nicht nur rum und dreht Däumchen. Ich arbeite auch so und hier mal exemplarisch mein Tagesablauf, ich denke, der dürfte in dem Fall hier recht ähnlich sein:
aufstehen um 6, Frühstück machen, Pausenbrote schmieren, Kind und sich selbst fertig machen, schon ist kurz vor 8, Kind in die Kita schaffen und auf zur Arbeit. Ohne Auto. Meistens nehme ich die Straßenbahn oder das Rad. Dank Verkehr ist mein Arbeitsbeginn ca. 8:45.
(Seutedeern schreibt selbst, dass ihr Mann nachts noch ein wenig Chaos veranstaltet, dass sie erstmal wegräumen muss.)
So, 6h Arbeit heißt auch nicht, dass man schlag nach 6h den Griffel fallen lässt. Außerdem kommt bei 6h noch eine halbe Stunde Pause drauf, sodass man eigentlich brutto 6,5h arbeitet. Und, ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber ich komme selten pünktlich nach 6,5h aus der Arbeit. Meistens erst gegen 15:30. Dann muss man noch das Kind abholen, evtl einkaufen, vielleicht will man mit dem Kind noch was unternehmen , summasummarum kann es sein, dass man erst zwischen 17 und 18 Uhr wieder nach Hause kommt. Dann macht man noch was zum Essen, spielt evtl noch mit dem Kind und zack ist schon wieder 20 Uhr und das Kind geht ins Bett. Das braucht vielleicht auch ein wenig Begleitung beim Eunschlafen und zack ist der Tag schon wieder rum. 
(und seutdeern soll zusätzlich zum Abendessen für Mutter und Sohn zwischendurch noch nachmittags ihrem Mann noch eine warme Mahlzit kochen UND servieren UND er nochmal Chaos veranstaltet). 
Und in dem exemplarischen Tagesablauf ist noch nicht mal die minimalsten Haushaltsdinge gemacht oder gar sowas abgefahrenes wie "Zeit für sich selbst" oder "Beziehungspflege" drin.
Ich finde es schon sehrbfrech, hier so zu tun, als hätte man alle Zeit der Welt, weil man "nur" 6h arbeitet und das sie sich im Grunde genommen nur blöd anstellt und sich falsch "organisiert". Zudem trägt sie die Fixkosten beinahe alleine und hat von ihm wirklich null Unterstützung. Er muss ja nichtvden Haushalt werfen, aber ein wenig Verantwortung bzgl Finanzen oder dem Kind sollte er schon auch übernehmen. Das ist alles eine zusätzliche Belastung und sie schreibt ja auchy dass es sie enorm belastet undbihr auf die Gesundheit geht. Ihr seht, so einfach ist es eben auch nicht.

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17. Dezember 2016 um 6:56

Das stimmt so nicht. Es gibt bei Kaufland online  dieselben Sachen wie im Markt, sowohl regional als auch bio ist dabei. 

rewe ist etwas teurer, aber das ist ja nun auch so wenn man da vor ort einkauft. Aber auch bei Rewe gibt es Online deren Eigenmarken "ja!" Und "beste wahl" 

natürlich sind nicht alle Artikel gelistet aber es ist vollg ausreichend, und man kann ja ergänzend jederzeit noch mal vor ort einkaufen.

Ich bin alleinerziehend mit zwei kleinen Jungs, ohne Führerschein....ich nutze das sehr sehr oft. Die Qualität auch bei Obst und Gemüse ist immer gut, die lieferkosten sind eigentlich günstig (3-6 Euro), Preise wie in den Märkten und das mhd immer völlig ok.

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17. Dezember 2016 um 7:06
In Antwort auf bambi0190

Also SO wenig, wie hier getan wird, sind 6h Arbeit auch nicht. Nur weil der Tag 24h hat, hockt man die restlichen 18 nicht nur rum und dreht Däumchen. Ich arbeite auch so und hier mal exemplarisch mein Tagesablauf, ich denke, der dürfte in dem Fall hier recht ähnlich sein:
aufstehen um 6, Frühstück machen, Pausenbrote schmieren, Kind und sich selbst fertig machen, schon ist kurz vor 8, Kind in die Kita schaffen und auf zur Arbeit. Ohne Auto. Meistens nehme ich die Straßenbahn oder das Rad. Dank Verkehr ist mein Arbeitsbeginn ca. 8:45.
(Seutedeern schreibt selbst, dass ihr Mann nachts noch ein wenig Chaos veranstaltet, dass sie erstmal wegräumen muss.)
So, 6h Arbeit heißt auch nicht, dass man schlag nach 6h den Griffel fallen lässt. Außerdem kommt bei 6h noch eine halbe Stunde Pause drauf, sodass man eigentlich brutto 6,5h arbeitet. Und, ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber ich komme selten pünktlich nach 6,5h aus der Arbeit. Meistens erst gegen 15:30. Dann muss man noch das Kind abholen, evtl einkaufen, vielleicht will man mit dem Kind noch was unternehmen , summasummarum kann es sein, dass man erst zwischen 17 und 18 Uhr wieder nach Hause kommt. Dann macht man noch was zum Essen, spielt evtl noch mit dem Kind und zack ist schon wieder 20 Uhr und das Kind geht ins Bett. Das braucht vielleicht auch ein wenig Begleitung beim Eunschlafen und zack ist der Tag schon wieder rum. 
(und seutdeern soll zusätzlich zum Abendessen für Mutter und Sohn zwischendurch noch nachmittags ihrem Mann noch eine warme Mahlzit kochen UND servieren UND er nochmal Chaos veranstaltet). 
Und in dem exemplarischen Tagesablauf ist noch nicht mal die minimalsten Haushaltsdinge gemacht oder gar sowas abgefahrenes wie "Zeit für sich selbst" oder "Beziehungspflege" drin.
Ich finde es schon sehrbfrech, hier so zu tun, als hätte man alle Zeit der Welt, weil man "nur" 6h arbeitet und das sie sich im Grunde genommen nur blöd anstellt und sich falsch "organisiert". Zudem trägt sie die Fixkosten beinahe alleine und hat von ihm wirklich null Unterstützung. Er muss ja nichtvden Haushalt werfen, aber ein wenig Verantwortung bzgl Finanzen oder dem Kind sollte er schon auch übernehmen. Das ist alles eine zusätzliche Belastung und sie schreibt ja auchy dass es sie enorm belastet undbihr auf die Gesundheit geht. Ihr seht, so einfach ist es eben auch nicht.

Wahre Worte! Alles!

So ungefähr sieht mein Tag aus. Allerdings mit zwei Jungs, alleinerziehend und nur 5h da ich noch Elternzeit habe, werde aber in 6 Monaten auf 6,5h erhöhen....

Es geht uns gut, keine Frage - aber es ist ein gewaltiger Unterschied ob man allein so lebt oder in einer Beziehung. Ich bin tolerant, aber seine Einstellung würde mich auch nerven.....

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17. Dezember 2016 um 10:04
In Antwort auf seutedeern88

Danke für eure vielen Antworten und Tipps. Die Idee mit dem Onlinelieferdienst werde ich versuchen umzusetzen. Für eine Reinigungskraft fehlt uns leider das Geld.

Er möchte die beiden Jobs solange machen, bis das Geschäft so gut läuft, dass er dort selbst gar nicht mehr oder nur noch 1-2x in der Woche arbeiten muss. Dazu müsse es allerdings sehr gut laufen, so dass mehr Personal eingestellt werden kann usw. Ein großer Punkt ist auch, dass er die Selbstständigkeit entgegen meines ausdrücklichen Willens eingegangen ist. Ich habe diese Situation schon kommen sehen.

Finanziell sind wir angesichts der Tatsache, dass wir zurzeit 3 Jobs haben nicht so gut gestellt, wie man meinen könnte. Ich trage die finanzielle Last unserer Fixkosten und der Lebensmittel usw zu mehr als 80% durch meine Teilzeitbeschäftigung. Durch seine Selbstsändigkeit verdient er bis jetzt nichts. Es werden zunächst die Kredite vom Gewinn getilgt, die seine beiden Geschäftspartner aufgenommen haben. Das ist wohl die Absprache. Durch sein Angestelltenverhältnis verdient er leider weniger als ich. Dazu muss ich sagen, dass ich auch nicht schlecht verdiene. Dennoch - für Rücklagen, Urlaube etc reicht es nicht. Durch die finanzielle Unterstützung meiner Eltern wird einiges ermöglicht. Darauf würde ich aber auch gern verzichten können, zumal es nicht ewig so laufen wird. Beruflich kürzer treten wird er nicht.

Das Problem, dass ich in der Rollenverteilung sehe, die bei uns schon immer mir die Hauptlast aufgedrückt hat, sehe ich in den unterschiedlichen Kulturen. Er kommt aus einem Land, wo die Frauen eben für alles allein verantwortlich sind. Sie kümmern sich um die Kinder, den Haushalt, etc.

Ich finde es etwas traurig, dass eine von euch geschrieben hat, sie würde nicht verstehen, wie man bei 6 Std. tgl. Arbeit überfordert sein kann. Würde ich nur meinen Verpflichtungen wie kochen, waschen, putzen, einkaufen usw nachgehen, wäre es sicherlich auch einfacher. Ich habe aber kein Kind in die Welt gesetzt, damit es sich den ganzen Tag alleine beschäftigen muss oder vor dem TV sitzt. Manchmal kann ich ihn spielerisch mit einbeziehen, z. B. beim Kochen o. ä., aber das klappt nicht immer. Und seine Bedürfnisse wollen auch gestillt sein. Er geht zum Kinderturnen, wir treffen uns 1x wtl. ca. auch mit Freunden nachmittags und ich spiele mit ihm zuhause oder auf dem Spielplatz. Mein Mann erwartet nachmittags, wenn er nach Hause kommt aber immer eine warme Mahlzeit, die ich ihm am besten noch servieren soll. Das alles unter einen Hut zu bekommen, selbst wenn man mal für mehrere Tage kocht ist sehr schwer und anstrengend. Da ist es dann auch lästig hinter ihm her zu räumen. Z. B. morgens, wenn die Küche nicht sauber ist, weil er nachts noch was zu Essen gemacht hat und zu müde zum Aufräumen war. Oder im Bad, wo er alles liegen gelassen hat, weil er sich beeilen wollte/musste.

Ich verstehe, dass es hart ist für ihn, ganz ehrlich. Ich liebe ihn auch, keine Frage. Aber ehrlich gesagt liebe ich mich mindestens genauso sehr und es geht mir jetzt seit vielen Monaten damit einfach nicht mehr gut. Ich bin sehr oft krank und traurig. Ich komme mir vor, als wäre ich alleinerziehend mit Mann.

Übrigens hat er angeboten, dass ich nicht mehr für ihn koche und er immer Essen geht unter der Woche. Dann will er sich allerdings überhaupt nicht mehr an irgendwelchen Kosten beteiligen. Außerdem wäre er dann noch weniger zuhause. Das würde bedeuten, dass ich alles alleine bezahlen muss und das sehe ich überhaupt nicht ein. Selbst wenn er kaum zuhause essen würde, so wohnt er doch bei uns, verbraucht Strom und Wasser. Das kann so einfach nicht sein.

Also, er hat die Selbsständigkeit, die der Grund für seinen zeitmangel und Stress ist, ohne deinen Willen gestartet. Und ehrlcihg esagt, so richtig lukrativ hört sich das auch nicht an. Vielleicht redest du nochmal mit ihm darüber und machst ihm klar, dass es nur Stress, keinen Gewinn bringt. Vielleicht könnte er auch bei einer Gründungsagentur einen Businessplan entwerfen, sodass man profesisonell abchecken lssen köntne, ob sich das lohnt? Wäre es nicht besser, er verwendet die Energie für die Selbsständigkeit für die Suche nach einem ebsser bezahlten Job, wenne r unzufrieden sit mit dem verdienst.

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17. Dezember 2016 um 10:41

Lesen! Sie schreibt "Wir haben kein Auti" und ihr Mann arbeitet von Mi - So fast den ganzen Tag. Erst lesen, dann meckern... Wobei bei dir mich eh nichts mehr wundert...

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17. Dezember 2016 um 11:19

Was erwartest du von einer Userin, die den ganzen Tag nichts anderes macht als hier Stunk zu verbreiten, Streit zu suchen und andere User zu stalken? Soviel Zeit hätte ich  auch gerne... Die kann die Probleme der TE doch null nachvollziehen.

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17. Dezember 2016 um 11:58

@  rebecca

mag sein dass du auch vieles alleine machen musst und es trotzdem schaffst, dass du ein Weg gefunden hast alles gut zu organisieren- aber du kannst dein Mann nicht mit ihrem vergleichen. Dein Mann mag wohl viel auswärts sein, aber er hat bestimmt eine ganz andere Mentalität als der Mann von der TE. Und manche Charakterzüge entwickeln sich bzw. zeigen sich auch erst, wenn man eine Weile zusammen ist.

Mit meinem letzten Mann hatte ich eigentlich viel mehr Zeit als jetzt, wir hatten nur ein Kind und er war eigentlich die meiste Zeit zuhause und hat auf das Kind aufgepasst. Ich hätte eigentlich glücklich und dankbar sein müssen, denn so konnte ich studieren. Aber er hat sonst nichts gemacht. Ich sollte für ihn vorkochen, weil er meinte, er komme mit Kind nicht dazu. Hat sich beschwert, wenn die Kinderklamotten nicht richtig sortiert waren, es war ihm sowieso eigentlich nicht recht, dass ich so viel außer haus bin ( wegen studium) und wenn ich schon unbedingt das machen muss, dann soll ich doch bitte nicht noch meine Pflichten als Mutter und Ehefrau vernachlässigen. Das sei doch das Wichtigste. In seinem Land schaffen die Frauen das auch alles. Arbeiten und Fürsorglich für Kind und Mann zu sein. Ich war in der Zeit echt gestresst und genervt und trotz Kind überfordert. Und das lag nicht daran, dass ich Mutter und Studentin gleichzeitig war. Als ich mich getrennt habe, habe ich beides super unter einen Hut bekommen.


Und nun mit meinem neuen Freund ist alles anders. Er ist zwar viel öfters auswärts, aber es flutscht einfach und tatsächlich erwarte ich von ihm auch nicht, wenn er den ganzen Tag gearbeitet hat, dass er noch was im Haushalt tut. Aber das liegt daran, dass ich weiß, er würde es sonst machen, wenn nicht so müde und wenn er frei hat, dann macht er auch viel mit Kindern und im Haus. Es ist diese Selbstverständlichkeit, die wir haben.
Davor war alles ein Kampf. Und ich kann daher die TE auch echt nachvollziehen, wenn sie einfach genervt ist und überfordert. Es liegt an der Beziehung. Nicht am ZeitManagement oder falscher Organisation
 

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17. Dezember 2016 um 14:51
In Antwort auf seutedeern88

Danke für eure vielen Antworten und Tipps. Die Idee mit dem Onlinelieferdienst werde ich versuchen umzusetzen. Für eine Reinigungskraft fehlt uns leider das Geld.

Er möchte die beiden Jobs solange machen, bis das Geschäft so gut läuft, dass er dort selbst gar nicht mehr oder nur noch 1-2x in der Woche arbeiten muss. Dazu müsse es allerdings sehr gut laufen, so dass mehr Personal eingestellt werden kann usw. Ein großer Punkt ist auch, dass er die Selbstständigkeit entgegen meines ausdrücklichen Willens eingegangen ist. Ich habe diese Situation schon kommen sehen.

Finanziell sind wir angesichts der Tatsache, dass wir zurzeit 3 Jobs haben nicht so gut gestellt, wie man meinen könnte. Ich trage die finanzielle Last unserer Fixkosten und der Lebensmittel usw zu mehr als 80% durch meine Teilzeitbeschäftigung. Durch seine Selbstsändigkeit verdient er bis jetzt nichts. Es werden zunächst die Kredite vom Gewinn getilgt, die seine beiden Geschäftspartner aufgenommen haben. Das ist wohl die Absprache. Durch sein Angestelltenverhältnis verdient er leider weniger als ich. Dazu muss ich sagen, dass ich auch nicht schlecht verdiene. Dennoch - für Rücklagen, Urlaube etc reicht es nicht. Durch die finanzielle Unterstützung meiner Eltern wird einiges ermöglicht. Darauf würde ich aber auch gern verzichten können, zumal es nicht ewig so laufen wird. Beruflich kürzer treten wird er nicht.

Das Problem, dass ich in der Rollenverteilung sehe, die bei uns schon immer mir die Hauptlast aufgedrückt hat, sehe ich in den unterschiedlichen Kulturen. Er kommt aus einem Land, wo die Frauen eben für alles allein verantwortlich sind. Sie kümmern sich um die Kinder, den Haushalt, etc.

Ich finde es etwas traurig, dass eine von euch geschrieben hat, sie würde nicht verstehen, wie man bei 6 Std. tgl. Arbeit überfordert sein kann. Würde ich nur meinen Verpflichtungen wie kochen, waschen, putzen, einkaufen usw nachgehen, wäre es sicherlich auch einfacher. Ich habe aber kein Kind in die Welt gesetzt, damit es sich den ganzen Tag alleine beschäftigen muss oder vor dem TV sitzt. Manchmal kann ich ihn spielerisch mit einbeziehen, z. B. beim Kochen o. ä., aber das klappt nicht immer. Und seine Bedürfnisse wollen auch gestillt sein. Er geht zum Kinderturnen, wir treffen uns 1x wtl. ca. auch mit Freunden nachmittags und ich spiele mit ihm zuhause oder auf dem Spielplatz. Mein Mann erwartet nachmittags, wenn er nach Hause kommt aber immer eine warme Mahlzeit, die ich ihm am besten noch servieren soll. Das alles unter einen Hut zu bekommen, selbst wenn man mal für mehrere Tage kocht ist sehr schwer und anstrengend. Da ist es dann auch lästig hinter ihm her zu räumen. Z. B. morgens, wenn die Küche nicht sauber ist, weil er nachts noch was zu Essen gemacht hat und zu müde zum Aufräumen war. Oder im Bad, wo er alles liegen gelassen hat, weil er sich beeilen wollte/musste.

Ich verstehe, dass es hart ist für ihn, ganz ehrlich. Ich liebe ihn auch, keine Frage. Aber ehrlich gesagt liebe ich mich mindestens genauso sehr und es geht mir jetzt seit vielen Monaten damit einfach nicht mehr gut. Ich bin sehr oft krank und traurig. Ich komme mir vor, als wäre ich alleinerziehend mit Mann.

Übrigens hat er angeboten, dass ich nicht mehr für ihn koche und er immer Essen geht unter der Woche. Dann will er sich allerdings überhaupt nicht mehr an irgendwelchen Kosten beteiligen. Außerdem wäre er dann noch weniger zuhause. Das würde bedeuten, dass ich alles alleine bezahlen muss und das sehe ich überhaupt nicht ein. Selbst wenn er kaum zuhause essen würde, so wohnt er doch bei uns, verbraucht Strom und Wasser. Das kann so einfach nicht sein.

Sorry, ich kann nicht nachvollziehen, wie man einen Mann ehelichen und mit ihm Kinder planen kann, wenn die Kulturen so unterschiedlich sind, dass man hinterher darüber meckert. Dir war doch bewusst, dass dein Mann aus einem Land kommt, wo eine gänzlich andere Kultur und höchstwahrscheinlich auch Tradition herrscht, als du sie kennst und gewohnt bist?! Warum lässt du dich auf sowas ein? Und kommst plötzlich nicht mehr damit klar? Es ist das eine, eine fremde Kultur und Tradition zu akzeptieren und sich zu unterwerfen. Kann man machen, wenn man der Typ dafür ist und es okay findet. Es ist aber etwas anderes dies zu tun, wenn man es eigentlich nicht gut findet und dann darüber meckert. Das wäre so, als wenn du dir einen dicken, stark übergewichtigen Mann suchen würdest und dann an ihm rummeckerst, dass er bitte abnehmen soll. Da geht man doch gar nicht erst eine Beziehung ein oder aber regelt VORHER klipp und klar, dass Kultur und Tradition keine Auswirkungen haben werden, weil nicht gelebt. DANN kann man hinterher meckern, dass er seine Versprechen nicht einhält, aber doch bitte nicht so!

Ja, dein Mann verhält sich schei**! Ja, dein Mann ist ein Egoist. Er geht zwar arbeiten, aber das hauptsächliche Familieneinkommen verdienst du. Dazu hast du Kind und Haushalt. Das passt nicht zusammen. Dann muss er mit den Stunden runter gehen oder sich was besser bezahltes suchen. Aber das wusstest du doch, dass er eben so IST. Dass er im Haushalt nix macht oder machen will, weil das Frauensache sei. Da hättest du ihm gleich in den Hintern treten sollen.

Und ja, im Grunde wird es dir wohl besser gegen, wenn er ganz weg wäre. So hast du nur noch den Dreck von zwei Leuten zu beseitigen, nicht mehr von drei. Und günstiger wäre es obendrein auch noch.

Ich bin seit über einem Jahrzehnt alleinerziehend und war immer arbeiten, sogar Vollzeit. Der Vater scherte sich einen Dreck. Es geht definitiv, wir leben noch. Schöner ist es natürlich zu zweit, aber es bleibt ja eh alles an dir kleben. Sogar sas höhere Einkommen. Dann schaffst du das alles auch allein, lebst aber ruhiger.

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17. Dezember 2016 um 16:11
In Antwort auf seutedeern88

Unfassbar, dass ich jetzt wirklich bald alleinerziehen sein könnte. Wenn mir das jemand vor einem Jahr prophezeit hätte, hätte ich bloß gelacht.

Es fing alles im Sommer an. Wir sind in eine größere Wohnung gezogen. Mein Freund hat mit seinen Freunden den Umzug gemacht und das war´s. Das Datum fiel zusammen mit der Zeit, zu der er mit Bekannten in die Selbstständigkeit gegangen ist. Er arbeitet werktags von 8-15/16 Uhr im Angstelltenverhältnis und jetzt zusätzlich noch von Mi-So von 20-0 Uhr und an den Wochendenden sogar länger. Ich stand also mit dem Rest (Möbel rücken, neue Möbel aufbauen, alles auspacken und einräumen usw) also alleine da. Nebenbei habe ich noch die Eingewöhnung mit unserem 3jährigen alleine gemacht.

Mir ging schon immer so einiges auf die Nerven. Über die Jahre hat er immer weniger im Haushalt gemacht, sich immer weniger für unseren Sohn verpflichtet gefühlt, immer weniger Geld in die Haushaltskasse eingezahlt.

Seit Juli 2016 macht er nichts mehr. Ich mache alles alleine und kann nicht mehr. Ich bin ständig krank, dauergestresst. Ich arbeite 6 Stunden am Tag. Wir haben kein Auto, was mich physisch sehr belastet, da ich alle Einkäufe alleine und zu Fuß mit meinem Lütten machen muss.

Mittlerweile muss ich mich rechtfertigen und mit meinem Freund streiten, weil ich ihm nicht mehr hinterherräumen kann und will. Ich habe manchmal wirklich das Gefühl, dass er glaubt, unsere Wohnung sei ein Hotel. In dem Land, aus dem er stammt, mag so ein Benehmen als Mann üblich bzw. geduldet sein, allerdings sollte ihm nach 5 Jahren klar sein, dass das mit mir nicht funktionieren wird. Ich könnte noch Stunden so weiter machen...

Wie dem auch sei: Ich habe die Notbremse gezogen. Zuerst war er total empört. Auslöser war dass ich ihm gesagt habe, dass ich nicht dafür zuständig bin, dass er nachmittags eine warme Mahlzeit auf dem Tisch hat. Vor allem nicht, da ich ansonsten alles alleine mache. Er soll sich dann doch Bitteschön um sich selbst kümmern und sich nicht beschweren, wenn ich auswärts gegessen habe und mich nicht extra nur für ihn an den Herd stelle. Er hat darauf hin seine Sachen gepackt und wollte sofort ausziehen. Ich hätte ihn gelassen.

Dann hat er sich besonnen und vorgeschlagen, dass ich eine Liste schreibe, mit Dingen, die ich von ihm/unserer Beziehung erwarte. Die Liste hat er bekommen. Ich glaube nicht, dass es etwas nützen wird, heute gab es schon wieder wegen dem Üblichen Streit. Er sagt immer, dass bald alles besser wird. Aber das sagt er schon lange.

Der Gedanke daran, bald ohne ihn zu leben erleichtert mich und macht mir gleichzeitig große Angst. Wenigstens hat er mir ein bisschen Geld gegeben und wenigstens auf unseren Sohn aufgepasst, wenn ich mal zum Arzt musste. Das fällt dann weg. Dann bin ich ganz alleine. Bestimmt ist es ganz anders, wenn niemand mehr nachts zu einem ins Bett kommt und in den Arm nimmt. Wenn man keinen Partner mehr hat, der zumindest ab und zu da war. Keinen Sex mehr. Keine Zuneigung. Keine Zärtlichkeit. Ich frage mich, ob man heutzutage in einer Großstadt wie meiner noch eine Chance hat, einen tollen Mann für eine ernste Beziehung kennen zu lernen, der auch mein Kind lieben kann. Ich frage mich, ob ich das Recht habe, das meinem Kind anzutun. Auch er hat nicht viel von seinem Vater, aber er hat die Gewissheit, dass er da ist. Ich bin kein Mensch, der gern allein ist und gut allein sein kann. Wie kann ich mich ablenken? Wie kann ich meinem Kind helfen, das zu verarbeiten, wenn es so weit kommt?

LG

Mensch, dein Mann arbeitet aber echt viel, dass es dann nichts mehr im Haushalt macht, kann ich verstehen. Wenn er so viel arbeitet, musst du dann auch los, um finanziell über die Runden zu kommen? Sonst würde ich sagen, dass du oder er vielleicht mal ein paar Stunden runterschraubt. 

Wie wäre mit einer Haushaltshilfe um dich zu entlasten? 

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17. Dezember 2016 um 19:50

Ich finde es so krass, wie schnell immer geurteilt und verurteilt wird. Warum und wie jemand überlastet ist, liegt an ganz vielen Faktoren. Und dass jeder Mensch anders belastbar ist, ist jawohl auch klar. Manche steckt einen Tag mit 6 Std Arbeit locker weg, eine andere fühlt sich davon überfordert. Sie kann dafür aber vielleicht mit Situationen viel besser umgehen, bei denen die Erste nen emotionalen Kasper bekommt.
Warum Mütter es sich gegenseitig so schwer machen, verstehe ich echt nicht.
bei so manch einer habe ich das Gefühl, es MUSS die andere schlecht gemacht werden, weil man sonst sein eigenes Leben etwas hinterfragen müsste. So nach der Art: ich muss da auch durch, stell Dich nicht an. Aber eigentlich würde es heißen: ja, ist Scheisse, aber wenn ich das vor mir selbst zugebe, dann könnte ich nicht mehr so tun, als sei alles tutti paletti.

oder sich einfach nur: warum sollte es jemand anderes besser haben?!
oder: mein Lebensentwurf ist der einzig wahre..

oder was?

mal ein bisschen mehr Empathie! Ein bisschen mehr Realität! Bambi hat es genial beschrieben. Mit 6Std Arbeit und Kind ist der Tag ruckizucki voll.

Und nur weil die TE EIN Kind hat und nicht zwei, darf sie nicht belastet sein von ihrem Alltag?
na herzlichen Glückwunsch an alle Mamas, die es so genial hinbekommen. Meiner Meinung nach Lügen sich da einige die Taschen voll.

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17. Dezember 2016 um 22:12

Becca, ich musste grad so Schmunzeln....sorry passt gar nicht zum Thread .....

Also, ich hab mich letztens volle kanne auf ne Murmel gekniet und konnte tagelang nicht knieen, und laufen tat weh und überhaupt...das ganze Knie war blau....fiese kleine Biester

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18. Dezember 2016 um 8:12

Ach Lana - erst mal machen (Kinder) und dann reden und nicht anderen diktieren was sie zu schaffen haben .

Ich arbeite auch nur 30ig Stunden - und meine Tochter ist bereits 10, mein Sohn fast 17. Jahre alt und ich würde es ehrlich gesagt nicht schaffen den ganzen Tag zu arbeiten . Viele Dinge werden am Wochenende gemacht, weil unter der Woche keine Zeit . Freizeit hat man im Prinzip nie - ich eigentlich nur, wenn meine Tochter zu ihrem Vater geht .

Ich sehe das wie bambi, zudem ein 3-jähriger bestimmt auch Zeit einfordert und die TE auch ein schlechtes Gewissen hat ihm gegenüber . Sie stemmt finanziell den größten Teil und wenn bei uns einer Dreck macht, dann muss derjenige ihn weg räumen und trotzdem bleibt vieles für das Wochenende übrig .

Da war neulich ein super Artikel bei uns in der ZEitung, dass Alleinerziehende ihren Haushalt zumeist am Wochenende machen müssen, weil unter der Woche keine Zeit bleibt und die sich nie ausrasten können, weil immer vieles ansteht, wie Arztbesuche usw . Das wird in Zukunft ein großes Problem - weil immer mehr Frauen ihre Kinder alleine aufziehen und das krank macht . Wir haben nämlich NIE Urlaub .

Es mag sein, dass ihr Freund viel arbeitet - dennoch wird sie sich wie eine alleinerziehende fühlen und auch mehr oder weniger im Stich gelassen, vor allem wenn sie dann noch die Sorte Mann zu Hause hat - welche denkt - das ist keine ARbeit und von daher kann er alles liegen und stehen lassen . Dem würde ich am Nachmittag auch nichts zum Essen auf den Tisch stellen, wenn ich 6 Stunden gearbeitet habe .

Man daraf auch nicht vergessen, dass die Kindererziehung und der Rest der sich daraus ergibt auch bei ihr hängen bleibt . Sie hat NULL Unterstützung - weder beim Kind, noch im Haushalt und im Prinzip ist sie für mich alleinerziehend . Ob das für dich - liebe Lana - jammern auf höchstem Niveau ist - die welche keine Kinder hat und immer in ihren Aussagen unterstreicht, was sie sich alles nicht gefallen lassen würde von ihrem Partner - dann hier solche Beiträge verfasst - erachte ich als äußerst befremdlich .

Ich habe keinen Tipp für die TE - lediglich der könnte mich mal . Dem würde ich seine Wäsche liegen lassen, seine Sachen, die er nicht aufräumt und irgendwann, wenn er nix mehr zum Anziehen hat - dann kommt er viell. dahinter, dass dreckige Wäsche nicht von alleine in die Waschmaschine fliegt, sondern auch aufgehängt und manchmal gebügelt, zumindest aber zusammen gelegt werden muss .

Und es ist ein großer Unterschied, ob in einem Haushalt 2 oder 3 oder sogar mehr Personen wohnen . So sollte es auch eine Selbstverständlichkeit sein, dass ein erwachsener Mann den Dreck den er produziert - zu verräumen, weg zu machen und den Urzustand herstellt - das bringt man nämlich u.a. auch seinen Kindern bei - zumindest ist das bei mir so

 

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18. Dezember 2016 um 8:59

Ja, die gibt es, habe ich auch schon gemacht, aber schön ist das nicht. Vollgestopfte Tage, kaum Zeit für die Kinder, kaum Ruhe, kaum Zeit, nur sehr viel Stress. Wenn man das nicht muss, würde ich es nicht machen und schon gar nicht hier als Goldstandard setzen. 

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18. Dezember 2016 um 9:01
In Antwort auf bambi0190

Ja, die gibt es, habe ich auch schon gemacht, aber schön ist das nicht. Vollgestopfte Tage, kaum Zeit für die Kinder, kaum Ruhe, kaum Zeit, nur sehr viel Stress. Wenn man das nicht muss, würde ich es nicht machen und schon gar nicht hier als Goldstandard setzen. 

Und die ganze Organisiererei drumherum, z. B. wenn das Kind oder man selbst mal zum Arzt muss... Und Haushalt? Wenn ich dir erzählen würde, was ich darin in der Zeit effektiv überhaupt gemacht habe, würdest du Schnappatmung bekommen...

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18. Dezember 2016 um 9:36

Ja Lana, kann man machen, ABER dann braucht man auch keinen Partner. Dann ist man alleinerziehend und kümmertsich um alles selbst: Einkommen, Haushalt und Kinder. Wenn man aber einen Partner hat, der auch noch Vater der Kinder ist, dann teilt man sich die Aufgaben. Sonst braucht man keinen Partner, sonst kann man auch allein leben.

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19. Dezember 2016 um 1:20

Ist DAS ein wünschenswerter Zustand für Dich, Lana?

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