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Wie sage ich meinem Kind (6 Jahre) wer sein biologischer Vater ist?

11. Februar 2005 um 9:40

Ich bin 44 Jahre alt und habe ein 6 jähriges Kind, das aus einer kurzen, aber sehr intensiven und emotionsgeladenen Beziehung, hervorgegangen ist. Die Beziehung zu dem Erzeuger habe ich schon in der 8. Schwangerschaftswoche abgebrochen, was sich im nachhinein als gute Entscheidung herausgestellt hat. Zwischenzeitlich bin ich mit dem Mann, mit dem ich vor dieser kurzen Beziehung schon 13 Jahre zusammengelebt habe, verheiratet und erst ist für mein Kind der beste Vater, den man sich vorstellen kann. Er war immer für mich da und war auch bei ihrer Geburt anwesend.
Bisher weiß das Kind nichts von seiner Herkunft. Ich muss langsam daran denken, ihm reinen Wein einzuschenken, ohne psychischen Schaden bei dem Kind anzurichten.
Hat jemand Erfahrung in dieser Richtung?
Femalebird

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15. Februar 2005 um 15:21

...
Hallo Femalebird,

ich denke eigentlich, es ist zu frueh, einem 6jaehrigen Kind so etwas zu sagen. Ich bin auch mit meinem Stiefvater aufgewachsen seit ich denken konnte und habe dann zufaellig von jemandem aus der Verwandtschaft erfahren, dass mein Vater nicht mein leiblicher Vater ist. Da war ich neun. Ich weiss nicht, ob es Schaden angerichtet hat oder nicht, aber ich sehe nach wie vor meinen Stiefvater als Nummer 1 an und verstehe mich sehr gut mit ihm. Ich weiss nicht, was ich dir wirklich raten soll. Sagen musst du es frueher oder spaeter, aber ich denke einfach, dass man mit 6 Jahren noch nicht wirklich versteht, worum es da geht. Ich wuerde noch warten. Und geh auch danach, was dein Mann will... er zieht dein Kind mit gross und hat dadurch auch moralische Rechte, finde ich.

LC

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17. Februar 2005 um 10:27

Oh je,
6 Jahre finde ich schon ziemlich spät...

Ich habe auch unter ähnlichen Voraussetzungen eine Tochter mit in meine Ehe gebracht.
Getrennt, bevor ich überhaupt wußte, daß ich schwanger war, neuer Mann von der Geburt an dabei, usw.

Ich habe meine Tochter vom ersten Tag an damit aufwachsen lassen, daß es "einen zweiten Vater" gibt.
Für sie war das somit selbstverständlich und die Details habe ich dann später, entsprechend ihrem Entwicklungsstand, nachgereicht.

Ich würde schnellstens mit dem Kind darüber reden, daß der Papa zwar der Papa ist und immer bleiben wird, daß es aber noch einen weiteren Vater gibt, der eigentlich der Erzeuger ist und demzufolge in den Papieren eingetragen ist.

Sowas viel später oder gar durch andere Menschen, als die eigenen Mutter, zu erfahren, halte ich für ganz furchtbar.

Je früher ein Kind solche Tatsachen erfährt, desto selbstverständlicher kann es damit umgehen.
Je später man mit der Wahrheit herausrückt, desto größer ist die Gefahr, daß das Kind sich als dauerhaft belogen betrachtet und der Mutter große Vorwürfe macht.

Gibts vielleicht im Freundes- oder Bekanntenkreis einen ähnlichen Fall?
Heutzutage gibts ja überall Patchworkfamilien.
Das wäre vielleicht ein guter Aufhänger für ein Gespräch, in dem man sagen könnte: So wars bei uns auch.

Gruß, harter Kern

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2. Februar 2006 um 21:47

Hallo
es ist jetzt zwar schon ein Jahr her das Du hier einen Beitrag geschrieben hast aber ich bin mal neugierig was aus Deiner Situation geworden ist. Leider geht es mir nämlich ähnlich(mein Sohn ist 7).
Auch er weiß noch nicht, daß er zwei Väter hat da der leibl. den Kontakt zu ihm abstößt habe ich es auch nicht gewollt.
Bloß irgendwie plagt mich mein schlechtes Gewissen und KEINER kann sagen WANN der richtige Zeitpunkt ist, finde ich jedenfalls.
Viele Grüße
lalelu223

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4. Februar 2006 um 15:27
In Antwort auf mohini_12176308

Hallo
es ist jetzt zwar schon ein Jahr her das Du hier einen Beitrag geschrieben hast aber ich bin mal neugierig was aus Deiner Situation geworden ist. Leider geht es mir nämlich ähnlich(mein Sohn ist 7).
Auch er weiß noch nicht, daß er zwei Väter hat da der leibl. den Kontakt zu ihm abstößt habe ich es auch nicht gewollt.
Bloß irgendwie plagt mich mein schlechtes Gewissen und KEINER kann sagen WANN der richtige Zeitpunkt ist, finde ich jedenfalls.
Viele Grüße
lalelu223

Ich denke,
im Alter von 6 oder 7 Jahren ist der Zug schon soweit abgefahren, dass bei dem Kind auf alle Fälle ein Gefühl von Vetrauensbruch aufkommt. Was hat Euch daran gehindert, dem Kind es von Anfang an zu sagen? So bricht jetzt eine kleine Welt für ihn zusammen. Beeilt Euch, sonst bricht eine große Welt und die ist nicht zu kitten!

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