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Wie läuft eine Taufe ab

23. April 2009 um 21:25 Letzte Antwort: 24. April 2009 um 9:12

Hallo Mamas,
folgende Situation: mein Mann ist römisch-katholisch und würde unsere Tochter gerne taufen lassen, weil es für ihn einfach "dazugehört". Ich habe gar keine Religion, weil ich es von Haus aus einfach nicht mitbekommen habe (ja, sowas gibts, viele meiner Freunde wundern sich auch sehr darüber ), kenne die ganzen Sitten und Gebräuche der katholoschen Kirche überhaupt nicht und habe somit damit auch nichts am Hut. Ich stehe meinem Mann nicht im Weg, hab ich ihm gesagt. Wenn er die Kleine taufen lassen möchte, muss er das organisieren. Ich gehe natürlich mit, aber ne große Hilfe kann ich da nicht sein. Ich hab von alldem gar keine Ahnung und ich wollte euch mal fragen, wie so etwas abläuft. Meint ihr, der Pfarrer macht das überhaupt, da ich, die Mutter, ja "Heide" bin? Muss man da als Mama des Taufkindes irgendwelche Gebete sprechen? Ich kann ja gar keine und ich würde mich glaub ich nicht ganz aufrichtig fühlen, so zu tun, als wäre ich wahnsinnig religiös, wenn ihr versteht, was ich meine? Ich mag aber auch meinem Mann nicht im Weg stehen. Wenigstens das möchte ich ihm ermögliche, da ja schon eine kirchliche Hochzeit mit mir nicht möglich ist....
Freu mich auf eure Meinung!
eure Lichi

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23. April 2009 um 21:32

Nur weil es dazu gehört
würde ich es auch nicht machen. Wenn man schon taufen lässt, dann nur wenn es auch eine Bedeutung hat und das Kind in einem christlichen Haushalt aufwächst.
Alles andere wäre schlichtweg nicht aufrichtig.

Dein Mann kann doch trotzdem deiner Tochter was mit auf den Weg geben und wenn sie alt genug ist, kann sie sich selbst für eine Taufe entscheiden.

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23. April 2009 um 21:32

Ja...
...diese Meinung vertrete ich zwar auch, aber ich möchte meinem Mann einfach den Gefallen gern tun. Ich hab einfach die Hosen an in unserer Beziehung (is einfach so) und ich wollte ihm die Freude machen. Er meint halt, es ist leichter, irgendwann aus der Kirche auszutreten, als in einem späteren Alter zu beschließen, dass man jetzt doch gern getauft werden will...

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23. April 2009 um 22:32

@lichimausebär
Also ich muss deinem Mann beipflichten. Also wenn jemand nicht getauft ist, dann wird er sich wohl niemals einer Religion anschließen, jedenfalls ist das meine Erfahrung - das was ich so in meinem Freundeskreis sehe. Ich kenne viele, die aus der Kirche ausgetreten sind, ich kenne aber keinen, der sich mit 20 oder 30 zu der Kirche bekannt hat.
Mein Mann und ich sind evangelisch, beide nicht besonders gläubig. Wir gehen eigentlich nur an Taufen und Hochzeiten in die Kirche. Wir finden allerdings das christliche Engagement toll und wollen das unterstützen. Unser Sohn wird auch in nen evang. Kindergarten gehen und nach dem "christlichen Glauben" erzogen. Das heißt nichts anderes, als dass Werte wie Toleranz und Nächstenliebe (etc.) vermittelt werden.
Ich möchte meinem Kind einen Glaubensweg zeigen und wenn er mal 18 ist, kann er selbst entscheiden, ob er den Weg gehen will, nen anderen Glauben kennenlernen will oder austreten will aus der Kirche. Aber ich finde, eine Religion kann auch eine Stütze sein, auch wenn ich persönlich nicht so gläubig bin - aber vielleicht wird es ja mein Kind(?)
AUf jedne Fall ist unsere Taufe am 3. Mai. Und deswegen hab ich den Ablauf schon ein bisschen im Kopf.
Zwischen der ev. und der kath. Taufe gibts allerdings ein paar Unterschiede. Google einfach mal ein bisschen. Ihr braucht wahrscheinlich einen Taufspruch und eine Taufkerze.
Je nachdem wie aufwendig ihr eure Taufe gestalten wollt, könnt ihr Gedichte aufsagen oder es sein lassen. Unser Sohn wird im normalen Gottesdienst getauft, wir werden aufgerufen, kommen mit den Paten nach vorne, mein mann entzündet die kerze, die patin hält das Kind und ich bin zum Trösten da, falls das Kind schreit. Und mehr müssen wir nicht tun.

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23. April 2009 um 22:38

Frag mal direkt nach...
Hallo Lichi!

zuerst einmal: Ich bin auch nicht mehr in der katholischen Kirche und lasse meine Tochter trotzdem taufen!Sie soll die Chance bekommen, die Kirche selbst kennenzulernen und sich im Erwachsenenalter selbst dafür oder dagegen entscheiden. Meiner Meinung nach fällt ihr das bestimmt leichter, wenn sie die Kirche vorher kennengelernt hat. Das dazu!

Jetzt zu Deiner Frage: Bei uns werden oft mehrere Kinder gleichzeitig getauft. Der Ablauf der Taufe steht fest und wir Eltern haben keine eigenen Aufgaben (z.B. Gebete).

Wir haben unsere Tochter zur Taufe angemeldet und einen Taufspruch ausgesucht, den wir für unsere Tochter gut finden (Vorlagen findest Du z.B. unter www.taufspruch.de oder Deine Pfarrgemeinde kann Dir ein Heftchen geben). Dieser Taufspruch wird während der Zeremonie vom Pastor vorgelesen und wird in das Familienstammbuch eingetragen.

Ca. 2 Wochen vor der Taufe besucht uns der Pastor und klärt dann mit uns unsere Fragen und bespricht mit uns an Ablauf der Taufe. Während der Taufe, sagt er dann uns Eltern/den Paten, wann was zu tun ist.

Bist Du in einer Pekip- oder Krabbelgruppe? Frag mal die Muttis aus Deiner Stadt, wie es bei denen war. Die können Dir bestimmt noch hilfreiche Tips direkt für Deine Kirchengemeinde geben!

Alles Gute!
märzkind

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24. April 2009 um 8:17

Guten Morgen, Ihr Lieben!
Boah, ja, echt einkontroverses Thema! Ich finde eure Beiträge alle super-hilfreich, denn irgendwie ist an jedem was dran und ich fühle mich momentan echt hin- und hergerissen. Ich selbst mit meinen 30 Lenzen hab mich auch nie mehr zur Religion bekannt. Wenn ich mich für eine entscheiden müsste, würde ich mich wohl dem Buddhismus am nächsten fühlen Aber wenn ich z.B. hätte kirchlich heiraten wollen, hätte ich mich jetzt noch taufen lassen müssen und hätte wohl mit 9-jährigen zusammen zum Kommunionsunterricht gehen müssen. Wie krass ist das denn Von daher hab ich für mich selbst das Thema abgelegt. Ich bin auch absolut sumis Meinung, dass man Werte ohne Religion vermitteln kann. Hab selbst sehr viele vermittelt bekommen. Meine Mama hat immer gesagt (bissi salopp, ich hoffe, die Gläubigeren unter euch fühlen sich jetzt nicht aufs Füßche getreten) "Man kann auch Fußballspielen, ohne im Verein zu sein..." Wir feiern auch immer Weihnachten und ich weiß natürlich auch, was Weihnachten und Ostern bedeuten, aber da hörts auch schon auf...
Aber ich hab halt Bedenken, dass mein Kind dann irgendwann nicht dazugehört und mich anmault, warum alle Kinder jetzt das und das machen und sie selbst nicht.... Mein Mann findet das halt richtig gut, weil er selbst als Kind einen Riesenspaß an Kindergottesdiensten und so hatte.
Die pekipler, die ich kenne und mit denen ich sprach, sind alle evangelisch
Ich glaube, ich muss das Thema für mich jetzt erstmal setzen lassen, nochmal mit meinem Mann reden und dann entscheiden, was ich tun werde: taufen und sie somit in die Bahnen lenken oder ihr die Option lassen. Genau, wie es meine Eltern gemacht haben. Falls ich ich doch dafür entscheide, ja, dann werde ich echt mal im i-net googeln, was man für Sprüche etc. nehmen kann und wie wir das handeln. Aber, das stimmt schon, ich muss mir echt erstmal überlegen, ob es zu uns passt und muss mich mit meinem Mann einigen.
Danke euch allen und liebe Grüße!
Lichi

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24. April 2009 um 9:12

Sumisuu
Da muß ich dir zustimmen.

Ich habe mich vor 3 Jahren taufen lassen-hab es mir lange und reiflich überlegt. Trotzdem habe ich schon als Jugendliche, Jugendstunden und Gottesdienste besucht.

Wir gehen regelmäßig zu Gottesdiensten, allerdings sind wir evang.freikirchlich, d.h.wir zahlen keine Kirchensteuer.
Unsere Gemeinde macht auch keine Kindstaufen, die Kinder bekommen den Segen und taufen lässt sich der, der aus freien Stücken will

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