Home / Forum / Mein Baby / Wie siehts mit Euren "kinderlosen" Freunden aus???

Wie siehts mit Euren "kinderlosen" Freunden aus???

10. März 2009 um 18:34

Ich habe seitdem ich schwanger bin viele Mädels kennen gelernt,die auch Kinder haben bzw.schwanger sind.
So, meine Freunde von "vor dem schwanger sein" habe ich immer noch,aber irgendwie hat sich einiges verändert.
Ich bin die erste die aus meinem Freundesreis ein Kind bekommen hat (und ich bin schon 27!)
Nunja, und irgendwie hat sich einiges verändert...
Ich setzte meine Präoritäten ganz anders als vorher.

Z.B. manchmal wenn ich eine SMS bekomme, vergesse ich zu antworten weil ich den ganzen Tag über mit meiner Tochter beschäftigt bin.
Mir wurde von eines sehr guten Freundin letztens gesagt, ich hätte mich total verändert, bin so "ernst" geworden und sei nicht mehr so verrückt und spontan wie früher.
Ich meine,das tut mir irgendwie weh das zu hören,aber bringt das das Muttersein nicht automatisch mit sich?
Ich gehe ab und an mit den Mädels weg,aber meine Gedanken sind immer bei meiner kleinen.
Wie gehts ihr jetzt, was macht sie usw...

Irgendwie ist alles anders geworden...

Naja,aber so spielt das Leben denke ich...

Wie ists bei euch?

Eva +Marina(3,5Monate)

Mehr lesen

10. März 2009 um 18:58

Bei uns ist es ähnlich
Entweder wollen sie keine Kinder oder diese sind schon groß! Da mein Freundeskreis sich natürlich in meinem Alter befindet (zw. 30 und 45) sind das oft auch eingefleischte kinderlose Menschen! ....eben wie alte Junggesellen!

Ich kann das aber verstehen. Mir gingen auch die Leute mit Kinder auf die Nerven bevor ich selber eins hatte. Es ändert sich eben alles im Leben sobald man eigene Kinder hat.

Ich habe zu den engsten Freunden noch Kontakt aber lange nicht mehr so viel. Wenn ich mich ein paar Tage oder auch Wochen nicht melde, dann heißt das nicht,daß ich nicht an sie denke! Entweder sie kapieren das oder lassen es ganz sein!

Zwangsläufig haben wir uns einen neuen Freundes/Bekanntenkreis aufgebaut. Jetzt sind es Paare mit Kind / -ern die aber nicht nur an ihre Kinder denken und über Windeln / Flaschen und Haushalt reden. Wir sind ja auch noch Menschen und nicht nur Eltern! Von daher passt das jetzt schon wieder. Komischerweise sind das Paare die man aus alten "Kneipenzeiten" kennt und aus den Augen verloren hat, weil diese eben Kinder bekommen haben. So hat man sich immernoch viel aus alten Zeiten zu erzählen und beginnt jetzt zusammen eine neue Zeitspanne.

Eins habe ich in meinem Leben gelernt. Freunde kommen und gehen und die wenigsten bleiben ein ganzes Leben lang. Das ist schade, lässt sich aber nunmal nicht ändern.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. März 2009 um 19:07

Das kenn ich auch.
Es hat sich gezeigt, wer die wirklich engen Freunde sind. Viele haben einfach kein Verständnis dafür, dass das Kind erst einmal im Mittelpunkt steht und dass man stets und ständig drüber nachdenkt.
Bei mir gab es auch Beschwerden, das wir absagen, wenn wir gefragt werden, ob wir in 1 Stunde Essen gehen wollen. HALLO???? So spontan springt nicht unbedingt immer ein Babysitter ein.....

Gerade am Anfang ist man ja auch noch unsicher, was man dem Baby zumuten kann und weggeben will man es ja auch meist noch nicht. Also die Freunde, die nicht warten können, bis man so weit ist, dass man wieder richtig weggehen möchte, kann man eh vergessen.

Wichtig ist nur, dass man nach dem anfänglichen "Baby über alles" (So war es zumindest bei uns.) sich selbst auch wieder entdeckt und Freunde nicht komplett abblockt

Und die neuen, entstehenden Freundschaften haben eine gute Chance, lange zu halten!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. März 2009 um 19:52

Das kenne ich sehr gut!
Und ich bin auch hin- und hergerissen, wie ich das finden soll. Glaube, es ist einfach so. Meine ehemals beste Freundin ist mir sehr fremd geworden (macht party, hat keine Verpflichtungen, da kein Kind) und mit meinen "neuen" Bekanntschaften verbindet mich sehr viel, aber es sind auch noch nicht "richtige" enge Freundschaften geworden. Aber trotzdem hab ich mir mit denen mehr zu sagen. Den alten Freunden sage ich auch z.Zt. alle Abendaktivitäten ab, wenn sie anfragen, weil ich meine Kleine stille und dann ins Bett bringe. Das ist mir wichtiger und irgendwann geht das auch mal wieder... Ich biete ihnen stattdessen an, morgens am WE brunchen zu gehen, weil die Kleine dann unproblematischer ist. Es ist einfach der Lauf der Dinge und man ist mit den Leuten zusammen, die in der gleichen Lebenssituation sind.
Liebe Grüße
Lichi

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. März 2009 um 21:07

Liebe Eva
... auch bei mir lief es ähnlich.

Vor der Schwangerschaft war ich ganztägig berufstätig, bin abends nach der Arbeit ab und an mit Freundinnen mal was Trinken gegangen, Samstags auch gerne mal mit einer Freundin zum Frühstück mit anschließendem Shopping in die City, Sonntags haben wir gerne Freunde besucht oder sind in die Sauna gegangen, gerne auch hier und da mal ordentlich gefeiert.
Während der Schwangerschaft hab ich noch große Töne gespuckt, dass sich nicht wirklich viel ändern solle, ich wolle noch immer Kontakt zu meinen Freunden behalten, wir würden nach der Stillzeit immer mal wieder Zeit für einen Mojito finden und ich niemals (!!) so eine "typische" Mama werden wolle.
Nun ja, erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Als Sohnemann geboren war, stand meine Welt erstmal Kopf und ich musste mich in der neuen Situation zurechtfinden. Zwischen Spucktüchern und Windeln war erstmal nicht wirklich Zeit für ein kinderfreies Abendprogramm. Anfänglich fanden meine Freunde den neugeborenen Jungen auch noch zuckersüß und hatten Verständnis für seine "ein-wenig-durch-den-Wind-Mutt i". Als Paul dann ein paar Monate alt war, merkte ich, dass das Interesse an uns merklich nachließ. Zu dem Zeitpunkt war die Fußball WM - halb Deutschland war in Feierlaune auf den Straßen, auch meine Freunde und ich saß mit einem Säugling zuhause auf der Couch. Immer häufiger entstanden die Situation, dass meine Freunde "wahnsinnig aufregende" Sachen erlebten und davon erzählen konnten während mein Alltag eben durch ein Baby bestimmt wurde. Dinge, die mir nun wichtig waren, waren für meine Freunde langweilig und öde. Dinge, die meinen Freunden wichtig waren (und mir zuvor ja auch!) waren für mich nun eigentlich eher langweilig und öde. Meine Prioritäten hatten sich schlichtweg verschoben.
Mein Sohn ist nun fast 3 Jahre alt und zu den meisten kinderlosen Freunden habe ich den Kontakt mehr oder minder verloren.
Allein die Terminabsprache macht Probleme: morgens sind sie auf Arbeit, ich habe Zeit. Abends, wenn sie Zeit haben, bin ich meist brotfertig. Vormittags Haushalt und Einkauf, Nachmittags will Paul spielen, nur bei Regenwetter bleiben wir zuhause, ansonsten sind wir draußen auf dem Spielplatz und spielen Ball oder fangen oder, oder, oder. Im Anschluss Abendessen zubereiten, Kind bettfertig machen, Geschichte vorlesen. Bis er schläft ist es etwa 8 Uhr und ich hab keine Lust mehr, mich aufzuhübschen un um die Häuser zu ziehen.
Wir leben schlichtweg in verschiedenen Ländern - sie im Land der Kinderlosen und wir im Land der Eltern. Es sind andere Umgebungen, andere Währungen, andere Sprachen und zusammen zu finden ist eigentlich immer schwierig, weil beide "Parteien" die Sprache und die Gepflogenheiten des jeweils anderen nur bruchstückhaft beherrschen.

Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man durch Kinder neue Freundschaften schließen kann - solche, die einfach deine Sprache sprechen. So werden aus alten Freunde alte Bekannte und aus neuen Bekannten neue Freunde.

Wie eine Vorrednerin bereits schrieb: manche Menschen begleiten dich nur ein Stück auf deinem Lebensweg als Freunde. Und das muß nicht immer schlecht sein.

Liebe Grüße,
Friederike

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. März 2009 um 21:19

Glück gehabt
Ich bin die zweite Mami in unserem Freundeskreis und meine beste Freundin ist jetzt auch schwanger. Andere denken darüber nach. Es hat sich garnichts geändert an den Freundschaften und wir haben auch noch andere Themen außer den Kindern, das finde ich auch wichtig. Und meine Kleine ist super in unserem Kreis aufgenommen worden, wenn wir alle zusammen sind und einen Spieleabend oder so machen, wird sie rumgereicht und jeder darf sie mal halten und wickeln oder ins Bett bringen, Auch die Männer reißen sich um sie. Süß!!! Waren auch alle hautnah bei der Schwangerschaft dabei und haben die Kleine gefühlt. Bin echt dankbar für meine tolle Truppe.
Es geht also auch anders!!!!
Liebe Grüße, Charlie

Gefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram