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Wie lange Elternzeit beantragen, beim 2. Kind aus Teilzeit Job?

24. Juni 2014 um 22:21

Hallo Ihr,
vielleicht kann mir jemand weiterhelfen und einen Tipp geben, was am geschicktesten für mich wäre.

Ich bin bei meinem Arbeitgeber in Teilzeit 20h die Woche angestellt. Mein Arbeitgeber hat nur ca 10 Angestellte, also ein relativ kleiner Betrieb.

Ich plane nach der Geburt 1 Jahr zu Hause zu bleiben, und auch für 1 Jahr Elterngeld zu beziehen.
Im 2. Jahr würde ich gerne wieder arbeiten, evtl. aber die Stunden noch etwas zu reduzieren auf 15 h die Woche, bzw. teilweise von Zuhause aus arbeiten, was problemlos möglich wäre.

Nun aber meine Frage, soll ich trotzdem 2 Jahre oder evtl. 3 Jahre Elternzeit beantragen, mit dem Hinweis schon nach 1 Jahr wieder Teilzeit 15 h arbeiten zu wollen.
Vorteil wäre dann ein evtl. Kündigungsschutz, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Oder nur 1 Jahr Elternzeit beantragen, und 2 Jahre aufzuheben, falls das geht? Oder kann man sowieso nur ein Jahr aufsparen? Nachteil dann kein Kündigungsschutz wenn ich wieder anfange zu arbeiten?!

Noch ein paar Infos, vielleicht hilfreich:
3. Kind ist eher nicht geplant, und unser 1. Kind wird 3 wenn sein Geschwisterchen auf die Welt kommt.

Von meinem 1. Kind habe ich keine Elternzeit mehr übrig,
denn als er 1 wurde habe ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber einen Teilzeit Job angefangen. (Mein Vorheriger Arbeitgeber wollte mir keinen Teilzeitjob bieten.)


Wie habt Ihr es gemacht, Elternzeit beim 2. Kind?
Gibt es irgendwelche Vorteile/Nachteile für das eine oder andere?

Hat jemand das 3. Jahr aufgehoben, und hat dann noch einmal eine Job-Pause gemacht (aus einem Teilzeitjob raus)?

Würde mich über ein paar Antworten freuen.

Danke, Lilovely85

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25. Juni 2014 um 7:09

Soweit ich weiss
ist es nur möglich 1 Jahr aufzusparen. Für die ersten beiden Jahre musst Du Dich festlegen. Da ich aber nicht mehr ganz so tief in der Materie stecke und es an dieser Stelle auch ab und zu Änderungen gibt, KÖNNTE es sein, dass sich schon wieder etwas geändert hat.
Sicher, währen der Elternzeit hast Du Kündigungsschutz. Insofern fände ich es z.b. sinnvoll zunächst 2 Jahre zu beantragen mit dem Hinweis auf Teilzeitarbeit. Dann bist Du flexibler, was das dritte Jahr angeht. Das KANNST Du aufsparen, wenn der AG einwilligt, ansonsten würde ich das gleich hinten anhängen, auch in Teilzeit. (Gleich beim antrag auf die ersten beiden Jahre bestätigen lassen, DAS es geht)
Nachteile, bis auf das fehlende Gehalt sollte man erwähnen, das Beiträge zur Arbeitslosenversicherung nur weiterlaufen, wenn die Elternzeit bis zum vollendeten 3. LJ genommen wird. Heisst also bei einer Übetragung, dass es sich negativ auf evtl. ALG auswirkt.
Für die rechtlichen Grundlagen schaue mal unter www.bmfsfj.de dort nach Elternzeit oder Elterngeld suchen, da gibt es die neuesten offiziellen Gesetze, Publikationen etc.

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25. Juni 2014 um 9:10

Flyingkat
wie meinst du das genau mit den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung?

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25. Juni 2014 um 9:25
In Antwort auf florina911

Flyingkat
wie meinst du das genau mit den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung?

Ich hatte das
mal gelesen, dass wenn man das 3. Jahr nicht direkt im Anschluss an die 2 Jahre nimmt, dann keine Beiträge zur ALG Versicherung geszahlt werden. Kann aber auch schon älter bzw. überholt sein. Aber daher würde ich mich nochmal frisch beim BMFSFJ kundig machen, dort gibt es die neuesten Gesetze.

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25. Juni 2014 um 9:39
In Antwort auf florina911

Flyingkat
wie meinst du das genau mit den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung?

Habe gerade noch mal gegoogelt
aber "nur" gefunden, dass man seine Anwartschaft nicht erfüllt.... da diese bei Elternzeit nur die ersten drei LJ des Kindes beinhaltet. Ich weiss nicht, ob das noch ein neuer Aspekt ist, den man hinrerfragen sollte.

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25. Juni 2014 um 9:45
In Antwort auf florina911

Flyingkat
wie meinst du das genau mit den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung?

Sorry, noch ein Nachtrag
hier zu ergoogeln:
26 Abs. 2a SGB III

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__26.html

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25. Juni 2014 um 10:07
In Antwort auf florina911

Flyingkat
wie meinst du das genau mit den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung?

Gut,
also ist die Anwartschaft zunächst erfüllt, egal ob nach einem, nach zwei oder nach drei Jahren Elternzeit.

Nur kann sie eben durch ein Splitten nicht zweimal erfüllt werden - das ist der Punkt.

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25. Juni 2014 um 10:12
In Antwort auf florina911

Gut,
also ist die Anwartschaft zunächst erfüllt, egal ob nach einem, nach zwei oder nach drei Jahren Elternzeit.

Nur kann sie eben durch ein Splitten nicht zweimal erfüllt werden - das ist der Punkt.

Jo interessant
ist es auch bei Geschistern, die in kleinen Abständen kommen. Dann kann man ja, wen ich recht informiert bin, die Elternzeiten hintereinander hängen. Aber genau DA ist dann der Fallstrick zu beachten, auch wenn man keine "Unterbrechung" hatte. (ist aber in DIESEM Fall kein Thema)

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25. Juni 2014 um 10:14

Mir wurde es vom
AG so erklärt dass man nur das 3. Jahr aufheben kann.
Ich habe 2 Jahre Elternzeit eingereicht aber gehe trotzdem nach 1 Jahr wieder arbeiten.
Das ganze nennt sich dann "Tätigkeit/Beschäftigung während der Elternzeit"

Ich muss nach einem Hahr wieder arbeiten weil es sonst finanziell hinten und vorne nicht hinhauen würd.

Aber der Vorteil wäre, dass du ,falls es doch nicht so gut mit der Arbeit klappt weil alles zuviel ist, wieder problemlos in die Elternzeit wechseln könntest. Allerdings dann natürlich ohne Elterngeld ( es sei denn du hättest es gesplittet)

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25. Juni 2014 um 10:40

Danke...
...schon mal für die Infos.

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung wären bei mir ja zweitrangig, denn wenn ich in Teilzeit arbeite während dem 2. und 3. Elternzeitjahr zahle ich ja sowieso Beiträge.
Nur falls ich im 3. Jahr direkt im Anschluss doch wieder daheim bleiben wöllte, wäre es Vorteilhaft dieses direkt anzuhängen. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe?!

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25. Juni 2014 um 10:40
In Antwort auf flyingkat

Jo interessant
ist es auch bei Geschistern, die in kleinen Abständen kommen. Dann kann man ja, wen ich recht informiert bin, die Elternzeiten hintereinander hängen. Aber genau DA ist dann der Fallstrick zu beachten, auch wenn man keine "Unterbrechung" hatte. (ist aber in DIESEM Fall kein Thema)

Meinst Du weil dann die Anwartschaft
auch nur einmal erfüllt ist?

Hm, das finde ich nun eigentlich normal, denn wenn man 10 Jahre irgendwo arbeitet, ist sie ja ebenfalls nur einmal erfüllt.
Oder wie meinst du?

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25. Juni 2014 um 10:48
In Antwort auf huda_12466545

Danke...
...schon mal für die Infos.

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung wären bei mir ja zweitrangig, denn wenn ich in Teilzeit arbeite während dem 2. und 3. Elternzeitjahr zahle ich ja sowieso Beiträge.
Nur falls ich im 3. Jahr direkt im Anschluss doch wieder daheim bleiben wöllte, wäre es Vorteilhaft dieses direkt anzuhängen. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe?!

An Deiner Stelle
würde ich im Schreiben an den AG eine Bestätigung verlangen, dass es möglich ist, das 3. Jahr zu verschieben. Denn nur mit DIESER Aussage bist Du auf der sicheren Seite, egal WIE Du Dich entscheiden wirst.
Genau, wenn du komplett zu Hause bleiben wölltest im 3. Jahr, wäre es wegen der Anwartschaft besser, du würdest es gleich im Anschluss nehmen.

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25. Juni 2014 um 10:52
In Antwort auf florina911

Meinst Du weil dann die Anwartschaft
auch nur einmal erfüllt ist?

Hm, das finde ich nun eigentlich normal, denn wenn man 10 Jahre irgendwo arbeitet, ist sie ja ebenfalls nur einmal erfüllt.
Oder wie meinst du?

Nee
die Anwartschaft wäre DANN eben gar nicht mehr erfüllt, weil man ja lt. SGBxxx keine Kinder bis zum vollendeten 3.LJ unmittelbar davor betreut hat. Da wären ja beide Kinder schon älter.
bspw. im Jahre 2014 1. Kind, im Jahre 2015 2. Kind. 6 Jahre Elternzeit wären wir in 2020. Da ist das Älteste Kind 6 und das jüngere 5. Also beide > 3.

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25. Juni 2014 um 10:55

Noch eine Frage...
Ein Aspekt habe ich noch vergessen, evtl. weiß hier jemand noch einen Rat:
Da mein AG weniger als 15 Angestellte hat, habe ich theoretisch kein Recht auf eine Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit zu bestehen. Ist dies auch der Fall, wenn ich vorher schon in Teilzeit beschäftigt war?!

Mhm, etwas knifflig...

Wenn ich nur 1 Jahr Elternzeit nehme, dann könnte er mich aber im Anschluss ja auch kündigen. Falls die Auftragslage schlecht wäre.
Wenn ich 2. oder 3. Jahre nehme, hätte ich zwar Kündigungsschutz, aber er könnte auch sagen, dass er mich zur Zeit nicht Teilzeit beschäftigen kann.

Liege ich da richtig?!

Man findet leider im Internet nicht viel Info dazu wenn man schon Teilzeit beschäftigt angestellt ist, und dann Elternzeit nimmt.

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25. Juni 2014 um 11:31
In Antwort auf huda_12466545

Danke...
...schon mal für die Infos.

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung wären bei mir ja zweitrangig, denn wenn ich in Teilzeit arbeite während dem 2. und 3. Elternzeitjahr zahle ich ja sowieso Beiträge.
Nur falls ich im 3. Jahr direkt im Anschluss doch wieder daheim bleiben wöllte, wäre es Vorteilhaft dieses direkt anzuhängen. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe?!

Ne,
die Anwartschaft ist auch nach zwei Jahren Elternzeit erfüllt.
Daher wäre das egal.
Es geht nur darum, wenn du das dritte Jahr aufhebst, dass die Anwartschaft auf ALG dann nicht erneut erfüllt wird.

Bsp.:
Wenn man nach zwei Jahren Elternzeit arbeitslos wird oder der Arbeitgeber einen aus betrieblichen Gründen nicht beschäftigen kann (war bei mir der Fall), sind die Voraussetzungen für den ALG-Bezug erfüllt und die Anwartschaft ebenfalls - also alles gut.

Wenn man nach zwei Jahren Elternzeit wieder arbeiten geht und das dritte Jahr später nimmt, zählt dieses dritte Jahr nicht als beitragspflichtige Zeit hinzu.

Dann ist ausschlaggebend, ob die Tätigkeit dazwischen beitragspflichtig war oder nicht.
War sie es nicht, ist die Anwartschaft auf ALG nicht erfüllt.
War sie es, ist sie dennoch erfüllt, da man ja zwischenzeitlich gearbeitet hat und die Faustregel lautet "in den letzten 24 Monaten müssen mindestens 12 beitragspflichtig gewesen sein" - genau das wäre ja gegeben.

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25. Juni 2014 um 11:40
In Antwort auf flyingkat

Nee
die Anwartschaft wäre DANN eben gar nicht mehr erfüllt, weil man ja lt. SGBxxx keine Kinder bis zum vollendeten 3.LJ unmittelbar davor betreut hat. Da wären ja beide Kinder schon älter.
bspw. im Jahre 2014 1. Kind, im Jahre 2015 2. Kind. 6 Jahre Elternzeit wären wir in 2020. Da ist das Älteste Kind 6 und das jüngere 5. Also beide > 3.

Ja, stimmt,
da müßte man dann um den ALG-Anspruch zu nutzen, rechtzeitig die Elternzeit abbrechen und sich quasi "rechtzeitig kündigen" lassen. Was natürlich nur sinnvoll ist, wenn man vorher weiß, dass die Kündigung sowieso droht.

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25. Juni 2014 um 11:42
In Antwort auf huda_12466545

Noch eine Frage...
Ein Aspekt habe ich noch vergessen, evtl. weiß hier jemand noch einen Rat:
Da mein AG weniger als 15 Angestellte hat, habe ich theoretisch kein Recht auf eine Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit zu bestehen. Ist dies auch der Fall, wenn ich vorher schon in Teilzeit beschäftigt war?!

Mhm, etwas knifflig...

Wenn ich nur 1 Jahr Elternzeit nehme, dann könnte er mich aber im Anschluss ja auch kündigen. Falls die Auftragslage schlecht wäre.
Wenn ich 2. oder 3. Jahre nehme, hätte ich zwar Kündigungsschutz, aber er könnte auch sagen, dass er mich zur Zeit nicht Teilzeit beschäftigen kann.

Liege ich da richtig?!

Man findet leider im Internet nicht viel Info dazu wenn man schon Teilzeit beschäftigt angestellt ist, und dann Elternzeit nimmt.

Es klingt ein wenig danach,
als sei der Arbeitsplatz unsicher??
Bist du verheiratet (wichtig wegen Möglichkeit der Familienversicherung).

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25. Juni 2014 um 12:11
In Antwort auf florina911

Es klingt ein wenig danach,
als sei der Arbeitsplatz unsicher??
Bist du verheiratet (wichtig wegen Möglichkeit der Familienversicherung).

Verheiratet...
Eigentlich ist er sicher, mein Chef ist/war sehr zufrieden mit mir, arbeite direkt mit ihm zusammen, und es wäre sehr schwierig jemand zu finden, der den gleichen Job wie ich machen kann. Von daher will er mich denke schon zurück. Aber man weiß ja nie wie sich die Auftragslage entwickelt... und die war dieses Jahr schon sehr schwankend... Deswegen auch die ganzen Überlegungen...

Bin Verheiratet, von daher soweit abgesichert.

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25. Juni 2014 um 12:52
In Antwort auf huda_12466545

Noch eine Frage...
Ein Aspekt habe ich noch vergessen, evtl. weiß hier jemand noch einen Rat:
Da mein AG weniger als 15 Angestellte hat, habe ich theoretisch kein Recht auf eine Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit zu bestehen. Ist dies auch der Fall, wenn ich vorher schon in Teilzeit beschäftigt war?!

Mhm, etwas knifflig...

Wenn ich nur 1 Jahr Elternzeit nehme, dann könnte er mich aber im Anschluss ja auch kündigen. Falls die Auftragslage schlecht wäre.
Wenn ich 2. oder 3. Jahre nehme, hätte ich zwar Kündigungsschutz, aber er könnte auch sagen, dass er mich zur Zeit nicht Teilzeit beschäftigen kann.

Liege ich da richtig?!

Man findet leider im Internet nicht viel Info dazu wenn man schon Teilzeit beschäftigt angestellt ist, und dann Elternzeit nimmt.

Prinzipiell
schon. Aber wenn er Dich nicht teilzeit beschäftigen kann (will), könntest Du im Rahmen deiner willendlichen teilzeitbeschäftigung ALG1 beantragen bzw. dir anderweilig einen Teilzeitjob suchen.
An Deiner Stelle würde ich das vorher abklären, bzw. hingehen und direkt unterschreiben lassen.
Ich beantrage vom xx.xx.xxxx bis yy.yy.yyyy Elternzeit und eine Teilzeitbeschäftigung von m Stunden ab dem aa.aa.aaaa.

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