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Wo nehmt ihr die kraft her????

7. März 2011 um 20:22

hallo, ich bin neu hier und bin zufällig gerade über einen artikel gestoßen wie toll es doch ist alleinerziehend zu sein. da hat es mir fast die sprache verschlagen.

warum ich heute hier bin: meine kraft geht zu ende!

ich bin alleinerziehende mama zweier kinder. 12 und 4. ich liebe meine kinder aber einfach ist es nicht. der kleine ist ständig krank. nix wildes, hier mal ein schnupfen, da mal ne magen-darm-grippe... aber halt eben ständig.

die große kommt mit problemen in der schule oder beim sport oder mit den anderen mädels

dazu muss ich noch arbeiten, haushalt usw.....

es gibt tage - wie heute - an denen frage ich mich, wo nehmen die anderen die kraft her? ich schaffe meine aufgaben auch, aber kann es das gewesen sein, dass man sich von tag zu tag kämpft?

alleinerziehend sein soll so toll sein? ja, es ist besser als eheprobleme und man kann schalten und walten wie man will - aber man muss es auch. keiner ist da, der einem mal was abnimmt. manche haben glück und haben oma und opa die vorbei kommen zum fensterputzen oder kinder sitten. wenn man sowas aber nicht hat, ist man echt arm dran. dazu reicht das geld auch vorn und hinten nicht, trotz teilzeitjob. also ein zuckerschlecken ist das nicht.

wie schafft ihr anderen es, dabei nicht unter zu gehen. wo nehmt ihr die kraft her?

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8. März 2011 um 1:10

Es ist gut verständlich das dir das auf Dauer zu viel wird
Ich habe nur eine Tochter (21 Monate) und bin noch in Karenz zu Hause. Doch trotzdem finde ich es extrem anstrengend, weil ich auch alleinerziehend bin und mir absolut nie jemand hilft. Der Vater meiner Kleinen möchte von ihr nichts wissen und ich habe auch keine Großeltern die auf sie aufpassen könnten. Ich hab sie seit Geburt an immer ununterbrochen bei mir. Sie ist zwar sehr brav, aber sie möchte IMMER Zuwendung, Nähe, Aufmerksamkeit und viiiiiiiiiiiel Körperkontakt. Sei hängt den ganzen Tag an mir. Manchmal bin ich abends so fertig, weil es auch so anstrengend ist nie Freiraum zu haben und immer und überall muss ich sie mitschleppen und manche Dinge kann ich gar nicht machen, zb. Frauenarztbesuch, Friseur oder Massuer. Das geht einfach nicht. Ständig bleibe ich auf der Strecke und es dauert noch 1,5 Jahre bis sie in den Kindergarten gehen kann (ich wohne in Österreich und hier kann man die Kleinen erst mit 3 Jahren in den Kindergarten geben). Krippen gibt es nicht und tagesmütter sind für mich nicht leistbar. Mal ganz abgesehen das meine Kleine so auf ihre Mami fixiert ist (sie hat halt nur mich und kennt es auch nicht anders) das sie sowieso derzeit nie irgendwo bleiben würde. Es ist so wie es jetzt ist auszuhalten - Irgendwie und mit viiiiel Geduld und wenn man sich damti abfinden kann das man seine eigenen Bedürfnisse immer zurückstecken muss - ABER ich hab keine Ahnung wie ich das mit Arbeiten gehen und Kind alleinerziehend schaffen soll. Du hast meinen vollen Respekt das du alleinerziehend mit zwei Kindern bist und arbeiten gehst. Ich glaub ehrlich gesagt nicht das ich das auf Dauer schaffen kann. Ich bin jetzt schon abend so müde und fertig. Einen anstrengenden Arbeitstag bewältigen und dann noch heimkommen und Haushalt machen und sich um das Kind kümmern und es zu versorgen. Alle Einkäufe, Arztbesuche usw. zu erledigen. Ich hab keine Ahnung wie ich das jemals schaffen soll. Wo ich meine Kraft hernehme... also ich hab ehrlich gesagt schon lange keine Kraft mehr, aber ich mache einfach weiter...irgendwie. Muss ja für meine Tochter, sie hat ja sonst niemanden. Und irgendwie geht es schon, aber dann noch täglich arbeiten zu gehen, das würd ich nicht mehr schaffen. Ich muss aber auch noch anfügen, das ich an zwei Bandscheibenvorfällen und Epilepsie leide und für mich dann auch oft viele alltägliche Dinge sehr beschwerlich werden, die für andere absolut kein Problem sind. Ich wohne im zweiten stock ohne Lift und meine Kleine täglich (sie geht leider noch keine Stiegen) hinunter und wieder herauf zu schleppen und dann noch den Einkauf hochzuschleppen bereitet mir täglich große Schmerzen im Rücken. Aufgrund der Epilepsie muss ich Medikamente einnehmen, die leider als Nebenwirkung sehr müde machen. Manchmal denk ich mir echt, so etwas hat doch kein Mensch verdient, das einem das Leben so schwer gemacht wird.

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8. März 2011 um 7:59

Mal so mal so
ich bin geschieden. habe nicht viel hilfe. ich kann zwar im notfall meine kleinen zur oma bringen aber wirklich nur wenn einer krank ist und ich arbeiten muss. ca. 4 - 5 mal pro jahr schläft der kleine mal bei der oma und ich kann fort gehen. wobei ich eigentlich gar keine lust mehr dazu habe. ich nutze solche übernachtungsbesuche entweder für die betriebliche weihnachtsfeier oder um mal mit meiner großen allein ins kino zu gehen oder so.

abends bin ich immer so müde, dass ich noch vor meiner tochter einschlafe. es kommt schon hin und wieder vor, dass sie gegen 21 uhr rein kommt und bei mir den fernseher ausmacht.

kraft.... tja, man bewältigt täglich alles was anfällt. es gibt tage, da fällt es leichter und tage an denen ist es schwerer. zur zeit empfinde ich es als recht schwer. ständig ist mein kleiner krank und es spielt bei mir immer die panik mit, oh gott, ich muss doch arbeiten gehen wie mach ich das. selber krank werden ist überhaupt nicht drin. sitze auch gerade mit halsschmerzen am schreibtisch. aber tja, so ist das.

was mir schon viel hilft sind freunde. freunde denen es so geht wie mir. man tauscht sich aus und stellt fest, dass es anderen auch so geht. das hilft schon. denn manchmal denkt man, man ist der einzige mensch auf dieser welt der das alles alleine machen muss.

aber - da müssen wir wohl durch

wenn mein kleiner dann sagt, mama ich hab dich lieb oder die große mir zum muttertag was singt oder so, dann entschädigt das für vieles und irgendwann sind sie groß und kümmern sich hoffentlich um uns grins....

in diesem sinne: starke frauen an die macht!!!!!!!!!!

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10. März 2011 um 3:06


Hmm es ist eine Frage der Einstellung zu den Dingen.

Ich bin 4 Wochen vor der Geburt meines Sohnes und habe eine achtjährige Tochter. Habe einen Umzug am 1.3. hinter mich gebracht, war ein paar Wochen ohne Waschmaschine. Habe keinen angeschlossenen Herd usw.
Renoviere jetzt nebenher meine neue Wohnung und bin nachts auch oft wach, weils jetzt einfach schwer ist zu schlafen.
Ich bin trotzdem glücklich. Was das Rezept ist...keine Ahnung. Es liegt wohl an der Erwartungshaltung.

Das einzige, was mich verletzt, ist die Ablehnung bzw das Desinteresse der Kindsväter den Kindern gegenüber. Scheinbar werden nur noch Egoisten großgezogen.
Das will auch nach vielen Jahren nicht in meinen Kopf.

Vielleicht hilft Euch die Einsicht, dass ein Partner nicht da ist, um persönliche Löcher zu stopfen bzw Euch das Leben "leichter" zu machen. Schöpft doch das Positive aus dem, was ihr habt und stellt nicht zu hohe Ansprüche an Euch selbst.

LG

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10. März 2011 um 20:40


- zumal man ja überhauptnicht alles so machen kann, wie man will! Schließlich ist der Ex auch noch da und mit dem muss man sich auch weiterhin auseinandersetzten!

Ich war nun auch lange mit einem Kind alleinerziehend und für mich war das vollkommen in Ordnung. Ich habe jedoch wenigstens regelmäßig ein Wochenende frei - zum Krafttanken - und dazu noch eine liebe Mama mit im Haus, die mir, wenns brennt auch unter die Arme greift.

So richtig alleine alleinerziehend zu sein muss echt hart sein - aber mit etwas Unterstützung und Eingewöhnung geht das bei uns sehr gut.

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11. März 2011 um 7:21
In Antwort auf tamiko_12552956


- zumal man ja überhauptnicht alles so machen kann, wie man will! Schließlich ist der Ex auch noch da und mit dem muss man sich auch weiterhin auseinandersetzten!

Ich war nun auch lange mit einem Kind alleinerziehend und für mich war das vollkommen in Ordnung. Ich habe jedoch wenigstens regelmäßig ein Wochenende frei - zum Krafttanken - und dazu noch eine liebe Mama mit im Haus, die mir, wenns brennt auch unter die Arme greift.

So richtig alleine alleinerziehend zu sein muss echt hart sein - aber mit etwas Unterstützung und Eingewöhnung geht das bei uns sehr gut.


naja, hier ist auch niemand für mich da.
die kindsväter sehe ich nie und die kinder auch nicht.
wenn mein zweites kind zhur welt kommt, hilft mir die mutter einer schulfreundin meiner tochter. dass sie zumindest in die schule geht. ich habe auch sowieso keine lust, lange in der klinik herumuzliegen.

ich weiss nicht, ich mache meine dinge im leben irgendwie gern. ich denke man sollte sich mehr mit SEINEM leben was man hat befassen, als mit einem leben, was man haben könnte.
aufhören zu vergleichen, was andere haben und was nicht.

glücklich kann man sich nur selbst machen. das kann keiner für einen selbst tun. ich kann das gefühl des unglücks dabei nicht so recht nachvollziehen.
das einzige, was ich ab und an vermisse, ist die emotionalität zu einem partner.

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11. März 2011 um 13:31

Nur mut
Hallo zusammen,

das frage ich mich auch. Ich bin M. Und finde es echt bewunderenswert wie einige Mütter das schaffen.
Es klingt vielleicht leicht das von einem Mann bzw. seinem Mund zuhören. Ich kann nur sagen gebt nicht. Irgendwann findet ihr euch den richtigen und seid stark für euere Kinder.

LG

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11. März 2011 um 20:49
In Antwort auf kati24gt


naja, hier ist auch niemand für mich da.
die kindsväter sehe ich nie und die kinder auch nicht.
wenn mein zweites kind zhur welt kommt, hilft mir die mutter einer schulfreundin meiner tochter. dass sie zumindest in die schule geht. ich habe auch sowieso keine lust, lange in der klinik herumuzliegen.

ich weiss nicht, ich mache meine dinge im leben irgendwie gern. ich denke man sollte sich mehr mit SEINEM leben was man hat befassen, als mit einem leben, was man haben könnte.
aufhören zu vergleichen, was andere haben und was nicht.

glücklich kann man sich nur selbst machen. das kann keiner für einen selbst tun. ich kann das gefühl des unglücks dabei nicht so recht nachvollziehen.
das einzige, was ich ab und an vermisse, ist die emotionalität zu einem partner.

Das hast du schön geschrieben
Man sollte sich mehr mit seinem Leben was man hat befassen, als mit dem Leben was man haben könnte. Das stimmt so sehr. Trotzdem verstehe ich nicht warum meine Tochter ganz ohne Papa aufwachsen muss und ihn nicht mal kennt und wenn ich unten im Hof sehe wie andere Väter lieb mit ihren Töchtern spielen, dann tut mir das immer unerträglich weh.

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12. März 2011 um 20:48
In Antwort auf lily_12323553

Das hast du schön geschrieben
Man sollte sich mehr mit seinem Leben was man hat befassen, als mit dem Leben was man haben könnte. Das stimmt so sehr. Trotzdem verstehe ich nicht warum meine Tochter ganz ohne Papa aufwachsen muss und ihn nicht mal kennt und wenn ich unten im Hof sehe wie andere Väter lieb mit ihren Töchtern spielen, dann tut mir das immer unerträglich weh.


DAS möchte ich nicht bestreiten. Mir tut es auch um meine Kinder leid und ich habe den Eindruck, dass viele Menschen doch als realitätsscheue Egoisten großgezogen wurden.

Es will mir auch seit Jahren nicht in den Kopf, wie man dem eigenen Kind seine Liebe verwehren kann. Aus den Augen, aus dem Sinn. Mir tut das auch sehr weh.

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13. März 2011 um 18:47

Es kommt immer noch was drauf
als ich gestern abend meine spülmaschine angeschalten habe, ist sie plötzlich in rauch aufgegangen. ich hab sofort die kids aus der küche und den stecker gezogen. weil ich ja aber nicht hinter das ding kucken konnte hab ich kurzer hand die feuerwehr gerufen. mit sirene und blaulicht standen dann plötzlich drei feuerwehr männer in meiner küche und haben das ding kurzerhand ausgebaut. tja jetzt steht sie auf dem sperrmüll. ist wohl nicht mehr zu retten das ding. im ersten moment fanden wir alle das sehr aufregend aber im nachhinein bin ich schon geschockt. ich lass oft waschmaschine oder wäschetrockner oder auch die spülmaschine laufen und geh ins bett oder einkaufen oder so. das werde ich nie wieder tun. was hätte alles passieren können wenn ich gestern ins bett gegangen wäre. wären wir heute noch da???? das hat mir echt einen schock versetzt.

taja, statt der spülmaschine ist da jetzt ein provisorisches regal mit einem vorhang davor. sieht gott sei dank total süß aus und drin sind jetzt die getränke. tja, so kanns gehen. wir werden erstmal keine mehr anschaffen. einfachmal 500 euro für luxus ausgeben ist nicht drin. wir werden wohl erstmal mit der hand spülen. ist ja auch kein weltuntergang, haben wir ja früher auch gemacht.

tja, so kanns gehen. es geht nie aus... immer kommt was oben drauf. man muss glaub ich echt lernen, sich nicht alles zu schwer zu nehmen sondern einfach positiv zu denken und sich zu sagen, gott sei dank ist uns nix passiert. ich muss das lernen. ich bin schon jemand, der sich gern ins negative steigert und sich auch mal selber bemitleidet. aber im großen und ganzen kommen wir super zurecht und haben uns lieb. wir haben was wir brauchen und wenn wir mal auf ein bisschen luxus verzichten müssen, bringt uns das auch nicht um manchmal muss man das zu schätzen lernen was man hat und so ein hammer über den kopf wie bei mir gestern, muss glaub ich manchmal dazu sein

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