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Wie nachts abstillen?

30. Oktober 2009 um 14:15

Meine Tochter ist nun 14 Monate alt und möchte nachts immer nochregelmäßig gestillt werden. Sie wacht bestimmt 5 mal weinend auf.. und dann hilft nur die Brust. Ok, oftmals sind es auch Zahnscherzen.. aber die letzten Tage nicht. Wenn ich ihr nicht gleich die Brust gebe, wird sie richtig zornig.. da hilft kein Schnuller, keine Milch, kein Wasser.. will sie alles nicht. Allein beim Anblick dreht sie noch mehr auf, windet sich, wirft den Kopf nach hinten etc.

Ich habe irgendwie gehofft, dass sie sich irgendwann mal selbst abstillt und habe mir keinen Streß gemacht. Aber nach über einem Jahr würde ich auch so gerne einmal durchschlafen.

Tagsüber ist es genau das Gleiche. Sie schläft (wenn überhaupt) nur auf dem Arm ein und läßt sich dann wenn ich Glück habe im Bett ablegen. Doch es dauert keine halbe Stunde ist sie wieder wach.. aber natürlich nicht ausgeruht.

Schlafen war schon immer ein Riesenproblem. Gibts noch jemnden hier, dems genauso geht? Bisher habe ich mich geweigert, mit der Holzhammermethode vorzugehen und ihr einfach keine Brust nachts zu geben und sie einfach schreien zu lassen. Das habe ich einmal versucht und nie nie wieder. Sie hat irgendwann so Panik bekommen.

Andererseits muss sie doch auch mal irgendwann lernen, länger am Stück zu schlafen.

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30. Oktober 2009 um 14:50

Hallo
Mein Sohn ist knapp 11Monate alt. Bei ihm ist es nachts dasselbe - es geht nur die Brust! Er kommt im Schnitt 2-3mal.
Die Reaktion Deiner Tochter nachts könnte exakt mein Kleiner sein.

Wenn ich meine 6 Stunden durchschlafen will (bis jetzt vielleicht 10mal), dann zieht der Kleine mit Papa aufs Sofa. Habt ihr das schonmal versucht?
Er schreit dann zwar erst mal heftig wenn er aufwacht, aber wenn ich nicht da bin beruhigt er sich leichter wieder, und akzeptiert nach ein paar Minuten den Schnuller.

Kannst Du beim Mittagsschläfchen versuchen Dich dazuzulegen und mit ihr spielen wenn sie aufwacht, d.h. sie ablenken? Sie wird dann wohl schreien, aber eben aus Zorn und nicht Hunger oder so.
Und ich denke mit 14Monaten sollte sie diesen Zorn bzw. diese Frustration verarbeiten können wenn Du bei ihr bist, d.h. sie nicht alleine lässt.

Alles Gute

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30. Oktober 2009 um 15:28

Hallo
Meine Tochter hat in dem Alter auch nachts 4 bis 5 mal die Brust verlangt. Mit 13,5 Monaten habe ich dann das erste Mal nachts weitestgehend abgestillt, einmal durfte sie noch. Ich habe sie immer in den Schlaf gestillt abends. Als sie dann wach wurde habe ich mich dazugelegt und sie im Arm gehaltten und geschunkelt. Sie hat in meinem Bett geschlafen (sowieso, nicht nur beim "Abstillen"). 30 Minuten hat sie ziemlich viel geschrien, nicht konstant, aber immer wieder. Nach 30 Minuten kam ich auf die Idee, das nur noch als Deko rumstehende Traumbärchenmobile anzumachen und dann haben wir 1,5 Stunden zusammen den Lichtflecken an der Decke zugeschaut. Dann ist sie eingeschlafen. Das nächste mal wach werden wurde sie gestillt. Den Rest der Nacht habe ich vergessen, war wohl nicht sehr ereignisreich. Es hat sehr schnell geklappt, dass sie nachts meist mit einmal Milch auskam, nur ab und zu brauchte sie zweimal. Dann ist sie zwar wieder eingeschlafen, war aber nach ein paar Minuten wieder wach, da sie Hunger hatte. Dann gabs nochmal Brust. Wach wurde sie mehr oder weniger noch genausooft wie vorher, nur musste ich jetzt das Musikmobile anmachen statt die Brust auspacken. Für meinen Schlaf hat es also nicht so viel gebracht. Nach ein paar Wochen war sie krank, ist wieder fast voll gestillt worden und hat daher auch nachts wieder mehr MuMi bekommen. Dann hatte ich nicht so den Nerv das nochmal zu ändern. Allerdings wurde es dann mit dem Schlafen immer schlimmer. Teilweise durfte ich abends nach dem in den Schlaf stillen das Bett nicht mehr verlassen oder wenn ich nachts auf Klo war kam mir mein scheinbar tiefschlafendes Kind laut schreiend hinterhergerannt.
Mit 17,5 Monaten kam dann der 2. Anlauf. Diesmal verbunden mit im eigenen Bett schlafen. Abendritual wurde geändert: Erst Brust, dann Bett fretig, dann Gute-Nacht-Geschichte und dann ins eigene Bett. Die ersten 2 Tage mit Händchenhalten, was ganz gut geklappt hat, außer dass ich meine Hand ewig nicht wiederbekommen habe. Die Hand habe ich dann auch abgewöhnt und saß so neben ihrem Bett und habe ihr beruhigend zugeredet, gesungen, Spieluhr aufgezogen. Der erste Abend ging erstaunlich gut. Der 2. und 3. waren die Hölle, danach wurde es besser und nach einer Woche konnte ich das Zimmer verlassen, als sie noch wach war. Nachts gabs einmal MuMi, sonst musste sie so einschlafen. Ganz selten brauchte sie noch zweimal. Wach wurde sie aber trotzdem 2 bis 3 mal in der Nacht. Nach und nach änderte sich wieder einiges, sie hat dann die zweite Nachthälfte wieder bei mir geschlafen und nach einer Krankheit haben wir wieder in den Schlaf stillen übernommen, allerdings konnte ich sie dann auch problemlos schlafend ins Bett legen. Was vorher undenkbar war. Seit sie vielleicht 20/21 Monate alt ist, brauchte sie wirklich nur noch einmal MuMi nachts, wach wurde sie immer noch 2 bis 3 mal. Langsam wurde das immer besser, bis sie vor 3 bis 4 Wochen das erste Mal 2 Nächte durchgeschlafen hat. Ohne MuMi kam sie schon vorher ab und zu mal aus. Ich habe das so gemacht: vor um 2 gabs nichts, zwischen 2 und 5 wach werden, da gabs MuMi, nach 5 wach werden gabs auch MuMi, aber das zählte dann als Frühstücksstillen. Vor 4 Wochen habe ich dann auch komplett nachts nicht mehr gestillt, das funktioniert auch ganz gut. Schlafen ist allerdings im Moment eher katastrophal, jedenfalls wenn ich nicht neben ihr liege. Abends bevor ich ins Bett gehe wird sie alle 30 bis 45 Minuetn wach. Wenn ich ins Bett gehe kommt sie zu mir und dann schläft sie eigentlich bis morgens durch. Aber ich denke im Moment ist das ein Schub und warte mal noch 2 bis 3 Wochen. Bessert es sich nicht werde ich wohl noch mal ein Schlafprogramm machen müssen (keine Lust hab).

So, das war lang, aber vielleicht hilfts Dir ja ein bischen. Ich finde Erfahrungsberichte immer nicht schlecht.

LG
Morgaine

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30. Oktober 2009 um 18:23

Danke für den Erfahrungsbericht und den Buchtipp
finde es immer sehr interessant zu lesen, dass es anderen Eltern auch so geht und wie sie damit umgehen. Das mit dem danebensetzen und Hand halten versuche ich oft.. aber wenn die Kleine die Brust will, dann interessiert sie nix anderes und schreit wie am Spieß. Da kann ich streicheln, reden, knuddeln wie ich will, sie wird zornig.. is auch nicht so, dass sie nur etwas jammern würde, sie schreit dann richtig durchweg. das würde sie so lange machen bis sie vor Erschöpfung irgendwann mal einschläft.

Manchmal hilft es, wenn ich sie mir auf dem Bauch lege.. dann beruhigt sie sich, aber auch nicht immer. Vor allem dann nicht, wenn sie nachts aufwacht.. dann will sie die Brust!!
Nähe hat sie eigentlich mehr als genug.. ihr Bett steht direkt an meinem, sodass sie meistens nachts zu mir rüberrollt. Im eigenen Bett abseits vom Elternbett hat sie nie geschlafen.. wir haben einiges versucht, aber sie braucht die Nähe ganz extrem. Ich kann nichtmal kurz an den Briefkasten ohne dass sie schreit.. weiß auch nicht woher diese Verlustangst kommt.. es ist wie in deinem Bericht.. selbst wenn ich nachts zur Toilette gehe und sie bekommt es mit, schreit sie.

ich habe mir vor ein paar monaten das buch "schlafen und Wachen" gekauft und das hat mich bestätigt, dass alles so richtig ist wie wir es machen.. aber langsam wird es doch mal Zeit, dass sie nachts ohne Muttermilch auskommt.

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30. Oktober 2009 um 19:14
In Antwort auf terrie_12298058

Danke für den Erfahrungsbericht und den Buchtipp
finde es immer sehr interessant zu lesen, dass es anderen Eltern auch so geht und wie sie damit umgehen. Das mit dem danebensetzen und Hand halten versuche ich oft.. aber wenn die Kleine die Brust will, dann interessiert sie nix anderes und schreit wie am Spieß. Da kann ich streicheln, reden, knuddeln wie ich will, sie wird zornig.. is auch nicht so, dass sie nur etwas jammern würde, sie schreit dann richtig durchweg. das würde sie so lange machen bis sie vor Erschöpfung irgendwann mal einschläft.

Manchmal hilft es, wenn ich sie mir auf dem Bauch lege.. dann beruhigt sie sich, aber auch nicht immer. Vor allem dann nicht, wenn sie nachts aufwacht.. dann will sie die Brust!!
Nähe hat sie eigentlich mehr als genug.. ihr Bett steht direkt an meinem, sodass sie meistens nachts zu mir rüberrollt. Im eigenen Bett abseits vom Elternbett hat sie nie geschlafen.. wir haben einiges versucht, aber sie braucht die Nähe ganz extrem. Ich kann nichtmal kurz an den Briefkasten ohne dass sie schreit.. weiß auch nicht woher diese Verlustangst kommt.. es ist wie in deinem Bericht.. selbst wenn ich nachts zur Toilette gehe und sie bekommt es mit, schreit sie.

ich habe mir vor ein paar monaten das buch "schlafen und Wachen" gekauft und das hat mich bestätigt, dass alles so richtig ist wie wir es machen.. aber langsam wird es doch mal Zeit, dass sie nachts ohne Muttermilch auskommt.

Noch eine Anmerkung
Wenn Du was ändern willst musst Du Dir sicher sein und es auch durchziehen. Ganz schlecht ist es nach 10 Minuten schreien nachzugeben. Dann lieber erst gar nicht anfangen. Denn sonst lernt sie, dass sie nur lange genug schreien muss um zu kriegen was sie will. Die 2 Horrornächte hat meine Tochter auch wie am Spieß geschrien und war richtig sauer. aber es hat nichts geholfen und der Erfolg war auch schnell sichtbar. Wenn Du das mit dem Schreien nicht willst gar nicht erst anfangen.
Was ich auch mal probiert habe, aber bei uns nicht ganz geklappt hat: Jeden Abend / Nacht ein kleines bischen früher abdocken. Nicht erst in der Tiefschlafphase sondern beim Einschlafen und dann wenn sie noch wach ist. Wenn sie Theater mcht kurz (< 1 Minute) versuchen so zu beruhigen mit streicheln etc. sonst wieder ranlassen. Ich kann mir schon vorstellen, dass das klappt, allerdings nicht, wenn man die Hälfte der Zeit selber einschläft und erst nach ner Stunde wieder wach wird (wie ich )

LG
Morgaine

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30. Oktober 2009 um 19:19

Also
ich würde dir für NACHTS raten, dass dein mann mal die schicht übernimmt. der hat nämlich keinen busen soll angeblich ganz toll klappen?!
ich glaube, deine tochter weiß ganz genau, dass du rumeierst (sorry...) und sie dann zum schluß doch das bekommt, was sie will. vielleicht musst du (tagsüber) einfach "klarer" werden und konsequent sein & bleiben?! ich hatte das mit meiner tochter in ähnlichen situationen.....

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