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Wütend auf die kleine Schwester

19. November um 14:25

Hallo Zusammen

Ich bin 22 und habe 2 Töchter. Mia ist nun schon 4 und wird nächstes Jahr im Frühling 5. Jula ist gerade einmal knapp 11 Wochen. Sie ist eine Frühgeburt und kam 10 Wochen zu früh auf die Welt. Seit Freitag vor 3 Tagen ist sie endlich bei uns Zuhause.

Mein Mann und ich haben Mia natürlich viel darauf vorbereitet, dass sie bald grosse Schwester ist. Da bei Jula allerdings eine Zeit lang nicht klar war, ob sie jemals nach Hause kommen wird hat mich Mia in dieser Zeit natürlich auch öfter weinen sehen. Nun hat es die kleine gottseidank geschafft.

Mia hat leider das Gefühl, dass Jula mir weh gemacht hat, da ich, wie gesagt, viel geweint habe. Deshalb ist die anfänglich stolze grosse Schwester momentan überhaupt nicht glücklich, dass die kleine nun zu Hause ist. Dazu kommt, dass Jula natürlich viel mehr Hilfe braucht.

Wir haben natürlich vergangenes Wochenede viel mit Mia gesprochen und ich versuche sie auch, wenn immer möglich, in die Aufgaben mit der kleinen einzubinden. Allerdings sind wir alle nun erst in der Kennenlernphase, auch wenn die kleine ja schon bald 3 Monate ist, davon hat sie ja fast die ganze Zeit im Krankenhaus verbracht und auch mit täglichen Besuchen bei ihr und viel Kuschelzeit, lernt man sich Zuhause im "Alltag" ja doch nochmals anders und viel mehr kennen. Deshalb ist die Situation mit Mia doppelt so schlimm und ich weiss gerade gar nicht, was ich machen soll / wir machen sollen.

Mein Mann meinte, wir können die grosse auch erstmal für ein paar Tage zu den Grosseltern geben, das finde ich aber keine gute Idee, da ich nicht möchte, dass sie sich abgeschoben fühlt und denke, dass dies genau das Gegenteil bewirken wird!

Mia ist auch nicht böse oder so, ich merke einfach, dass sie sich distanziert und Jula nicht zu nahe kommt. Sie sagt auch, wenn ich ihr anbiete, die kleine z.B. im Stubenwagen etwas herum zu schieben damit sie schläft oder die kleine (sitzend auf dem Sofa) auf den Arm zu nehmen oder sich zu mir und der Kleinen zu legen, wenn wir kuscheln, etc. "nein, Jula hat die Mama zum weinen gebracht!" und läuft davon.

Die kleine ist wirklich lieb, weint selten und lässt und schon jetzt in der Nacht relativ gut schlafen.

Ich wünsche mir so sehr, dass die beiden sich einfach lieb haben! Ich liebe beide Kinder über alles und natürlich ist mir bewusst, dass sich auch Mia erst an diese neue Situation gewöhnen muss. Trotzdem macht mir ihr Verhalten etwas Sorge, zumal sie sich während der Schwangerschaft sehr auf die kleine gefreut hat und ihr auch schon Bilder gemalt hat, die wir dann über das Babybett und Wickeltisch gehängt haben. Auch ein selbst gebasteltes Mobile von Mia (und mir) hängt über dem Wickeltisch.

Wie kann ich ihr noch erklären, dass die Kleine nichts dafür kann, dass Mama so traurig war in dieser Zeit? Ich habe natürlich versucht in dieser Zeit nicht vor ihr zu weinen, aber ab und an gabs es halt doch, dass sie in das Schlafzimmer lief und ich gerade weinte...

Ich danke euch schon mal und liebe Grüsse

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19. November um 16:30

Mein Tipp:
Die beiden werden sich lieben!

Lasse deiner großen ihre Gefühle und nimm diese ernst. Bedränge sie nicht.

Ansonsten mache alles nach Gefühl. Arbeite aber nicht bewusst gegen Eifersucht. Man sollte den Kindern eher diese Gefühle zugestehen, finde ich. Das macht es für alle leichter. Diese Gefühle sind nun mal da und natürlich.
Ich habe daher meinen Sohn da auch nicht "bearbeitet". Er war dann auch nie großartig eifersüchtig, muss ich sagen. Aber das ist ja mehr Glückssache.

Ich würde also eher sagen: "Mia, ich verstehe, dass es dich unglücklich macht, dass Mama wegen Jula geweint hat. Aber das ist vorbei. Nun bin ich glücklich, weil ich euch BEIDE habe und lieb habe."
Oder etwas in der Art.


Ansonsten war mein Weg nie, das klassische "bei der Pflege einbeziehen", sondern ich bin viel auf der Couch gesessen und habe das Kleine gestillt und nebenbei Karten und Brettspiele gespielt, oder vorgelesen - war auch im Winter und daher ideal.

Außerdem habe ich bewusst immer abends Zeit für den Großen genommen. Das ganze Bettgehritual inklusive vorlesen gemacht und in der Zeit hat mein Mann, den Mini bespaßt.


Die Große zur Oma geben, finde ich auch keine gute Idee. Da stimme ich dir zu.



Das wird schon. Lass euch Zeit.

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19. November um 16:41

achso noch mal konkret:
Wieso willst du der Großen erklären, dass die kleine nichts dafür kann, dass du geweint hast?

Das stimmt ja im Endeffekt nicht (du hast ja wegen ihr geweint) und daher wird, das auch nie rüber kommen. Verstehst du, was ich meine.

Lieber aufnehmen: Ja, ich habe wegen ihr geweint. Aber das ist vorbei.

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19. November um 17:21
In Antwort auf kreuzunge

achso noch mal konkret:
Wieso willst du der Großen erklären, dass die kleine nichts dafür kann, dass du geweint hast?

Das stimmt ja im Endeffekt nicht (du hast ja wegen ihr geweint) und daher wird, das auch nie rüber kommen. Verstehst du, was ich meine.

Lieber aufnehmen: Ja, ich habe wegen ihr geweint. Aber das ist vorbei.

Hallo kreuzunge

Danke für deine lieben Worte.

Auf diese Weise habe ich es noch nicht versucht, das werde ich jetzt aber auf jeden Fall machen!

Ich meinte nicht, dass ich ihr sagen will, dass ich wegen Jula geweint habe, sondern mehr, dass Jula nicht böse ist und ich deswegen geweint habe, das habe ich wohl etwas falsch ausgedrückt, entschuldige...

Am Abend versuche ich mir natürlich Zeit für Mia zu nehmen, allerdings ist alles noch so neu mit zwei kleinen Kindern, respektive davon einem Baby. Das der Papa am Abend Jula nehmen soll und ich mir Zeit für Mia nehme möchte ich auch so einführen aber wie gesagt ist momentan noch alles etwas im Ausnahmezustand.

Vorhin sass sie allerdings das erste Mal mit ihrem Becher Kakao auf dem Sofa neben mir, als ich die kleine gestillt habe. Das macht mir Hoffnung, dass sie die neue Situation einfach erstmal verarbeiten muss und dann von alleine kommt.

Sie hat während meiner Schwangerschaft ständig an mir geklebt und wollte alles über das Baby wissen. Ich habe mir auch einige Ratgeber durchgelesen und sie wollte immer, dass ich ihr alles vorlese und erkläre. Ich musste ihr da schon ausreden, dass sie dann, wenn die kleine da ist in der Nacht aufsteht und die kleine beruhigt, wenn sie weint ! Sie ist immer sehr liebevoll, auch im Kindergarten und töstet alle. Ich hoffe sehr, dass diese Seite bei ihrer Schwester auch bald zum Vorschein kommt.

Ich werde weiter berichten.

Schönen Abend dir

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19. November um 17:37

gib ihr etwas Zeit... ist ja für sie auch eine neue Situation.  es ihr einfach immer wieder erklären!

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19. November um 19:26

Zum einen denke ich auch, dass sie sich erst noch an diese Situation gewöhnen muss.
Aber dadurch dass sie sagt, dass sie ein Problem damit hat, dass du wegen dem Baby geweint hast, würde ich die Ursache schon da sehen.

Habt ihr denn mit ihr über die Situation im Krankenhaus gesprochen? War sie dort und hat ihre Schwester besucht?
Falls du das nicht eh gemacht hast, würde ich ihr jetzt hinterher erklären, dass ich geweint habe, weil es dem Baby gar nicht gut ging, und ich Angst hatte, dass es stirbt.
Das halte ich für gut nachvollziehbar. Vor allem wirkt das auch mich auch nicht "negativ" im Sinne von "Das Byba hat Mama irgendwas angetan.".

Ansonsten kommt es auch oft zum Problem, wenn man die Babyzeit ein bisschen sehr verklärt hat. Wenn man nicht vorgewarnt hat, dass es sowieso schwer und anstrengend wird und dass Mama sich eben auch um das Baby kümmern muss und dass Babys nicht warten können.
Für mein dann großes Geschwisterchen war es ganz wichtig, dass wir - als das Baby dann da war - darüber gesprochen haben, dass das für sie als große jetzt wirklich eine blöde und unschöne Situation ist, denn das Baby war sehr anstrengend und fordernd und obwohl sie es wusste war die Realität dann für ein kleines Kind nochmal was anderes.
Und ich finde den Raum für negative Gefühle dem Baby gegenüber ganz wichtig.

Ich denke jede Mutter kann verstehen, dass du willst, dass deine Kinder sich lieben. Aber erwarte nicht zu viel. Kinder sind sehr unterschiedlich und manche können einfach nichts miteinander anfangen. Das ist traurig, hätte man es sich doch ganz anders gewünscht.
Ich halte es aber auch für gut möglich, dass die beiden sich finden und lieben werden und eine Traum-Schwesternbeziehung haben werden. Das würde ich euch wünschen.

Also ich finde wichtig, dass man möglichst offen und ehrlich mit allem umgeht, eben auch den Gefühlen von dir und deiner Tochter. So kleine Kinder können oft noch nicht richtig formulieren, was sie fühlen udn es ist für sie eine große Erleichterung, wenn du ihren Gefühlen Namen gibst.

LG

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19. November um 21:56
In Antwort auf miajula

Hallo kreuzunge

Danke für deine lieben Worte.

Auf diese Weise habe ich es noch nicht versucht, das werde ich jetzt aber auf jeden Fall machen!

Ich meinte nicht, dass ich ihr sagen will, dass ich wegen Jula geweint habe, sondern mehr, dass Jula nicht böse ist und ich deswegen geweint habe, das habe ich wohl etwas falsch ausgedrückt, entschuldige...

Am Abend versuche ich mir natürlich Zeit für Mia zu nehmen, allerdings ist alles noch so neu mit zwei kleinen Kindern, respektive davon einem Baby. Das der Papa am Abend Jula nehmen soll und ich mir Zeit für Mia nehme möchte ich auch so einführen aber wie gesagt ist momentan noch alles etwas im Ausnahmezustand.

Vorhin sass sie allerdings das erste Mal mit ihrem Becher Kakao auf dem Sofa neben mir, als ich die kleine gestillt habe. Das macht mir Hoffnung, dass sie die neue Situation einfach erstmal verarbeiten muss und dann von alleine kommt.

Sie hat während meiner Schwangerschaft ständig an mir geklebt und wollte alles über das Baby wissen. Ich habe mir auch einige Ratgeber durchgelesen und sie wollte immer, dass ich ihr alles vorlese und erkläre. Ich musste ihr da schon ausreden, dass sie dann, wenn die kleine da ist in der Nacht aufsteht und die kleine beruhigt, wenn sie weint ! Sie ist immer sehr liebevoll, auch im Kindergarten und töstet alle. Ich hoffe sehr, dass diese Seite bei ihrer Schwester auch bald zum Vorschein kommt.

Ich werde weiter berichten.

Schönen Abend dir

Mir ist schon klar, wie du das meinst.  Aber Kinder drücken das ja alles anders aus. Deine Tochter weiß ja sicher, warum du geweint hast. Kann das aber alles noch nicht so fassen und auch formulieren.

Daher meine ich, dass der Ansatz richtiger ist, ernst zu nehmen, dass sie Angst (was ich mal stark annehme, denn sie hat sicher deine Angst und Anspannung gespürt!) hatte und traurig war, dich weinen zu sehen.

Und das Gefühl daher einfach aufnehmen, ernst nehmen und dem Kind klar machen, das nun aber alles gut ist.


quelljungfer hat ja auch noch etwas wichtiges geschrieben. Durchaus auch mit dem Kind drüber reden, dass es ja wirklich blöd ist, dass sie nun warten muss und du das verstehst.Vielleicht hast du selbst Geschwister und kannst ihr erzählen, wie du dich da manchmal gefühlt hast. Dass man mal auch aufeinander böse sein kann, aber sich dennoch immer lieb hat etc.

Du wirst schon deine Fenster finden, wann du für sie Zeit hast. Es muss auch nicht so viel Zeit sein.

Und wie gesagt, nutze ruhig die Zeit, wo du stillst oder Flasche gibst, und das Kleine vielleicht in deinem Arm mal schläft (auf Stillkissen hat mein Mini dann oft super selig geschlafen), um bewusst Zeit mit der Großen zu verbringen.

Du musst da natürlich auch erst reinwachsen.
Aber glaube mir, je weniger du erwartest, dass die beiden nur ein Herz und eine Seele sind, desto weniger wird Eifersucht ein Thema sein. Auch wenn Eifersucht immer ein Gefühl sein wird unter Geschwistern. Du darfst nicht vergessen, wie tief das in uns drinnen ist. In der rauen Natur zählt jede Ressource um groß zu werden. Denke mal an Tierfilme, wo beinhart nur die großen Jungen überleben.
Und dennoch wachsen Geschwister zusammen trotz aller Konkurrenz und lieben sich - wenn auch manchmal mehr, manchmal weniger, aber darauf hast du keinen kompletten Einfluss

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20. November um 15:05
In Antwort auf zweigestreifte_quelljungfer

Zum einen denke ich auch, dass sie sich erst noch an diese Situation gewöhnen muss.
Aber dadurch dass sie sagt, dass sie ein Problem damit hat, dass du wegen dem Baby geweint hast, würde ich die Ursache schon da sehen.

Habt ihr denn mit ihr über die Situation im Krankenhaus gesprochen? War sie dort und hat ihre Schwester besucht?
Falls du das nicht eh gemacht hast, würde ich ihr jetzt hinterher erklären, dass ich geweint habe, weil es dem Baby gar nicht gut ging, und ich Angst hatte, dass es stirbt.
Das halte ich für gut nachvollziehbar. Vor allem wirkt das auch mich auch nicht "negativ" im Sinne von "Das Byba hat Mama irgendwas angetan.".

Ansonsten kommt es auch oft zum Problem, wenn man die Babyzeit ein bisschen sehr verklärt hat. Wenn man nicht vorgewarnt hat, dass es sowieso schwer und anstrengend wird und dass Mama sich eben auch um das Baby kümmern muss und dass Babys nicht warten können.
Für mein dann großes Geschwisterchen war es ganz wichtig, dass wir - als das Baby dann da war - darüber gesprochen haben, dass das für sie als große jetzt wirklich eine blöde und unschöne Situation ist, denn das Baby war sehr anstrengend und fordernd und obwohl sie es wusste war die Realität dann für ein kleines Kind nochmal was anderes.
Und ich finde den Raum für negative Gefühle dem Baby gegenüber ganz wichtig.

Ich denke jede Mutter kann verstehen, dass du willst, dass deine Kinder sich lieben. Aber erwarte nicht zu viel. Kinder sind sehr unterschiedlich und manche können einfach nichts miteinander anfangen. Das ist traurig, hätte man es sich doch ganz anders gewünscht.
Ich halte es aber auch für gut möglich, dass die beiden sich finden und lieben werden und eine Traum-Schwesternbeziehung haben werden. Das würde ich euch wünschen.

Also ich finde wichtig, dass man möglichst offen und ehrlich mit allem umgeht, eben auch den Gefühlen von dir und deiner Tochter. So kleine Kinder können oft noch nicht richtig formulieren, was sie fühlen udn es ist für sie eine große Erleichterung, wenn du ihren Gefühlen Namen gibst.

LG

Hallo zweigestreifte_quelljungfer

Auch dir lieben Dank für deine liebe und ausführliche Antwort.

Den negativen Gefühlen Raum geben ist eine sehr tolle Aussage und ich werde versuchen mir das (noch mehr) zu Herzen zu nehmen.

Über die Situation im Krankenhaus gesprochen haben wir oft. Vor allem der Papa, da es mir in dieser Zeit meistens nicht gut ging und ich so emotional war, dass ich meistens zu weinen begann, wenn wir das Thema Jula angesprochen haben. Als es unserer kleinen dann natürlich besser ging habe auch ich mich dort wieder mehr "eingeklinkt" und mit ihr gesprochen. Ich habe auch in dieser schweren Zeit versucht oft Zeit mit ihr zu verbringen und entwas kleines zu unternehmen.

Besucht hat Mia ihre Schwester in der Anfangszeit nicht, da die kleine nur an Schläuchen hing und man sowieso nur kurz zu ihr durfte. Wir haben ihr aber zwischendurch bei Gesprächen Bilder gezeigt. als es dann aufwärts ging und man Jula auch mal aus dem Bettchen nehmen und kuscheln durfte war sie dann ab und zu dabei. Sie hat sich das alles mit etwas Distanz angesehen und wollte sie auch nicht berühren oder so. Ich fand das da normal, da die Situation ja auch neu und komisch für sie war. Ich wollte/will sie da auch nicht drängen. Nach den Besuchen haben wir dann auch mit ihr gesprochen, da hat sie aber meistens nicht viel gesagt. Verarbeitet hat sie es dann meistens für sich beim spielen. Wir haben sie oft gehört und gesehen, wie sie unsere Familie (Mama, Papa, grosses Kind und Baby im Krankenhaus) zuhause nachgespielt hat.

Auch Heute ist sie wieder bei mir (uns) gesessen, als ich die kleine "gefüttert" habe. Ich denke sie nähert sich an, ich möchte aber da auf ihr Tempo vertrauen und sie nicht drängen. Ich muss nochmals einen Schritt zurück fahren, das haben mir eure Kommentare nun gezeigt.

Danke nochmals und einen schönen Tag

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20. November um 15:07
In Antwort auf theola

gib ihr etwas Zeit... ist ja für sie auch eine neue Situation.  es ihr einfach immer wieder erklären!

Hallo Theola

Danke, das werde ich machen.

Lg

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20. November um 15:21
In Antwort auf kreuzunge

Mir ist schon klar, wie du das meinst.  Aber Kinder drücken das ja alles anders aus. Deine Tochter weiß ja sicher, warum du geweint hast. Kann das aber alles noch nicht so fassen und auch formulieren.

Daher meine ich, dass der Ansatz richtiger ist, ernst zu nehmen, dass sie Angst (was ich mal stark annehme, denn sie hat sicher deine Angst und Anspannung gespürt!) hatte und traurig war, dich weinen zu sehen.

Und das Gefühl daher einfach aufnehmen, ernst nehmen und dem Kind klar machen, das nun aber alles gut ist.


quelljungfer hat ja auch noch etwas wichtiges geschrieben. Durchaus auch mit dem Kind drüber reden, dass es ja wirklich blöd ist, dass sie nun warten muss und du das verstehst.Vielleicht hast du selbst Geschwister und kannst ihr erzählen, wie du dich da manchmal gefühlt hast. Dass man mal auch aufeinander böse sein kann, aber sich dennoch immer lieb hat etc.

Du wirst schon deine Fenster finden, wann du für sie Zeit hast. Es muss auch nicht so viel Zeit sein.

Und wie gesagt, nutze ruhig die Zeit, wo du stillst oder Flasche gibst, und das Kleine vielleicht in deinem Arm mal schläft (auf Stillkissen hat mein Mini dann oft super selig geschlafen), um bewusst Zeit mit der Großen zu verbringen.

Du musst da natürlich auch erst reinwachsen.
Aber glaube mir, je weniger du erwartest, dass die beiden nur ein Herz und eine Seele sind, desto weniger wird Eifersucht ein Thema sein. Auch wenn Eifersucht immer ein Gefühl sein wird unter Geschwistern. Du darfst nicht vergessen, wie tief das in uns drinnen ist. In der rauen Natur zählt jede Ressource um groß zu werden. Denke mal an Tierfilme, wo beinhart nur die großen Jungen überleben.
Und dennoch wachsen Geschwister zusammen trotz aller Konkurrenz und lieben sich - wenn auch manchmal mehr, manchmal weniger, aber darauf hast du keinen kompletten Einfluss

Ja, da hast du schon recht.

Ich werde meine Grosse weiterhin mit einbinden, sie findet das nämlich echt toll. Heute früh hat sie beim Beistellbett den Schlafsack wieder zuret gelegt und sie fand es cool, etwas zu machen, wovon ihre kleine Schwester dann auch etwas hat.

Da Jula auch recht genügsam ist habe ich doch noch relativ viel Zeit für Mia. Tagsüber oder zumindest an 5 Tagen Morgens ist sie sowieso im Kindergarten und da kann ich mich gut mit der kleinen beschäftigen und viel kuscheln. Sie liebt das Tragetuch und weint dort eigentlich nie.

Ich hole Mia dann mit Jula im Tragetuch vom Kindergarten ab und danach machen wir (wenn Mia darauf Lust hat) zusammen Mittagessen (manchmal spielt sie auch und ich koche, das war schon vor Jula so). Wenn das Essen bereit ist lege ich Jula meistens ins Bettchen und dann essen Mia und ich. Nacher gilt für Mia sowieso auch nochmals etwas Mittagsruhe (manchmal schläft sie und manchmal spielt sie oder hört ein Hörspiel). In dieser Zeit mache ich die Küche, manchmal sonst noch etwas Haushalt, füttere den Mini und wenn die Zeit reicht lege ich mich auch nochmals kurz zu Jula hin. Mia kommt manchmal dann auch nochmals zu mir ins Bett und wir kuscheln. Wenn sie am Nacmittag auch noch in den Kindergarten muss haben wir natürlich nicht so viel Zeit. Und ganz klar läuft es auch nicht immer so, das ist ja logisch. Wenn Mia den Nachmittag frei hat, gehen wir dann meistens nochmals auf den Spielplatz oder sowas. Das war schon vor der Geburt von Jula das ungefähre Rahmenprogramm und da versuche ich nun beide Kids zu integrieren. Jula ist dann im Tragetuch mit dabei und verschläft viel von der Zeit.

Jula ist ein totales Anfängerbaby (natürlich bis auf die Strapazen bevor sie nach Hause durfte). Mia war eher die quengelige als Baby von dem her ist es vom Zeitmanagement momentan recht easy zu händeln. Aber ich verschreie das mal nicht zu laut, es werden bestimmt noch andere Zeiten folgen !

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20. November um 15:33
In Antwort auf miajula

Ja, da hast du schon recht.

Ich werde meine Grosse weiterhin mit einbinden, sie findet das nämlich echt toll. Heute früh hat sie beim Beistellbett den Schlafsack wieder zuret gelegt und sie fand es cool, etwas zu machen, wovon ihre kleine Schwester dann auch etwas hat.

Da Jula auch recht genügsam ist habe ich doch noch relativ viel Zeit für Mia. Tagsüber oder zumindest an 5 Tagen Morgens ist sie sowieso im Kindergarten und da kann ich mich gut mit der kleinen beschäftigen und viel kuscheln. Sie liebt das Tragetuch und weint dort eigentlich nie.

Ich hole Mia dann mit Jula im Tragetuch vom Kindergarten ab und danach machen wir (wenn Mia darauf Lust hat) zusammen Mittagessen (manchmal spielt sie auch und ich koche, das war schon vor Jula so). Wenn das Essen bereit ist lege ich Jula meistens ins Bettchen und dann essen Mia und ich. Nacher gilt für Mia sowieso auch nochmals etwas Mittagsruhe (manchmal schläft sie und manchmal spielt sie oder hört ein Hörspiel). In dieser Zeit mache ich die Küche, manchmal sonst noch etwas Haushalt, füttere den Mini und wenn die Zeit reicht lege ich mich auch nochmals kurz zu Jula hin. Mia kommt manchmal dann auch nochmals zu mir ins Bett und wir kuscheln. Wenn sie am Nacmittag auch noch in den Kindergarten muss haben wir natürlich nicht so viel Zeit. Und ganz klar läuft es auch nicht immer so, das ist ja logisch. Wenn Mia den Nachmittag frei hat, gehen wir dann meistens nochmals auf den Spielplatz oder sowas. Das war schon vor der Geburt von Jula das ungefähre Rahmenprogramm und da versuche ich nun beide Kids zu integrieren. Jula ist dann im Tragetuch mit dabei und verschläft viel von der Zeit.

Jula ist ein totales Anfängerbaby (natürlich bis auf die Strapazen bevor sie nach Hause durfte). Mia war eher die quengelige als Baby von dem her ist es vom Zeitmanagement momentan recht easy zu händeln. Aber ich verschreie das mal nicht zu laut, es werden bestimmt noch andere Zeiten folgen !

Klingt ja sehr gut.

Ich habe auch immer viel getragen und ich finde gerade beim zweiten ist das viel wert. Vor allem bei dem Wetter - man weiß, dass das kleine es immer warm und kuschelig hat.

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20. November um 15:35

Mein Mann meinte, wir können die grosse auch erstmal für ein paar Tage zu den ">Grosseltern geben, das finde ich aber keine gute Idee, da ich nicht möchte, dass sie sich abgeschoben fühlt und denke, dass dies genau das Gegenteil bewirken wird!

Denke ich auch, dann fühlt sie sich wie ausgetauscht.

Mia ist auch nicht böse oder so, ich merke einfach, dass sie sich distanziert und Jula nicht zu nahe kommt. Sie sagt auch, wenn ich ihr anbiete, die kleine z.B. im Stubenwagen etwas herum zu schieben damit sie schläft oder die kleine (sitzend auf dem Sofa) auf den Arm zu nehmen oder sich zu mir und der Kleinen zu legen, wenn wir kuscheln, etc. "nein, Jula hat die Mama zum weinen gebracht!" und läuft davon.

Ich würde sie nicht auffordern, das kommt von alleine. Und ich würde ihr einfach sagen, das Jula krank war, und Mama deshalb so geweint hat. Desweiteren ist es finde ich wichtig, auch mit Mia alleine was zu machen, irgendwas das ihr früher mit euch viel Spaß gemacht hat, auch wenns nur ein besuch auf dem Spielplatz ist, damit sie merkt das ihr nichts weg genommen wurde und du sie noch immer lieb hast wie vorher.

Der Kontakt kommt noch, ein kleines Kind kann eben ohnehin mit einem Baby nicht viel anfangen, sobald sie in einem Alter ist wo man mit ihr spielen kann, gibt sich das meist von alleine.

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20. November um 16:11
In Antwort auf FlorenceFox

Mein Mann meinte, wir können die grosse auch erstmal für ein paar Tage zu den ">Grosseltern geben, das finde ich aber keine gute Idee, da ich nicht möchte, dass sie sich abgeschoben fühlt und denke, dass dies genau das Gegenteil bewirken wird!

Denke ich auch, dann fühlt sie sich wie ausgetauscht.

Mia ist auch nicht böse oder so, ich merke einfach, dass sie sich distanziert und Jula nicht zu nahe kommt. Sie sagt auch, wenn ich ihr anbiete, die kleine z.B. im Stubenwagen etwas herum zu schieben damit sie schläft oder die kleine (sitzend auf dem Sofa) auf den Arm zu nehmen oder sich zu mir und der Kleinen zu legen, wenn wir kuscheln, etc. "nein, Jula hat die Mama zum weinen gebracht!" und läuft davon.

Ich würde sie nicht auffordern, das kommt von alleine. Und ich würde ihr einfach sagen, das Jula krank war, und Mama deshalb so geweint hat. Desweiteren ist es finde ich wichtig, auch mit Mia alleine was zu machen, irgendwas das ihr früher mit euch viel Spaß gemacht hat, auch wenns nur ein besuch auf dem Spielplatz ist, damit sie merkt das ihr nichts weg genommen wurde und du sie noch immer lieb hast wie vorher.

Der Kontakt kommt noch, ein kleines Kind kann eben ohnehin mit einem Baby nicht viel anfangen, sobald sie in einem Alter ist wo man mit ihr spielen kann, gibt sich das meist von alleine.

Hallo FlorenceFox

Danke für deine Antwort.

Ja, ich habe sie seit dem auch nicht mehr aufgefordert.

Alleine mit Mia möchte ich in Zukunft wieder die Besuche bei meinem Pferd einplanen. Mein Mann kann sich seine Arbeitszeit relativ selbständig einteilen und wird, sobald sich alles wieder etwas eingespielt hat, am Morgen zeitig zur Arbeit fahren um am Nachmittag früh zuhause sein zu können. Dann kann er Mini bespassen und ich werde mit Mia zum Stall fahren. Zur Zeit wird mein Pferd noch fremdgeritten und ich bin auch gerade in den letzten Wochen froh, dass ich weiss, dass sie gut versorgt wird. Nun möchte ich sie aber bald wieder in den heimatlichen Stall holen und mich dann auch selbst wieder in den Sattel schwingen. 2-3 mal pro Woche (je nach Lust und Laune) nehme ich Mia dann wieder mit. Die Liebe für Pferde und für das Reiten habe ich ihr wohl in die Wiege gelegt . Sie liebt die Stallzeit. Egal was für Wetter, sie ist eben ein echtes Pferdemädchen !

Liebe Grüsse

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20. November um 16:14
In Antwort auf kreuzunge

Klingt ja sehr gut.

Ich habe auch immer viel getragen und ich finde gerade beim zweiten ist das viel wert. Vor allem bei dem Wetter - man weiß, dass das kleine es immer warm und kuschelig hat.

Das stimmt schon! Und Jula liebt alles was flauschig ist, ich hab desshalb auch ein Tragetuch mit Kunstfell innen drin Das hatte sie schon in den letzten paar Wochen im Krankenhaus als unterlage im Bett! Ich muss dann schauen, dass ich ihr Tragetücher ohne Fell für den Frühling und Sommer schmackhaft machen kann *lach* Aber es ist ja nch weit bis dahin!

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20. November um 18:15
In Antwort auf miajula

Hallo FlorenceFox

Danke für deine Antwort.

Ja, ich habe sie seit dem auch nicht mehr aufgefordert.

Alleine mit Mia möchte ich in Zukunft wieder die Besuche bei meinem Pferd einplanen. Mein Mann kann sich seine Arbeitszeit relativ selbständig einteilen und wird, sobald sich alles wieder etwas eingespielt hat, am Morgen zeitig zur Arbeit fahren um am Nachmittag früh zuhause sein zu können. Dann kann er Mini bespassen und ich werde mit Mia zum Stall fahren. Zur Zeit wird mein Pferd noch fremdgeritten und ich bin auch gerade in den letzten Wochen froh, dass ich weiss, dass sie gut versorgt wird. Nun möchte ich sie aber bald wieder in den heimatlichen Stall holen und mich dann auch selbst wieder in den Sattel schwingen. 2-3 mal pro Woche (je nach Lust und Laune) nehme ich Mia dann wieder mit. Die Liebe für Pferde und für das Reiten habe ich ihr wohl in die Wiege gelegt . Sie liebt die Stallzeit. Egal was für Wetter, sie ist eben ein echtes Pferdemädchen !

Liebe Grüsse

Das klingt doch super, ich bin selber begeisterte Reiterin und wenn sie sieht Mama entspannt sich wieder, und ihr habt Spaß zusammen an der frischen Luft wird denke ich der erste Schreck schnell vergessen sein.

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21. November um 13:17
In Antwort auf FlorenceFox

Das klingt doch super, ich bin selber begeisterte Reiterin und wenn sie sieht Mama entspannt sich wieder, und ihr habt Spaß zusammen an der frischen Luft wird denke ich der erste Schreck schnell vergessen sein.

Ich hoffe es

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