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Wo hört das Verwöhnen des kleinen Babys auf und fängt die Erziehung an?

4. September 2008 um 10:34 Letzte Antwort: 4. September 2008 um 14:08

Hallo zusammen,

unsere kleine Tochter ist nun etwas über 3 Wochen alt und wir fragen uns, ob nun der Zeitpunkt kommt, wo es Zeit wird, die Erziehung mal härter zu verfolgen. Konkret haben wir z.B. das Problem Abends beim Einschlafen, dass die Kleine nicht in Ihrem Bett schlafen will, sondern am Liebsten permanent auf / bei Papa / Mama sein möchte - ansonsten wird geschrien. Wie sind da eure Erfahrungen? Wenn das Baby komplett versorgt ist und auch keinen Hunger hat, ist es dann der richtige Weg, das Kind einfach mal ein paar Nächte im Bett schreien zu lassen bis es sich damit abfindet, dass es nunmal in seinem eigenen Bett zu schlafen hat?

Unsere Hebamme meinte sowieso "bereits an Tag 1 entscheidet sich, wer hier wen erzieht"...das fanden wir aber noch etwas krass, da konnten wir bei einem frisch geborenen Baby noch nicht so richtig konsequent sein...oder seht ihr das anders?

Eine weitere Sache bei uns ist das Stillen...die Kleine isst in extrem vielen Etappen, das bedeutet, dass sie ein paar Schlücke aus der linken Brust nimmt...dann ein paar Minuten später kommt sie wieder und will die rechte Brust...dann nach 10 Minuten kommt sie wieder und will wieder essen...und das wiederholt sich so 4-6 Mal pro Stillen ---> das bedeutet natürlich viel Stress und Energieverlust für meine Frau, vor allem auch Nachts.

Müssen wir das beim Stillen einfach akzeptieren oder wäre auch hier eine erzieherische Maßnahme in Richtung "du bekommst einmal die Linke und einmal die Rechte und danach gibts 2 Stunden erstmal nichts mehr - fertig" sinnvoll?

Bin gespannt auf eure Tips und Erfahrungen.

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4. September 2008 um 10:53

...
Keine Sorge, ich bin kein Fake Die kleine liegt soeben auf meinem Bauch während ich hier tippe.
Der Tip mit dem Shirt ist interessant, danke.
Ja, Hebammen (vor allem die erfahrenen) sehen die Welt schon ein wenig anders (als Eltern mit ihrem ersten Kind, das natürlich noch mehr umsorgt wird) - da wird das ganze unter dem Aspekt

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4. September 2008 um 11:00

Hi
Hi Ayloo,

danke für deinen Kommentar. Also die kleine hat kein großes Bett, sondern einen Stubenwagen. Der wurde halt von Generation zu Generation vererbt, hat Tradition das Teil.

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4. September 2008 um 11:02

Hallo superdad
hör nicht auf so blöde tipps,wie sie dir eure hebamme sagt.

ein baby KANN man nicht verwöhnen! einem baby gibt man all seine liebe,man umsorgt es,man gibt ihm nähe...und all das hat NICHTS mit verwöhnen zutun!
verwöhnen fängt erst dann an,wenn es um materielles geht. ''papa,ich will das!'' ''ok.'' (ständig!) so verwöhnt man ein kind im negativen sinne.

verwöhnt euer kind (im positiven sinne) mit kuschelein und liebe! das braucht es! es ist doch noch so winzig und hat sonst niemanden.

es macht mich immer traurig solche threads zu lesen,in denen eltern fragen,ob sie ihr kind auf den arm nehmen sollen oder schreien lassen sollen.
nehmt es auf den arm,lasst es nicht leiden. und gebt ihm trinken wann sie es braucht.

sie schreit ja nicht um euch zu ärgern oder um euch zu provozieren,sondern wirklich nur dann,wenn sie euch braucht.

ein baby kommt auf die welt, ganz unbeschrieben wie ein blatt papier. erst die eltern 'formen' das kind,geben normen und werte mit,stärken das 'Ich' des kindes. und was soll eure kleine tochter dabei lernen?
sie soll doch lernen,dass mama und papa da sind.immer.
und durch schreien lassen,nicht füttern etc...da wird das urvertrauen total geschädigt - und das ist die wichtigste basis für die beziehung zwischen eltern und kind.


liebe grüße

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4. September 2008 um 11:13

Gute Frage!
unsere kleine Tochter ist jetzt 9 Wochen alt und wir hatten das Problem mit dem zubett gehen auch und haben es jetzt manchmal noch. Wir haben so mit 5/6 Wochen angefangen sie ans einschlafen im Bett zu gewöhnen. War am Anfang natürlich mit Geschrei verbunden und manchmal hat es auch gar nicht funktioniert. Wir haben sie auch mal schreien lassen aber gebracht hat das nix sie ist zwar dann vor Erschöpfung eingeschlafen aber am nächsten
Tag war das ganze dann genauso. Mittlerweile ist es so dass wenn ich merke dass sie kurz vor dem einschlafen ist dann legen wir sie ins Bett und reden noch mit ihr schaukeln den Stubenwagen und sie schläft ein. Hin und wieder ist sie aber so überdreht dass sie auch nur auf dem Arm einschläft. Also ich denke schon dass man die kleinen schon erziehen kann.
Das mit dem Stillen ist bei uns kein Problem mehr sie trinkt gut 10 min linke Seite 10 min rechte Seite. Was sagt eure Hebi zu ihrem Stillverhalten? Wir hatten anfangs das Problem dass sie immer eingeschlafen ist. Sie hat auch ein paar Schluck getrunken ist dann eingepennt und nach ein paar min wieder aufgewacht und wollte wieder trinken. Ich hab dann z.B. angefangen sie zwischen dem Seitenwechsel zu wickeln dann ist sie wieder munter geworden. Und ich hab sie nicht mehr einschlafen lassen an der Brust. hab ihr manchmal den stramper ausgezogen denn wenn es nicht so kuschelig warm ist dann schlafen sie auch nicht so schnell. Unter 2 h hab ich sie nie angelegt. Denn unsere Maus schläft seit Geburt nachts 5-6h jetzt sind es 7-8h sogar und dass ohne dazwischen zu essen also kann es eigentlich nicht sein, dass sie nach 2h schon am verhungern ist.

Lieber Gruß Mschaefle

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4. September 2008 um 11:18

Hallo
erstmal muss ich sagen,find ich klasse ,das du als mann/papa dich auch traust hier fragen zu stellen,das machen meiner meinung nach viel zu wenig männer...

also zum Thema schlafen kann ich berichten,das meine kleine am anfang auch nicht so wollte wie ich,d.h. ich hab sie aufm rücken oder seite in ihren stubenwagen gelegt und sie hat nur geschrien...wenn sie denn mal eingeschlafen war,ist sie nach kurzer zeit wieder wachgeworden weil sie sich erschreckt hat und war dann noch weniger zu beruhigen...also hab ichs mit bauchlage probiert und siehe da,es klappt...wenn ich sie hinlege,nögelt sie 2-3 minuten,strampelt mit den beinen und "robbt" ein wenig nach oben und dann schläft sie...

das heisst nun nicht,das ihr euer kind aufm bauch schlafen lassen sollt,aber vllt hilft eine andere schlaflage schon aus um den "terror" zu reduzieren.

Zum Thema stillen:
meine hebamme hat immer gesagt,15 min die eine brust,15 min die andere brust...dann is gut und wenn sie noch hunger hat soll ich zufüttern...

das kam mir aber ein wenig doof vor,also hab ich länger gestillt als mir gesagt wurde und nach kurzer zeit hatte ich mehr milch,sodass heutzutage sogar nurnoch eine brust pro mahlzeit ausreicht um die kleine satt zu kriegen.
Also mein tipp: jede brust 10-15 min,dann bäucherchen machen lassen,5-10 min warten und nochmal dranhängen...
es dauert nicht lange und es spielt sich ein.Und am besten alles was nur irgentwie ablenken könnte meiden,also fernsehn aus,radio aus was auch immer AUS
dann sollte sie euer baby eigentlich satt trinken..

also mit "erziehung" kommste da nicht weit...
aber ich bin mir sicher ihr schafft das schon...xD

lg Cari+Victoria 11wochen5tage

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4. September 2008 um 11:58

Hui hier gehts ja ab
Danke für die vielen neuen Beiträge erstmal, sehr interessant eure Meinungen zu lesen.
Vorab zu uns: Wir sind voll und ganz für unser Kind da. Ich habe extra Elternzeit am Anfang genommen, so dass wir beide 100% für das Kind da sind und uns den ganzen Tag um sie kümmern und gegenseitig entlasten. Also keine Sorge: Unser Kind wird nach bestem Gewissen umsorgt

Nur ist es so, dass wir inzwischen in manchen Momenten merken, dass die Kleine einfach ihren Kopf durchsetzen will. Wenn wir sie schon den halben Tag auf dem Arm rumgetragen haben, weil sie auch in ihrem Tagesbettchen (Cosy Nest) oder sonstwo nichtmal tagsüber schlafen will ohne sich zu beschweren, sie schon ausführlich gefüttert wurde, die Windel sauber ist und auch sonst kein Problem vorliegt...und sie trotzdem jähzornig rummault, wenn man sie nicht auf dem Arm rumträgt...dann fragt man sich, ob jetzt nicht "das Kind anfängt, die Eltern zu erziehen".

Wir hören inzwischen schon den Unterschied, wann das Kind nach Nahrung schreit, wegen der Windel, wegen Zuwendung oder wann es einfach seinen Kopf durchsetzen will.

Mich interessieren da vor allem Erfahrungen von Eltern, die schon mehr als 1 Kind haben. Unsere Großeltern und die Hebamme(n) bestätigen unsere Vermutung auf jeden Fall. Die Hebamme hat z.B. kürzlich von einem Kind erzählt, dass so arg "verwöhnt" wurde als Baby, dass es dann als das 2. Kind kam auf ihr Schwesterlein mit dem Kugelschreiber losgegangen ist, weil es auf einmal nicht mehr Nummer 1 der Aufmerksamkeit war.

Und ich muss da immer an den Vergleich mit der Großfamilie denken, den die Hebamme gebracht hat...in einer Großfamilie kann ein Baby nicht 24/7 Nummer 1 der Aufmerksamkeit sein - und wächst trotzdem gesund und munter auf und entwickelt ein gesundes Sozialbewußtsein.

Zum Thema Stillen: Unsere Hebamme meinte, das Kind sei halt "ein Genießer" und da könnte man wohl wenig machen...die würde einfach in vielen Etappen essen. Aber es ist halt wie gesagt schon zehrend, vor allem an den Kräften meiner Frau. Die Kleine will halt wirklich 4-6 Mal nacheinander innerhalb kurzer Zeit angelegt werden, bevor sie zufrieden ist...und wenn man das zich Mal am Tag mitmacht, zehrt es einfach an der Energie. Meine Frau ist da tagsüber ziemlich platt und fühlt sich kraftlos - und würde das ganz alleine wohl auch kaum schaffen. (Wie machen das nur Alleinerziehende?)

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4. September 2008 um 12:01

Ohje
da gib es ein ganz nettes Buch "Das glücklichste baby der Welt". Das würde euch empfehlem um eure Zweifel auszuräumen.

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4. September 2008 um 12:48

Ich
kann euch das Buch "Das glücklichste Baby der Welt" auch nur empfehlen. Ich habe das Buch bei meiner Kleinen umgesetzt und sie ist glücklich ... und wir auch.

Ein Baby kann man gar nicht verwöhnen. Es hat einfach Bedürfnisse, die gestillt werden wollen, keinen Plan den Eltern auf der Nase rum zu tanzen. Vor 3 Wochen noch wurde die Kleine 24 Stunden am Tag rumgetragen und 24 Stunden am Tag mit Nahrung versorgt, und nun muss es mit weit weniger auskommen. Es braucht einfach ein paar Monate bis es sich dran gewöhnt hat.

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4. September 2008 um 13:30

Hallo
Du hast ja nun schon einige gute Antworten bekommen... aber geht doch einfach nach eurem Gefühl .... wie kann man den glauben, dass ein 3 Wochen altes Baby schon versucht seinen Kopf durchzusetzen, das setzt ja eine ungeheure Intelligenz vorraus, wenn man den Gedanken weiterspinnt.

Manchmal glaube ich, dass Leute, die sich einen Hund anschaffen, vorher mehr über das Tier lesen und versuchen sein Wesen zu verstehen, als Eltern, die ein Kind bekommen ...

Es ist leider nicht so einfach, wie man sich gerne vorher ausmalen möchte. Ein Kind bedeutet auch 24 Stunden am Tag flexibel zu sein, umzudenken und auch mal auszuhalten...

Sorry, dass ich das so schreibe, aber bei mir ging beim 2.Kind die Illusion, vom 4-Stunden-Still-Rhythmus-allei n-im-bett-einschlaf-und allein-beaschäftigen-kind verloren

LG Sterntaler /mit 1,5jahre altem Kleinkind und 3 monate altem Baby

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4. September 2008 um 13:38

Hallo
also erstmal so viel: ein Baby kann man nicht verwöhnen, man kann ein kleines Baby gar nicht genug knuddeln, es herumtragen mit ihm kuscheln, davon können Babys nicht genug kriegen. Sie brauchen das, damit sie wissen, dass man für es da ist. Als ich noch im Krankenhaus war und mein kleiner einfach nichts schlafen wollte haben mir die Schwestern dort das Bett an die Wand geschoben und mir gesagt ich soll den kleinen zu mir ins Bett holen, dann würde er meinen Herzschlag hören was ihn beruhigt und dann könnte er einschlafen und genauso war es auch. Dort wurde mir auch gesagt, dass ich ihn nicht verwöhnen kann. Mit nem halben Jahr kann man ein Kind vielleicht verwöhnen aber wenn es gerade mal 3 Wochen alt ist noch nicht.

Es ist wichtig für Eure Tochter dass sie weiss, dass jemand zu ihr kommt wenn sie weint, sonst fühlt sie sich allein gelassen und kann kein Vertrauen zu euch aufbauen. Die Phase wo ein Kind austestet wie weit es gehen kann bis die Eltern kommen, die kommt erst viel später. Was eure Hebamme sagt ist völliger Mist.

Wegen dem stillen: Wie lange trinkt sie denn immer so? Klar man soll immer nach Bedarf stillen, aber vielleicht trinkt sie immer nur 2 Minuten oder so und dann kommt sie nicht an die sättigende Hintermilch sondern trinkt immer nur die Vormilch und hat dann nach kurzer Zeit wieder Hunger. Versucht es immer wieder, dass sie länger trinkt als nur so wenige Minuten. Es sollten mehr als 5 Minuten sein. Ansonsten ist es am Anfang aber normal, dass sie nach 1,5 bis 2 Std. wieder Hunger hat, das war bei Colin auch so. Mittlerweile ist er fast 4 Monate alt und hat tagsüber nen 3-4 stündigen Rhytmus und dann trinkt er abends um 22 Uhr nochmal und dann nachts um 5 und dann erst wieder gegen 7 oder 8. Nachts trinkt er meistens aber auch nur kurz (maximal 10 Minuten und auch nur auf einer Seite)

LG

Kerstin

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4. September 2008 um 14:08

Jetzt muss ich nochmal schreiben
Hallo ,
hab zwar ne PN geschickt, muss aber nochwas los werden:

Also, verscuht mal es hizubekommen, das eure kleine an einer Brust 5-10 Minuten trinkt, bevor es die andere bekommt weil:
Die Brust gibt erst eine dünne Milch her, die den Durst stillt. Je mehr das Kind trinkt, desto mehr bekommt es von der hinteren Milch, die sättigend ist und Quasi das "Essen" ist. Wenn Eure kleine immer nur bischen trinkt aber im Grunde satt ist/sein müßte, kann es auch sein, dass sie Blähungen hat und versucht durch trinken, das unangenehme zwicken im Bauch loszuwerden! Laßt sie mal öfter aufstoßen mit Fliegengriff, Fencheltee (Beuteltee- kein Granulat, da ist Zucker drin), und "Pupsgymnastik": Überkreuzt arm und bein zusammführen und loslassen (natürlich sanft und nicht herumziehen). Und wenn alles nicht hilft, kann auch einpaar Tropfen Sab Simplex helfen. Kann man aus der Apo holen und später vom Kinderarzt verschreiben lassen um das Geld wieder zu bekommen. Ich nehme an deine Frau meidet sachen die aufblähen wie zwiebel, Kohl, Bohnen usw.

Wenn das "auf dem Arm einschalfen" zu anstrengend wird, kann man auch mal eine dicke oder gefaltete Decke nehmen, darauf ein getragenes Tshirt der Mama drauf und das Kind erstmal auf dem Arm auf der Decke einschlafen lassen. Wenn man es dann ablegt, wackelt es dann nicht so extrem, so das das Baby weiterschläft, weil es nicht merkt, das es abgelegt worden ist. Ich würde das aber nicht so oft machen. Eure kleine soll doch erstmal euch gegenüber vertrauen entwicklen. In einpaar Wochen könnt ihr es dann so ablegen in sein bettchen und wenn es aufwacht , sieht es dann immer erstmal die Umgebung von seinem Bett und gewöhnt sich so an den Anblick, das es irgendwann auch das Einschlafen dort nicht als unvertrautes empfindet.
Aber ehrlich: Die Zeit geht viel schneller rum als ihr denkt: Das Babys auf der Brust einschlafen wollen ist so schnell rum, das ihr da noch hinterhertrauern werdet. Geniesst es richtig und kostet es aus! Die Kuschelphase vermisse ich so arg und Mein Mannn genauso!
Wenn ihr trotzdem keine Besserung seht, fragt dochmal die Hebammen von www.lalecheliga.de ! ist kostenlos und die haben viele gute Tipps und Hintergrundwissen!
Alles gute nochmals
LG

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