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Wo ist nur mein ICH geblieben?

2. Juli 2013 um 17:10 Letzte Antwort: 29. Juli 2013 um 15:10

Hallo meine Lieben,

ich bin 27 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Drei Jungs, der Größte 7, der Mittlere 3 und mein Jüngster ist 3 Monate alt. Ich liebe meinen Mann, meine Familie, meine Kinder...nur mich nicht!

Es war schon immer mein Traum einen liebevollen Mann zu heiraten und mit ihm eine Familie zu Gründen und genau das habe ich nur so richtig glücklich bin ich nicht. Allerdings nicht wegen meiner Familie, sondern wegen mir!

Ich war früher so lebenslustig, konnte unbeschwert lachen und hatte einfach viel Freude am Leben. Vor drei Jahren aber, bekam ich zum 1. mal Depressionen in Begleitung von Angstzuständen. Ich konnte nichts mehr machen. War teilweise noch nichtmal in der Lage das Haus zu verlassen.
Ich ging zum Arzt, bekam Tabletten und fing eine Therapie an. Ich schob alles auf meine Kindheit und meine Eltern. Ich hatte es nicht besonders leicht... Auch wenn es noch ganz viele Menschen da draußen gibt, die eine weitaus schlimmere Kindheit hatten als ich, so finde meine Geschichte dennoch zum heulen.
Jedenfalls, es wurde besser. Meine Depression war weg und so brach ich die Therapie ab. War wahrscheinlich ein Fehler aber ich wollte das nicht mehr. Mein Therapeut brachte mich immer zum heulen, erzählte mir das wäre Stärke aber so fühlte ich mich nicht. Ich fühlte mich schwach und hilflos und alte Wunden rissen auf...
Ich lebte also mein Leben weiter und dann wurde ich schwanger. Wir freuten uns wahnsinnig aber diese Schwangerschaft war kein Kinderspiel. Schmerzen, vorzeitige Wehen usw.
Jeder dachte mein Zwerg kommt zu früh aber entgegen jeder Diagnose kam er einen Tag nach ET. Es war am 7.4, um 12.30 bekam ich von jetzt auf gleich furchtbar schmerzhafte Wehen. Ich wusste: Jetzt kommt er! Um 13.15 kamen wir im Kreißsaal an und um 13.30 war er da!
Ich fühlte mich total überrumpelt und konnte mich in den ersten Momenten gar nicht freuen, dass er endlich da war und gesund war. Er hatte einen echten Knoten in der Nabelschnur und war trotzdem putz munter. Ich brauchte Zeit um mich an ihn zu gewöhnen.
Mittlerweile ist aber alles gut. Ich liebe mein Baby aber ich bin schon wieder so schwach, antriebslos, genervt, ohne Energie und müde(ich weiß, sollte normal sein mit nem Baby aber meins schläft nachts schon 10-12 Std durch). Ich fühle mich total überfordert und Krieg nichts gebacken obwohl mich mein Mann sehr unterstützt.
Ich habe solche Angst wieder Depressionen zu bekommen, bzw. eine zu haben und ich weiß nicht wie ich da wieder raus komme. Ich möchte das mir und meiner Familie nicht zumuten.
Habt ihr Erfahrungen?

Bitte schreibt mir
Kate

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3. Juli 2013 um 13:34

Wie schade...

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3. Juli 2013 um 21:59
In Antwort auf luise_11963007

Wie schade...

Candle-light-dinner
Liebe kate
Ich habe keine kinder, aber einen ehemann. Und ich kenne das gefühl, müde, lustlos und voller sorgen zu sein. Etwas habe ich gelernt: manchmal muss ich mich einfach zwingen, und ab da wird es besser. Kannst du einen babysitter organisieren und etwas zeit mit deinem mann verbringen? Oder alleine ins cafe sitzen und dein lieblings-magazin durchblättern? Kleine rituale tun dir gut und geben dir vorfreude aufs nächste mal. Zwing dich einfach, dir etwas gutes zu tun. Geh zum friseur und buch eine kopfmassage. Du hast es verdient!

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29. Juli 2013 um 15:10

Hallo
hallo kate

mir geht es zur Zeit ähnlich wie dir, bin 28, habe einen 10 wochen alten Sohn, den ich über alles liebe genau wie meinen Mann. genau wie bei dir, war meine kindheit äußerst bescheiden...zur meiner mutter habe ich auch keinen kontakt mehr. Mein Sohnemann ist ein absolutes Wunschkind. Und auch wir hatten einen echten Nabelschnurknoten und ich hatte massive Geburtsverletzungen, die gut verheilt sind

Auch ich fühle mich sehr ängstlich. Habe das Gefühl das meine Angst langsam die Oberhand gewinnt. Ich habe Angst um mein Kind, um meinen Mann vor allem um mich. Ich bilde mir täglich neue Krankheiten ein...jeder Muttermal ist für mich quasi ein todesurteil, obwohl ich eigentlich weiß das nichts ist! Ich fühle mich hilflos und eingelassen obwohl ich es eigentlich nicht bin. Mein MAnn ist sehr lieb und hilft mir viel, aber ich habe das Gefühl eine Gefangene in meinem eigenen Haus zu sein! Jeden Tag habe ich das Gefühl ein Stück von mir selbst zu verlieren...Ich breche wirklich jeden Tag in Tränen aus, und wenn mein kleiner weint oder schreit nehem ich das grundsätzlich persönlich. Ich habe dann immer das Gefühl das e rmich nicht lieben würde (ich weiß selber das es dumm ist) Ichh hoffe das es nur eine hormonelle Umstellung ist, aber sollte das anhalten werde ich mir wohl oder übel einen Therapeuten suchen, und ich denke das solltest du auch, vor allem da du auch ne Vorgeschichte hast.

Du musst dir nur immer sagen, genau wie ich es tue: Ich bin eine gute Mutte rund ich liebe mein Kind!

Denn so ist es, nur weil man sich nach ein bissel Freizeit sehnt oder man ab und an genervt ist, ist man keine schlechte Mutter! Sag dir das immer wieder! jeder Mensch braucht Zeit für sich, auch Mamas und Papas

Hoffe es geht dir bald besser GLG

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