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Wütend auf die kleine Schwester

19. November 2018 um 14:25

Hallo Zusammen

Ich bin 22 und habe 2 Töchter. Mia ist nun schon 4 und wird nächstes Jahr im Frühling 5. Jula ist gerade einmal knapp 11 Wochen. Sie ist eine Frühgeburt und kam 10 Wochen zu früh auf die Welt. Seit Freitag vor 3 Tagen ist sie endlich bei uns Zuhause.

Mein Mann und ich haben Mia natürlich viel darauf vorbereitet, dass sie bald grosse Schwester ist. Da bei Jula allerdings eine Zeit lang nicht klar war, ob sie jemals nach Hause kommen wird hat mich Mia in dieser Zeit natürlich auch öfter weinen sehen. Nun hat es die kleine gottseidank geschafft.

Mia hat leider das Gefühl, dass Jula mir weh gemacht hat, da ich, wie gesagt, viel geweint habe. Deshalb ist die anfänglich stolze grosse Schwester momentan überhaupt nicht glücklich, dass die kleine nun zu Hause ist. Dazu kommt, dass Jula natürlich viel mehr Hilfe braucht.

Wir haben natürlich vergangenes Wochenede viel mit Mia gesprochen und ich versuche sie auch, wenn immer möglich, in die Aufgaben mit der kleinen einzubinden. Allerdings sind wir alle nun erst in der Kennenlernphase, auch wenn die kleine ja schon bald 3 Monate ist, davon hat sie ja fast die ganze Zeit im Krankenhaus verbracht und auch mit täglichen Besuchen bei ihr und viel Kuschelzeit, lernt man sich Zuhause im "Alltag" ja doch nochmals anders und viel mehr kennen. Deshalb ist die Situation mit Mia doppelt so schlimm und ich weiss gerade gar nicht, was ich machen soll / wir machen sollen.

Mein Mann meinte, wir können die grosse auch erstmal für ein paar Tage zu den Grosseltern geben, das finde ich aber keine gute Idee, da ich nicht möchte, dass sie sich abgeschoben fühlt und denke, dass dies genau das Gegenteil bewirken wird!

Mia ist auch nicht böse oder so, ich merke einfach, dass sie sich distanziert und Jula nicht zu nahe kommt. Sie sagt auch, wenn ich ihr anbiete, die kleine z.B. im Stubenwagen etwas herum zu schieben damit sie schläft oder die kleine (sitzend auf dem Sofa) auf den Arm zu nehmen oder sich zu mir und der Kleinen zu legen, wenn wir kuscheln, etc. "nein, Jula hat die Mama zum weinen gebracht!" und läuft davon.

Die kleine ist wirklich lieb, weint selten und lässt und schon jetzt in der Nacht relativ gut schlafen.

Ich wünsche mir so sehr, dass die beiden sich einfach lieb haben! Ich liebe beide Kinder über alles und natürlich ist mir bewusst, dass sich auch Mia erst an diese neue Situation gewöhnen muss. Trotzdem macht mir ihr Verhalten etwas Sorge, zumal sie sich während der Schwangerschaft sehr auf die kleine gefreut hat und ihr auch schon Bilder gemalt hat, die wir dann über das Babybett und Wickeltisch gehängt haben. Auch ein selbst gebasteltes Mobile von Mia (und mir) hängt über dem Wickeltisch.

Wie kann ich ihr noch erklären, dass die Kleine nichts dafür kann, dass Mama so traurig war in dieser Zeit? Ich habe natürlich versucht in dieser Zeit nicht vor ihr zu weinen, aber ab und an gabs es halt doch, dass sie in das Schlafzimmer lief und ich gerade weinte...

Ich danke euch schon mal und liebe Grüsse

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19. November 2018 um 17:21

Hallo kreuzunge

Danke für deine lieben Worte.

Auf diese Weise habe ich es noch nicht versucht, das werde ich jetzt aber auf jeden Fall machen!

Ich meinte nicht, dass ich ihr sagen will, dass ich wegen Jula geweint habe, sondern mehr, dass Jula nicht böse ist und ich deswegen geweint habe, das habe ich wohl etwas falsch ausgedrückt, entschuldige...

Am Abend versuche ich mir natürlich Zeit für Mia zu nehmen, allerdings ist alles noch so neu mit zwei kleinen Kindern, respektive davon einem Baby. Das der Papa am Abend Jula nehmen soll und ich mir Zeit für Mia nehme möchte ich auch so einführen aber wie gesagt ist momentan noch alles etwas im Ausnahmezustand.

Vorhin sass sie allerdings das erste Mal mit ihrem Becher Kakao auf dem Sofa neben mir, als ich die kleine gestillt habe. Das macht mir Hoffnung, dass sie die neue Situation einfach erstmal verarbeiten muss und dann von alleine kommt.

Sie hat während meiner Schwangerschaft ständig an mir geklebt und wollte alles über das Baby wissen. Ich habe mir auch einige Ratgeber durchgelesen und sie wollte immer, dass ich ihr alles vorlese und erkläre. Ich musste ihr da schon ausreden, dass sie dann, wenn die kleine da ist in der Nacht aufsteht und die kleine beruhigt, wenn sie weint ! Sie ist immer sehr liebevoll, auch im Kindergarten und töstet alle. Ich hoffe sehr, dass diese Seite bei ihrer Schwester auch bald zum Vorschein kommt.

Ich werde weiter berichten.

Schönen Abend dir

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20. November 2018 um 15:05

Hallo zweigestreifte_quelljungfer

Auch dir lieben Dank für deine liebe und ausführliche Antwort.

Den negativen Gefühlen Raum geben ist eine sehr tolle Aussage und ich werde versuchen mir das (noch mehr) zu Herzen zu nehmen.

Über die Situation im Krankenhaus gesprochen haben wir oft. Vor allem der Papa, da es mir in dieser Zeit meistens nicht gut ging und ich so emotional war, dass ich meistens zu weinen begann, wenn wir das Thema Jula angesprochen haben. Als es unserer kleinen dann natürlich besser ging habe auch ich mich dort wieder mehr "eingeklinkt" und mit ihr gesprochen. Ich habe auch in dieser schweren Zeit versucht oft Zeit mit ihr zu verbringen und entwas kleines zu unternehmen.

Besucht hat Mia ihre Schwester in der Anfangszeit nicht, da die kleine nur an Schläuchen hing und man sowieso nur kurz zu ihr durfte. Wir haben ihr aber zwischendurch bei Gesprächen Bilder gezeigt. als es dann aufwärts ging und man Jula auch mal aus dem Bettchen nehmen und kuscheln durfte war sie dann ab und zu dabei. Sie hat sich das alles mit etwas Distanz angesehen und wollte sie auch nicht berühren oder so. Ich fand das da normal, da die Situation ja auch neu und komisch für sie war. Ich wollte/will sie da auch nicht drängen. Nach den Besuchen haben wir dann auch mit ihr gesprochen, da hat sie aber meistens nicht viel gesagt. Verarbeitet hat sie es dann meistens für sich beim spielen. Wir haben sie oft gehört und gesehen, wie sie unsere Familie (Mama, Papa, grosses Kind und Baby im Krankenhaus) zuhause nachgespielt hat.

Auch Heute ist sie wieder bei mir (uns) gesessen, als ich die kleine "gefüttert" habe. Ich denke sie nähert sich an, ich möchte aber da auf ihr Tempo vertrauen und sie nicht drängen. Ich muss nochmals einen Schritt zurück fahren, das haben mir eure Kommentare nun gezeigt.

Danke nochmals und einen schönen Tag

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20. November 2018 um 15:07

Hallo Theola

Danke, das werde ich machen.

Lg

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20. November 2018 um 15:21

Ja, da hast du schon recht.

Ich werde meine Grosse weiterhin mit einbinden, sie findet das nämlich echt toll. Heute früh hat sie beim Beistellbett den Schlafsack wieder zuret gelegt und sie fand es cool, etwas zu machen, wovon ihre kleine Schwester dann auch etwas hat.

Da Jula auch recht genügsam ist habe ich doch noch relativ viel Zeit für Mia. Tagsüber oder zumindest an 5 Tagen Morgens ist sie sowieso im Kindergarten und da kann ich mich gut mit der kleinen beschäftigen und viel kuscheln. Sie liebt das Tragetuch und weint dort eigentlich nie.

Ich hole Mia dann mit Jula im Tragetuch vom Kindergarten ab und danach machen wir (wenn Mia darauf Lust hat) zusammen Mittagessen (manchmal spielt sie auch und ich koche, das war schon vor Jula so). Wenn das Essen bereit ist lege ich Jula meistens ins Bettchen und dann essen Mia und ich. Nacher gilt für Mia sowieso auch nochmals etwas Mittagsruhe (manchmal schläft sie und manchmal spielt sie oder hört ein Hörspiel). In dieser Zeit mache ich die Küche, manchmal sonst noch etwas Haushalt, füttere den Mini und wenn die Zeit reicht lege ich mich auch nochmals kurz zu Jula hin. Mia kommt manchmal dann auch nochmals zu mir ins Bett und wir kuscheln. Wenn sie am Nacmittag auch noch in den Kindergarten muss haben wir natürlich nicht so viel Zeit. Und ganz klar läuft es auch nicht immer so, das ist ja logisch. Wenn Mia den Nachmittag frei hat, gehen wir dann meistens nochmals auf den Spielplatz oder sowas. Das war schon vor der Geburt von Jula das ungefähre Rahmenprogramm und da versuche ich nun beide Kids zu integrieren. Jula ist dann im Tragetuch mit dabei und verschläft viel von der Zeit.

Jula ist ein totales Anfängerbaby (natürlich bis auf die Strapazen bevor sie nach Hause durfte). Mia war eher die quengelige als Baby von dem her ist es vom Zeitmanagement momentan recht easy zu händeln. Aber ich verschreie das mal nicht zu laut, es werden bestimmt noch andere Zeiten folgen !

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20. November 2018 um 16:11

Hallo FlorenceFox

Danke für deine Antwort.

Ja, ich habe sie seit dem auch nicht mehr aufgefordert.

Alleine mit Mia möchte ich in Zukunft wieder die Besuche bei meinem Pferd einplanen. Mein Mann kann sich seine Arbeitszeit relativ selbständig einteilen und wird, sobald sich alles wieder etwas eingespielt hat, am Morgen zeitig zur Arbeit fahren um am Nachmittag früh zuhause sein zu können. Dann kann er Mini bespassen und ich werde mit Mia zum Stall fahren. Zur Zeit wird mein Pferd noch fremdgeritten und ich bin auch gerade in den letzten Wochen froh, dass ich weiss, dass sie gut versorgt wird. Nun möchte ich sie aber bald wieder in den heimatlichen Stall holen und mich dann auch selbst wieder in den Sattel schwingen. 2-3 mal pro Woche (je nach Lust und Laune) nehme ich Mia dann wieder mit. Die Liebe für Pferde und für das Reiten habe ich ihr wohl in die Wiege gelegt . Sie liebt die Stallzeit. Egal was für Wetter, sie ist eben ein echtes Pferdemädchen !

Liebe Grüsse

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20. November 2018 um 16:14

Das stimmt schon! Und Jula liebt alles was flauschig ist, ich hab desshalb auch ein Tragetuch mit Kunstfell innen drin Das hatte sie schon in den letzten paar Wochen im Krankenhaus als unterlage im Bett! Ich muss dann schauen, dass ich ihr Tragetücher ohne Fell für den Frühling und Sommer schmackhaft machen kann *lach* Aber es ist ja nch weit bis dahin!

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21. November 2018 um 13:17

Ich hoffe es

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