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Wie soll ich mich verhalten?

15. Mai 2013 um 23:09

Guten Abend !

Ich bin eine junge alleinerziehende Mutter einer 9-monate alten Tochter und habe nun einige Probleme.
Seit ungefähr 2 Monaten habe ich einen Burn Out, ich bin seit der Erkennung der Schwangerschaft (damals war ich 17) bis jetzt komplett alleine auf mich gestellt. Auf meine Eltern und auch auf den Kindsvater waren bis heute nie Verlass. Mit jedem kleinen Problemchen stand und stehe ich alleine da. Inzwischen bin ich fast 19 und muss sagen ich fühle mich wie 45. Einen Bandscheibenvorfall hab ich zu verzeichnen, ein schweres Nierenleiden und meine Leber macht solangsam auch dicht.

Ich spiele schon seit etwas längerem mit dem Gedanken meine Tochter zu einer Familie zu übergeben, die das alles haben was ich nicht habe. Ein schönes Leben, keine Geldsorgen und ein vernünftiges Umfeld.
Meine Tochter wächst auch bei mir natürlich in einem normalen Umfeld auf, ich würde für meine Tochter beide Hände ins Feuer legen, aber in wie weit kann ich ihr das alles noch zumuten?

Ich leide an den Existenzsproblemen und es ist nicht so, das ich nicht arbeiten will. Ganz im Gegenteil, ich war mindestens schon 6-7x beim Arbeitsamt/Jobcenter, aber anstatt Hilfe konnte ich nur blöde Sprüche erwarten. Meine "Familie" interessiert sich für uns ebenfalls nicht. Es gibt sooo viel was dazu beiträgt das ich jeden Abend am Küchentisch sitze und weine.

Ich möchte meiner Tochter ein schönes und erfülltes Leben bieten, aber wie soll das gehen wenn mein eigenes Leben ein reinster Reinfall ist? Ich fühle mich so, als hätte ich nur versagt. Ich schäme mich sie anzuschauen.
Von den 350 die ich im Monat habe kann ich ihr doch gar nichts bieten.

Wäre dann eine Adoptivfamilie nicht das schönste für sie? Bei Eltern die nicht so grenzenlos alles in den Sand setzen?
Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine Tochter über alles, ich bin eine sehr verantwortungsbewusste Mutter. Aber ich hab das Gefühl ich kann einfach nicht mehr ...

Bitte teilt mir doch eure Meinungen / persönlichen Erfahrung etc mit. Ich wäre sehr dankbar..

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16. Mai 2013 um 10:57

Hallo nachtschwärmerin
Ich bin zufällig auf deinen Beitrag gestossen und deine Worte haben mich sehr berührt!

Ich bin zun100% der Meinung das man auch mit wenig Geld sehr glücklich sein kann!

Liebe, Zuneigung, Vertrauen, zusammen halt, all das kann man nicht kaufen.

Es gibt so viele Dinge die man tun kann ohne Geld, spielplatz, see, parks, in wäldern spazieren, tiere beobachten, ob am Wasser oder sonst wo ... Das alles kostet nichts ...

Ich würde dir raten dich mit anderen jungen Müttern zu treffen, krabbelgruppe etc ( ob dies was kostet weiss ich nicht, das amt fragen ob diese ein babyschwimmkurs oder do finanzieren)


Ich denke, das Geld kein Grund fürs weg geben ist ...

Basteln, malen, spielen, frische luft und vieles schönes was man bei wind u wetter draussen machen kann möchte ich für kein Geld der Welt aus meiner Kundheit streichen!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deine Entscheidung!

Wenn du weiterhin zweifelst würde ich dir ärtzliche Hilfe empfehlen..! Schaden kann es nicht !

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17. Mai 2013 um 16:43

Ich würde meine
Tochter nie weggeben! Hallo ersteinmal. Ich bin 23 habe eine fast 3 jährige Tochter, bin in der 13 Wochev. Schwanger und bin Alleinerziehend! Ich bin nierenkrank und habe derzeit starke schmerzen! Ich beziehe auch Hartz 4, bin mit den nerven am Ende oft, da ich auch kaum unterstützt werde! Trotzdem würde ich meine Tochter nie im Leben weggeben! Geld ist nicht alles! Einzelne Momente machen das Leben um so schöner, wie zsm kuscheln, Bücher lesen, Enten füttern usw. Wenn es mir schlecht geht gucke ich in die Augen meiner Tochter und sehe wie glücklich sie ist und das macht mich auch glücklich! Wenn sich der Vater und deine Familie nicht drum kümmert, Stelle dir mal vor wie sich deine Tochter fühlt, wenn du sie auch wegschiebst! Suche dir Hilfe und Unterstützung vom Jugendamt und pro familia bzw Caritas die bieten dir eine umfangreiche psychologische Beratung!

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18. Mai 2013 um 18:22

Viel Verantwortung, aber ...
Mit 18 bist Du noch sehr jung für so viel Verantwortung. Ich verstehe vollkommen, dass Du überfordert bist, vor allem so ganz ohne Hilfe und mit gesundheitlichen Problemen.Ich hoffe, Du bekommst zumindest Alimente vom Kindsvater? Wenn nicht, musst Du einfordern. Und wenn er nichts hat, springt das Jugendamt ein.
Ich glaube aber, wenn man mal 9 Monate sein eigenes Kind bei sich gehabt hat, dass man das nicht so leicht verkraftet, das wegzugeben. Hättest Du keine Bindung zu dem Kind, klar, in einer Adoptivfamilie geht es dem gut. Die werden ja auch sehr penibel ausgesucht, gerade für die Adoption so kleiner Kinder gibt es sehr viele Bewerber und es gibt auch noch Nachkontrollen, wenn wer genommen wurde. Schlechtes Gewissen müsstest Du keins haben, aber das Kind wäre doch irgendwie entwurzelt und vor allem glaube ich nicht, dass eine Mutter, die sich 9 Monate lang um ihr Kind gekümmert hat und das auch liebt, glücklich wird, wenn es woanders ist.

Aber gerade in dem Alter wäre man ja eine Kandidatin für ein Mutter-Kind-Heim. Da geht es nicht nur drum, einen mit der Miete zu entlasten, man wird auch psychologisch unterstützt und rechtlich beraten. Sicher helfen sie Dir auch mit einer Ausbildung. Mit dann 19 bist Du ja jung genug, da steht Dir vieles offen. Und dann kannst Du auch mehr verdienen, wobei Geld nicht alles ist. Aber mit einer Ausbildung bist Du ja selbst auch stolz und dann ausgeglichener. Es ist für das Kind auch schlimm, wenn Mama dauernd weinen muss, und irgendwann bekommt die Kleine das ja auch mit.
Und Deine Eltern MÜSSEN Dich unterstützen, wenn Du eine Ausbildung machst. Auch wenn Du volljährig bist. (Nicht unbeschränkt, aber bis 27 sollte es gehen.) Das wäre auch eine Sache, wo Dich das Arbeitsamt beraten kann. Manchmal muss man auch einfach die richtigen Fragen stellen.

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20. Mai 2013 um 16:44


Hallo

Erstmal danke für die zahlreichen Beiträge und den vielen privaten Nachrichten.
Ich hatte wohl vergessen zu erwähnen das ich bereits in einer teilstationären Mutterkindhilfe wohne, das heißt ich hab meine eigene Wohnung (die ja so oder so bis September bzw bis Ausbildungsschluss vom Amt getragen wird) und ich habe tagsüber meine Ansprechpartner. So lautet zumindest das Konzept. Die Wohnung ist allerdings in einem katastrophalen Zustand gewesen als ich hier hingezogen bin, habe das dem Jugendamt gemeldet, die das allerdings herzlich wenig interessiert hat.

Auch die Arbeitsmoral der hier arbeitenden Sozialpädagogen ist mehr als fragwürdig. Von 5 Frauen arbeiten hier 2 regelmäßig, die anderen kommen aus dem Urlaub, arbeiten 3 Tage und melden sich dann 3 Wochen krank. Man merkt im Umgang mit mir und den anderen Frauen das hier keiner Lust hat zu arbeiten.

Was das rechtliche betrifft habe ich gott sei Dank einen guten Anwalt, der auch ein Freund von mir ist.

Was den Kindsvater betrifft...Dieser steht noch nicht mal in der Urkunde. Ich bin vor Gericht gegangen um die Anerkennung zu erzwingen, es folgte ein Vaterschaftstest der dank eines bürokratischen Fehler auf meinen Schultern lastet. Zumindest ein Teil davon. Nun, ich warte immer noch darauf das er nun solangsam in die Urkunde kommt, aber wer in Deutschland wohnt kennt die Dauer solcher Verfahren..

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