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Wie war das bei euch? Liebe nach der Geburt zum Baby.

4. Juni 2017 um 11:57

Da ich gestern viel in dem Thread gelesen habe, der hier große Wellen schlägt, habe ich mir Gedanken gemacht, wie das bei mir damals war.

Überall liest man, dass man nach der Geburt so große Liebe empfindet, wie man sie so nie kannte...unendliche Liebe...das größte überhaupt und und und. Man liest es überall...hier...Instagram etc. wenn ein Baby geboren wurde oder Eltern von der Geburt erzählen.

Ich muss ehrlich sagen, dass das bei mir nicht so war. Mein Sohn war gerade mal 5 Minuten auf der Welt und ich dachte mir "Das ist nun also mein Kind.". Wenige Stunden später lag ich mit ihm auf dem Bett und wir sahen uns an und ich dachte mir "Da sind wir zwei jetzt. Du bist also der, der mir immer auf der Blase rumgehüpft ist.".
Ich hatte das Gefühl ihn beschützen zu müssen, ich fand ihn süß und er roch so gut, aber unendliche Liebe war das nicht. Ich kannte ihn ja nicht...ich kannte seine Bewegung im Bauch, ich habe ihn ein paar mal auf dem US gesehen, ich kannte seine Schlafgewohnheiten, aber ich kannte ihn nicht wirklich.
Meine Liebe zu ihm entwickelte sich Tag für Tag...je mehr ich ihn kennenlernte, desto größer wurde die Liebe.
Ich liebe meinen Sohn so sehr, aber was liebe ich denn an meinem Kind? Ich liebe es wie er mich anlacht. Ich liebe seine Art und Weise. Sein Charakter ist so unglaublich liebenswert. Ich liebe seinen Humor. Ich liebe es wie er mich umarmt. Ich liebe es, wenn er mir sagt, warum er mich so sehr liebt. Ich liebe es, wenn er mir Komplimente macht.
Je älter er wurde, desto größer wurde meine Liebe, weil ich ihn immer mehr kennenlernte...jeden Tag ein bisschen mehr.

Wenn ich dann so sehe, wie andere ihre Liebe nach der Geburt beschreiben, dann frage ich mich auch, ob etwas mit mir nicht okay war, dass ich die Zeit brauchte ihn kennenzulernen und dadurch meine Liebe zu ihm wachsen konnte.
Was lieben sie nach der Geburt so sehr an ihren Kindern und warum hatte ich das nicht?

Wie war das bei euch? Habt ihr auch meine Erfahrung erlebt oder gehört ihr zu der Fraktion "Unendliche Liebe nach der Geburt."?

Liebste Grüße

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4. Juni 2017 um 12:20
In Antwort auf carpe3punkt0

Da ich gestern viel in dem Thread gelesen habe, der hier große Wellen schlägt, habe ich mir Gedanken gemacht, wie das bei mir damals war.

Überall liest man, dass man nach der Geburt so große Liebe empfindet, wie man sie so nie kannte...unendliche Liebe...das größte überhaupt und und und. Man liest es überall...hier...Instagram etc. wenn ein Baby geboren wurde oder Eltern von der Geburt erzählen.

Ich muss ehrlich sagen, dass das bei mir nicht so war. Mein Sohn war gerade mal 5 Minuten auf der Welt und ich dachte mir "Das ist nun also mein Kind.". Wenige Stunden später lag ich mit ihm auf dem Bett und wir sahen uns an und ich dachte mir "Da sind wir zwei jetzt. Du bist also der, der mir immer auf der Blase rumgehüpft ist.". 
Ich hatte das Gefühl ihn beschützen zu müssen, ich fand ihn süß und er roch so gut, aber unendliche Liebe war das nicht. Ich kannte ihn ja nicht...ich kannte seine Bewegung im Bauch, ich habe ihn ein paar mal auf dem US gesehen, ich kannte seine Schlafgewohnheiten, aber ich kannte ihn nicht wirklich.
Meine Liebe zu ihm entwickelte sich Tag für Tag...je mehr ich ihn kennenlernte, desto größer wurde die Liebe.
Ich liebe meinen Sohn so sehr, aber was liebe ich denn an meinem Kind? Ich liebe es wie er mich anlacht. Ich liebe seine Art und Weise. Sein Charakter ist so unglaublich liebenswert. Ich liebe seinen Humor. Ich liebe es wie er mich umarmt. Ich liebe es, wenn er mir sagt, warum er mich so sehr liebt. Ich liebe es, wenn er mir Komplimente macht. 
Je älter er wurde, desto größer wurde meine Liebe, weil ich ihn immer mehr kennenlernte...jeden Tag ein bisschen mehr.

Wenn ich dann so sehe, wie andere ihre Liebe nach der Geburt beschreiben, dann frage ich mich auch, ob etwas mit mir nicht okay war, dass ich die Zeit brauchte ihn kennenzulernen und dadurch meine Liebe zu ihm wachsen konnte. 
Was lieben sie nach der Geburt so sehr an ihren Kindern und warum hatte ich das nicht?

Wie war das bei euch? Habt ihr auch meine Erfahrung erlebt oder gehört ihr zu der Fraktion "Unendliche Liebe nach der Geburt."? 

Liebste Grüße 

Ja bei mir war das auch so. Klar der beschützerinstinkt war gleich da, auch fand ich sie sofort supersüß, aber ja die liebe musste erst wachsen...denke das hängt auch damit zusammen, dass sie so vollkommen unerwartet in mein leben kam u ich eigentlich noch nicht bereit war..ich musste mich da erst reinfinden..und zweitens bin ich auch nicht der typ mensch, der sehr emotional ist..also schon irgendwo, aber nicht auf die schnelle..kann das nicht genau erklären, aber es ist sicher eine typsache auch..

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4. Juni 2017 um 13:46

Bei mir war es auch nicht so, dass ich sofort von Glücksgefühlen geflashed war. Und ich finde das ganz wichtig, es auch mal so auszusprechen. Damals war ich nämlich enttäuscht von mir selber, da man ja überall immer nur von dem Hormonschub und der unendlichen Liebe fürs Baby liest.

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4. Juni 2017 um 14:31
In Antwort auf carpe3punkt0

Da ich gestern viel in dem Thread gelesen habe, der hier große Wellen schlägt, habe ich mir Gedanken gemacht, wie das bei mir damals war.

Überall liest man, dass man nach der Geburt so große Liebe empfindet, wie man sie so nie kannte...unendliche Liebe...das größte überhaupt und und und. Man liest es überall...hier...Instagram etc. wenn ein Baby geboren wurde oder Eltern von der Geburt erzählen.

Ich muss ehrlich sagen, dass das bei mir nicht so war. Mein Sohn war gerade mal 5 Minuten auf der Welt und ich dachte mir "Das ist nun also mein Kind.". Wenige Stunden später lag ich mit ihm auf dem Bett und wir sahen uns an und ich dachte mir "Da sind wir zwei jetzt. Du bist also der, der mir immer auf der Blase rumgehüpft ist.". 
Ich hatte das Gefühl ihn beschützen zu müssen, ich fand ihn süß und er roch so gut, aber unendliche Liebe war das nicht. Ich kannte ihn ja nicht...ich kannte seine Bewegung im Bauch, ich habe ihn ein paar mal auf dem US gesehen, ich kannte seine Schlafgewohnheiten, aber ich kannte ihn nicht wirklich.
Meine Liebe zu ihm entwickelte sich Tag für Tag...je mehr ich ihn kennenlernte, desto größer wurde die Liebe.
Ich liebe meinen Sohn so sehr, aber was liebe ich denn an meinem Kind? Ich liebe es wie er mich anlacht. Ich liebe seine Art und Weise. Sein Charakter ist so unglaublich liebenswert. Ich liebe seinen Humor. Ich liebe es wie er mich umarmt. Ich liebe es, wenn er mir sagt, warum er mich so sehr liebt. Ich liebe es, wenn er mir Komplimente macht. 
Je älter er wurde, desto größer wurde meine Liebe, weil ich ihn immer mehr kennenlernte...jeden Tag ein bisschen mehr.

Wenn ich dann so sehe, wie andere ihre Liebe nach der Geburt beschreiben, dann frage ich mich auch, ob etwas mit mir nicht okay war, dass ich die Zeit brauchte ihn kennenzulernen und dadurch meine Liebe zu ihm wachsen konnte. 
Was lieben sie nach der Geburt so sehr an ihren Kindern und warum hatte ich das nicht?

Wie war das bei euch? Habt ihr auch meine Erfahrung erlebt oder gehört ihr zu der Fraktion "Unendliche Liebe nach der Geburt."? 

Liebste Grüße 

Ich hatte bei beiden sofort das Gefühl das sie schon immer da gewesen sind und ich beide überalles liebe . Irgendwie ist das schwer zu beschreiben. 

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4. Juni 2017 um 15:04

bei mir wars ganz komisch. Ich war gerade 17 geworden als meine Tochter zur Welt kam. Ich hatte keine Ahnung von gar nichts - geschweige von Babys!

Und bis zur Geburt konnt ich mir nicht einmal vorstellen, dass ein Menschlein einmal ''Mama'' zu MIR sagen würde!

Aber nach der Entbindung, als ich sie in den Arm gelegt bekam, war da ein unbekanntes Gefühl und ich musste das Bündel beschützen und unendlich lieb haben, weil ich gar nicht anders konnte. So viel Zärtlichkeit gab es dann nur noch bei der Geburt meines Sohnes, 2 Jahre später.

War das ein ''Wunschkind''?

Ganz und gar nicht. Der Kindsvater, obwohl immerhin schon damals 24, hatte sich von seinen Freunden beraten lassen. Das heißt, die wussten Adressen, wo man hingehen konnte als Frau, um sich ein Kind ''wegmachen'' zu lassen.

- Wenn SO Liebesbeweise aussehen, dann sollte man die Liebe besser abschaffen, finde ich -

Damit will ich sagen, dass ich keineswegs wusste, wie unsere Zukunft aussehen würde - ob mit dem Vater oder alleine, ohne ihn - das Kind zu entfernen wäre für mich nie eine Option gewesen - irgendwie schafft man es nämlich immer, wenn man das möchte und Hilfe gibt es auch überall, wenn man darum bittet.

Und wenn ich davon lese, wie leichtfertig über ein Kind befunden wird, muss ich noch heute weinen. Und das, obwohl ich weißgott nicht alles richtig gemacht habe in meinem Leben!

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4. Juni 2017 um 17:55

hey Du - das finde ich wirklich sehr schade. Wolltest Du denn nie ergründen für Dich, warum das so ist und woher das kommt?

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4. Juni 2017 um 17:57

ich denke liebe von Anfang an ist zu groß dargestellt,freude auf ein kleines wunder,und diese Freude könnte man vielleicht auch als liebe deklarieren,trifft es glaube ich eher.denn dieser gefühls-tumult zwischen "endlich ist alles vorbei,und wie wird es wohl,und alle freuen sich das man selber und das baby wohl auf sind,und endlich ist mein baby da und und und"all das löst ja jede menge gefühle aus,und um das ganze auf den punkt bringen zu können,nennt man es eben liebe von Anfang an.
wenn ich zurück denke als mein ältester auf die Welt kam,ab dem ersten realen blick,gehörte mein herz ihm,denn er war mein,mein kind,mein baby,ein geschenk irgendwie,für das ich gelitten hatte und es nie bereuen könnte.genauso bei all seinen geschwistern.ich glaube mutterliebe entsteht aus der Freude am mama sein.....man kennt es ja vorher nicht,aber wenn man es kennt,dann liebt man sein mama sein und jedes seiner Kinder.
lg

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4. Juni 2017 um 18:39
In Antwort auf waldmeisterin1

Bei mir war es auch nicht so, dass ich sofort von Glücksgefühlen geflashed war. Und ich finde das ganz wichtig, es auch mal so auszusprechen. Damals war ich nämlich enttäuscht von mir selber, da man ja überall immer nur von dem Hormonschub und der unendlichen Liebe fürs Baby liest.

Ohja ich kann mich erinnern, dass eine freundin von mir das sooo extrem beschrieben hat..dieses hormonhigh und gleich sooo die gr liebe auf den ersten blick...bei mir war das eben nicht so...eben alles zaghafter...und ich hab mir insgeheim echt etwas "vorwürfe" gemacht u mich gefragt was mit mir los ist, weil ich das nicht so extrem empfunden hab..da tut es echt gut sich dann darüber mit anderen auszutauschen, die da auch nicht gleich sooo geflasht waren 

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4. Juni 2017 um 18:44

Und es ist auch viel definitionssache..was liebe, was verliebtheit, was tiefe freude etc. Ist das alles was anderes oder aöles unterschiedlich, wer definiert und empfindet was wie...kann man schwer vergleichen...

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4. Juni 2017 um 18:56

Direkt nach der Geburt war ich ehrlicherweise primär froh darüber, dass ich die Wehen hinter mich gebracht und keine Schmerzen mehr hatte. Ich habe im ersten Moment auch eher gedacht: "wow, so sieht der kleine Mann jetzt aus" und im zweiten Moment habe ich ganz nüchtern und rational geschaut, ob alles dran ist, was dran sein muss. 
Alledings war von Anfang an ein ganz großer Beschützerinstinkt in mir. Ungefähr 3-4 Stunden nach der Geburt habe ich mich dann vermutlich in in verliebt. Es gab einen Augenblick, wo er mich angesehen hat und da war es um mich geschehen 

Was ich besonders an ihm liebe, kann ich gar nicht richtig sagen. Ich finde ihn tatsächlich perfekt so, wie er ist. Er sieht perfekt aus und auch sein Charakter ist toll. Das kommt sicherlich daher, dass er mir sehr (!) ähnlich sieht und auch charakterlich fast alle Züge von mir hat. Ich empfinde es aber auch so, dass meine Liebe zu ihm nicht an irgendwelche Bedingungen geknüpft ist. Das ist doch auch das besondere an der elterlichen liebe: man liebt diese kleinen Geschöpfe egal wie sie aussehen, was sie tun oder wie sie sich charakterlich entwickeln. 

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4. Juni 2017 um 20:13
In Antwort auf carpe3punkt0

Da ich gestern viel in dem Thread gelesen habe, der hier große Wellen schlägt, habe ich mir Gedanken gemacht, wie das bei mir damals war.

Überall liest man, dass man nach der Geburt so große Liebe empfindet, wie man sie so nie kannte...unendliche Liebe...das größte überhaupt und und und. Man liest es überall...hier...Instagram etc. wenn ein Baby geboren wurde oder Eltern von der Geburt erzählen.

Ich muss ehrlich sagen, dass das bei mir nicht so war. Mein Sohn war gerade mal 5 Minuten auf der Welt und ich dachte mir "Das ist nun also mein Kind.". Wenige Stunden später lag ich mit ihm auf dem Bett und wir sahen uns an und ich dachte mir "Da sind wir zwei jetzt. Du bist also der, der mir immer auf der Blase rumgehüpft ist.". 
Ich hatte das Gefühl ihn beschützen zu müssen, ich fand ihn süß und er roch so gut, aber unendliche Liebe war das nicht. Ich kannte ihn ja nicht...ich kannte seine Bewegung im Bauch, ich habe ihn ein paar mal auf dem US gesehen, ich kannte seine Schlafgewohnheiten, aber ich kannte ihn nicht wirklich.
Meine Liebe zu ihm entwickelte sich Tag für Tag...je mehr ich ihn kennenlernte, desto größer wurde die Liebe.
Ich liebe meinen Sohn so sehr, aber was liebe ich denn an meinem Kind? Ich liebe es wie er mich anlacht. Ich liebe seine Art und Weise. Sein Charakter ist so unglaublich liebenswert. Ich liebe seinen Humor. Ich liebe es wie er mich umarmt. Ich liebe es, wenn er mir sagt, warum er mich so sehr liebt. Ich liebe es, wenn er mir Komplimente macht. 
Je älter er wurde, desto größer wurde meine Liebe, weil ich ihn immer mehr kennenlernte...jeden Tag ein bisschen mehr.

Wenn ich dann so sehe, wie andere ihre Liebe nach der Geburt beschreiben, dann frage ich mich auch, ob etwas mit mir nicht okay war, dass ich die Zeit brauchte ihn kennenzulernen und dadurch meine Liebe zu ihm wachsen konnte. 
Was lieben sie nach der Geburt so sehr an ihren Kindern und warum hatte ich das nicht?

Wie war das bei euch? Habt ihr auch meine Erfahrung erlebt oder gehört ihr zu der Fraktion "Unendliche Liebe nach der Geburt."? 

Liebste Grüße 

Bei mir war es ganz klassisch Liebe auf den 1. Blick. Meine Zwillingsschwangerschaft war sehr anstregend und kompliziert da meine Tochter schwer krank ist. Daher musste es auch ein Kaiserschnitt werden und sie haben sie direkt nach der Geburt auf die Kinderintensivstation gebracht, weil sie evtl. Direkt am Herzen operiert werden musste. Meine Sohn hatte anpassungsschwierigkeiten und so lag ich im Aufwachraum ohne Kind und hab Rotz und Wasser geheult. Es hieß ich darf erst zu meiner Tochter wenn ich selbständig stehen kann. Nach einer Stunde hab ich meinen Sohn bekommen, bin aufgestanden und direkt zu meiner Tochter. Ich war von der Liebe so voller Kraft dass ich eig. Keine Schmerzen hatte...

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4. Juni 2017 um 21:20

Bei mir ist es immer gleich. Egal ob zum Partner oder zu den Kindern. Bei mir entwickelt sich Liebe mit der Zeit. Ich hatte nicht diese innige Bindung direkt nach der Geburt. Aber das macht ja nichts. Wenn man sie aufwachsen sieht, sie das erste mal Lächeln, das erste mal sich drehen, krabbeln oder die ersten Schritte in deine Arme machen. Das erste mal bewusst Mama sagen oder einen bewusst umarmen. Das lässt bei mir Liebe wachsen.
jetzt nach 3,5 und 2 Jahren sind sie mein Herz und meine Seele!!! Aber trotzdem hört diese Liebe nicht auf zu wachsen habe ich das Gefühl

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4. Juni 2017 um 22:37

also bei mir hat es beim 2.kind auch etwas gedauert und ich musste lange darüber grübeln. ich hatte eine explosion von liebe erwartet, liebe die so groß ist, das es schmerzt usw. aber das kam nicht- während mein freund vor freude geweint hat und unsere tochter nicht mehr hergeben wollte und tagelang im rausch war, auf wolke 7 schwebte, waren meine gefühle nicht wie erwartet sehr bescheiden. also ich mochte sie schon, ich war glücklich das sie da war, aber es kamen nicht diese gefühle, die ich erwartet hatte- ich wollte erstmal mich ausruhen, hatte schmerzen, war traurig, dass ich keine natürliche geburt hatte und froh, wenn mein freund sie im arm hatte. ich musste mich auch erstmal wieder mit der neuen situation einfinden und gleichzeitig wusste ich ja schon was so alles kommt. beim 1. kind war das anders, da war alles neu und spannend, beim 2. kind gefühlt routinierter, pragmatischer.
aber die liebe ist gewachsen und jetzt nach 2 Jahren fühle ich diese Liebe zu ihr ganz tief und innig.

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5. Juni 2017 um 10:42

Mein erster Gedanke nach der Geburt (Kaiserschnitt) und dem ersten Blick auf mein Baby war: Du bist aber hässlich! 😂 Das änderte aber nichts am Gefühl, was mich dann kurz darauf überflutete. Ich würde es nicht Liebe nennen, denn ich kannte das kleine Menschlein ja gar nicht und war einfach nur neugierig. Ich kann diesem Gefühl schlecht einen Namen geben, es war einfach überwältigend. Eine Mischung aus Freude, Glück, Erleichterung, Neugier und dem Wunsch es zu beschützen. Ich hatte das große Bedürfnisse das Mäuschen ständig anzugucken, anzufassen und auf es aufzupassen. Das Gefühl war irgendwie magisch, einfach sooooo schön, trotz Schmerzen. 

Wenn ich mir heute, knapp ein Jahr später, nochmal Bilder aus dem Krankenhaus anschaue, dann kommt dieses magische Gefühl noch mal hoch... ich kann es wieder spüren, aber schlecht benennen. Ein total tolles Gefühl. 

Heute liebe ich mein Kind sehr und werde sehr emotional, wenn ich Bilder von gequälten Kindern oder Tieren sehe oder Berichte lese - da muss ich sofort an mein Baby denken und es schnürt mir die Kehle zu. Auch der Thread, den du ansprichst, hat mich emotional sehr getroffen. Ich hab da immer mein Baby vor Augen und kann die Ablehnung der Mama so gar nicht nachvollziehen kann und mir das Baby so leid tut. 

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5. Juni 2017 um 18:17

Nö, es geht nur darum, dass sehr viele prophezeien, dass ausnahmslos alle Mütter total geflasht sind. Aussagen wie : "Wenn das Kind da ist bist Du überglücklich und die Geburtsschmerzen sind vergessen."

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5. Juni 2017 um 19:01

Für mich war das tollste Gefühl nach der Geburt, dass die K*tzerei vorbei war und ich endlich was essen konnte

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5. Juni 2017 um 21:24

Ich danke euch für die ehrlichen Antworten und ich bin froh, dass es doch sehr gemischte Erfahrungen gibt. Dieses "Ich war nicht sofort voller Liebe." hört man ja eher selten.

Ich bin zwar auch ein sehr emotionaler Mensch, aber ich brauche allgemein Zeit bis es "funkt". Das ist bei Freundschaften, Männern und eben auch meinem Sohn so. Ich habe noch nie die Liebe auf dem ersten Blick erlebt. Meinen Mann fand ich interessant, dann anziehend, dann war ich verliebt und daraus hat sich Liebe entwickelt.

Wenn ich heute an die Geburt denke oder mich etwas daran erinnert, dann bin ich sehr emotional. Ich fange an zu weinen, wenn im TV ein Baby geboren wird, weil ich mich daran erinnere, wie mein Sohn geboren wurde. In dem Moment läuft mein Herz über vor Liebe, aber bei der eigentlichen Geburt war es nicht dieses Gefühl. Ich war erleichtert, dass er raus war und da lag dann dieser kleine Buddha auf mir.
Ich fand es auch nicht toll oder erregend...es tat einfach nur weh.

ich will niemandem diese Liebe auf den ersten Bick absprechen. Nur weil ich das nicht hatte, heißt es nicht, dass es das nicht gibt. 
Ich finde es wichtig, dass man das aber auch mal ausspricht und zu verstehen gibt, dass es nicht unnormal ist, wenn man nicht gleich herzchen in den Augen hat. Man ist ja nicht emotionslos oder bindungsgestört...man hat ja trotzdem das Bedürfnis das kleine Wesen zu beschützen und ist fasziniert von dem Baby, aber Liebe ist eben doch nochmal etwas anderes.

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5. Juni 2017 um 21:44

Bei uns war es von Anfang an bedingungslose Liebe. 
Als sie noch im Bauch waren, wuchsen diese Gefühle von Tag zu Tag, aber als sie da waren, wussten wir sofort, dass es Liebe pur ist. 
Mein Mann hatte diese Gefühle erst mit der Geburt. Die Kinder waren ihm nie egal als ich schwanger war, aber er war da schon distanzierter, eben weil sie in meinem Bauch waren und nicht in seinem. 
Aber als er die Kinder das erste Mal gesehen hat, hat man die Liebe die er für sie empfindet gespürt (er hat unseren 1. Vor mir gesehen, da es ein notks war). Als er bei Sohnemann 1 in den Aufwachraum kam und ich sein Strahlen in den Augen gesehen habe, wusste ich dass meine Sorgen, dass er sein Kind nicht lieben könnte, vergessen sind.

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6. Juni 2017 um 20:14

Ich hatte eine Spontangeburt und Nachwehen...nicht zu vergleichen mit den eigentlichen, aber zu vergleichen mit sehr starken Mensschmerzen.
Ich habe bis heute noch nicht den Schmerz vergessen. Nicht die Wehen, aber dieses "ich zerreiße am Muttermund gefühlte bei jeder 2. Wehe.", habe ich nicht mal im Ansatz vergessen. Nach 6 Jahr weiß ich noch ganz genau wie sich das angefühlt hat und wenn ich nur daran denke, zieht sich bei mir untenrum alles zusammen. 

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6. Juni 2017 um 20:21

Ich sag meinen Freundinnen aber auch immer das, wenn das Kind da ist, die Schmerzen "vergessen" sind. Bei mir war es irgendwie auch so. Ok meine Geburten waren "easy" beide waren innerhalb 2 Stunden da von der ersten Wehe ab. Aber es war wirklich alles sofort weg als beide raus waren und ich musste bei beiden genäht werden, aber das war für mich absolut nicht schlimm. Ich weiß das die 2te Geburt schlimmer, viel schlimmer war, da ich da kein Schmerzmittel hatte, beim Großen hatten sie mir Buscopan gespritzt da hab ich fast nix mehr ausser eben den Kopf gespürt. Aber auch beim kleine, da kannte ich das ja alles schon, ich war als er draussen war völlig relaxed. 

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7. Juni 2017 um 6:29

wenn das baby da ist,sind auch mal die (wehen)schmerzen weg,das stimmt,aber die nachwehen sind ein ganz anderes kapittel.bei den ersten beiden gings so,bei nummer drei hats mich umgehauen und beim letzten(Nummer 5) dachte ich ich bekomm noch eins...so heftig war das.im spital haben auch alle gesagt,das es ab dem dritten Kind schlimmer wird...vergessen kann ich das auch nicht,aber immerhin ist es vorbei

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7. Juni 2017 um 6:29

wenn das baby da ist,sind auch mal die (wehen)schmerzen weg,das stimmt,aber die nachwehen sind ein ganz anderes kapittel.bei den ersten beiden gings so,bei nummer drei hats mich umgehauen und beim letzten(Nummer 5) dachte ich ich bekomm noch eins...so heftig war das.im spital haben auch alle gesagt,das es ab dem dritten Kind schlimmer wird...vergessen kann ich das auch nicht,aber immerhin ist es vorbei

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