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Wie und wann habt ihr dem Kind die Trennung erklärt?

20. Januar 2015 um 21:55

In Kleine Thread gab es ja schon Beispiele, wie man sowas einem Kind "beibringen kann", ich wollte aber mal noch mehr hören, was ihr genau gesagt habt...

Ich hab meiner Kleinen vorgestern irgendwie was gesagt, aber ich weiss nicht, ob das so gut war
Sie ist 4 Jahre alt.

Ein intaktes Familienleben hat sie ca. 1.5j gehabt, dann gabs Stress, ich wollte gehen und blieb dann doch, ab da hat es sich nicht mehr wirklich erholt leider. Mit 2 und etwas haben wir dann schon getrennt geschlafen, ich bei der Kleinen im Zimmer, mit 3 ist Papa dann ausgezogen, gleichzeitig sind wir dann umgezogen. Bedeutet, dass alles sehr fließend war und die Kleine gar nicht wirklich weiss, was jetzt nun "eine richtige Familie" ist, und was unsere Situation ist...Sie war viel zu klein, denk ich.

So langsam pendelt sich alles ein, sie ist oft beim Papa, schläft auch oft dort, für sie ist es ihre Normalität hab ich das Gefühl... Sie ist nicht traurig oder fragt auch nicht die typischen Dinge wie "habt ihr euch nicht mehr lieb" , "warum schläft/wohnt Papa nicht hier", garnichts...

Naja auf jeden Fall, hab ich sie gestern gefragt, was sie denkt, warum Papa nicht hier wohnt. Sie antwortete, damit die Oma nicht alleine ist (Ja, mein 47j alter Ex ist zu Mutti...), das war schon lustig

Ich hab dann erklärt, dass es Familien gibt, wo Mama, Papa und Kind zusammenleben, weil Mama und Papa verliebt sind und zusammen sein wollen. Und Familien, da sind Mama und Papa nur Freunde, weil sie zusammen sich nicht so gut vertragen. Wie sie, sie hat in der Schule ja auch Freunde, die sie sehr lieb hat und manche, mit denen sie sich nicht so toll versteht... Auf jeden Fall haben beide Arten von Mamas und Papas ihre Kinder sehr lieb

Jetzt weiss ich gar nicht, ob ich vielleicht nicht lieber meine Klappe gehalten hätte... Eigtl hatte sie ja keine Probleme so wie es war. Aber ich hatte irgendwie das Gefühl, ihr eine Information vor zu enthalten, sie soll ja schon wissen wie es "normal" wäre und dass unsere Situation eben nicht "normal"...Sie soll ja schon ein richtiges Bild von Familie bekommen, ob sie das nun hat oder nicht.

Könnt ihr mir eure Gedanken dazu sagen und wie ihr das Thema gehandhabt habt?

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21. Januar 2015 um 9:40

Bei
mir verlief es ähnlich wie bei dir, es war ein fliessender Übergang und mein Sohn hat das "normale"Familienleben auch nicht wirklich kennengelernt, von daher hat er es eher akzeptiert bzw. hatte ich das Gefuehl es war /ist kein grosses Problem fÜr ihn.
Ich habe ihm damals gesagt, dass Papa und Mama nun jeder eine eigene Wohnung hat, damit sie sich nicht immer so streiten und jeder sein Platz hat und dass er /unser Sohn nun zwei Wohnungen hat.
Ich habe ihm nur das gesagt was noetig ist und was er auch greifen kann- also die aktuelle Situation geschildert und eher auch das positive daraus gepickt.
Ich denke, mein Sohn hat auch vieles gespúrt, dass die Atmosphaere nun anders ist, entspannter- dass Mama und Papa zufriedener sind ( wir kommen seit der Trennung auch besser miteinander klar, als davor)
von daher sah ich nie ein Anlass dazu , ihm von lieb haben und nicht lieb haben und was eigentlich eine "normale" Familie ist und was nicht zu erklären.
Es gibt eben auch nicht mehr das "richtige" Bild von einer Familie. Und fÜr dich bzw. euch war es die richtige Entscheidung zu trennen.
Ich würde die ganze Sache/Thema nur dann ausfuehrlich erklaeren ( was ist Familie und warum leben Mama und Papa nicht mehr zusammen usw.) wenn das Kind auch wirklich fragt oder man selber das Gefuehl hat, es ist irritiert, versteht das Ganze nicht richtig ( vielleicht kommt das bei meinem Sohn noch, wenn er älter wird und sich noch mehr mit anderen Kindern vergleicht)

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