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Zerissen zwischen Kind und Freund. Was tun?

18. Oktober 2009 um 21:04

Ich habe ein großes Problem und hoffe, ihr könnt mir Ratschläge geben.
Seit 1 Jahr bin ich alleinerziehende Mutter eines Sohnes (4). Der Kindsvater hat mich jahrelang betrogen, sodass die Trennung auch ziemlich übel war. Mittlerweile kommen wir aber wieder recht gut miteinander aus.
Relativ früh nach der Trennung bin ich mit meinem Freund zusammengekommen. Er ist 23 (ich selbst 32) und hat überhaupt keine Erfahrung mit Kindern. Das Verhältnis zwischen den beiden ist schwierig, da mein Freund recht dogmatisch und wenig einfühlsam ist, was den Kleinen betrifft. Ich muss dann immer zwischen beiden vermitteln, was mich auch bedrückt.
Seit ich meinen Freund kenne unternehme ich viel mit ihm. Man könnte sagen, ich hole mein Leben nach. Leider gibt es wenig Unternehmungen zu dritt. Wir fahren auch ohne den Kleinen in den Urlaub oder machen WE- Tripps. Mein Sohn ist dann bei seinem Vater oder bei meiner Mutter, was auch recht gut klappt.
Das Problem für mich ist dann immer die Rückkehr. Klar fehlt mir mein Sohn, wenn ich weg bin, auf der anderen Seite genieße ich das freie Leben auch in vollen Zügen. Wenn dann wieder Alltag ist, habe ich richtig depressive Schübe, weil ich mich so eingesperrt vorkomme. Dann bin ich auch gegenüber meinem Sohn genervt und habe keine Lust etwas mit ihm zu unternehmen.
Ich frage mich, wie das auf Dauer werden soll.
Am Meisten würde ich mir wünschen, dass ich auch ein wenig mehr familiy- Leben hätte und nicht

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20. Oktober 2009 um 13:05

Danke!
Danke Kadanka, für ein bißchen Fürsprache, habe mich gestern nach dem Lesen der ersten beiden Postings nicht gerade besser gefühlt. Ich bin nun mal kein Muttertier und es war auch für mich nicht der gewünschte Zeitpunkt Mutter zu werden.
Ich kann auch nicht verlangen, dass mein neuer Freund ein für ihn fremdes Kind zu 100% akzeptieren muss. Er muss gar nichts- das seh ich nicht so dogmatisch.
Ich kann mich in ihn hineinversetzen. Ich kann mich aber auch in meinen Sohn hineinversetzen, den ich natürlich über alles liebe.
Aber ich habe mit meiner persönlichen Entwicklung noch nicht abgeschlossen, ich habe viele Sehnsüchte, die mit mir und mit Liebe, auch körperlicher Liebe zu tun haben. Sollte ich diese permanent unterdrücken?
Es gibt nämlich noch mehr Menschen, die ihn lieben und Zeit mit ihm verbringen wollen. Was ist so schlimm daran, wenn ich die Zeit dann für mich nutze?
Ich weiß, es ist eine Gradwanderung und ich "schiebe" meinen Sohn ja auch nicht ab, wenn er bei seinem Vater ist, der hat genauso viel Verantwortung für sein Kind wie ich!!!
Und mal nebenbei sehe ich nicht ein, warum ich nach einer Trennung vom Kindsvater mich nur noch auf mein Kind konzentrieren darf und alles alleine wuppe, während das Leben des Kindsvaters in gewohnten Bahnen verläuft, alles schön bequem- der hat keine Probleme bei der Partnerwahl.
Das macht mich manchmal total wütend. Kennt ihr das?
Grüße von der Hutmacherin

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23. Oktober 2009 um 14:18

Ich will Beides!!!
Ganz so sehe ich das nicht: mein Freund muss nicht in mein Leben passen, er ist ein eigener Mensch, mit seinem eigenen Leben. Genau wie mein Sohn. Bloß, weil ich in meinen Freund verliebt bin, heißt das für mich nicht, dass mein Sohn ihn auch unbedingt lieben muss und umgekehrt.
Es reicht, wenn sie miteinander auskommen. Ich habe mir ja nicht ohne Grund einen so jungen Mann ausgesucht.
Wenn ich jetzt ganz schnell ne neue Familie wollte, würde das natürlich nicht so passen. Das will ich aber nicht. Ich will auch nicht noch mehr Kinder. Ich will beides: ein Stück weit Freiheit und meine Verantwortung als Mutter.
Mir fällt es halt schwer, von einer Rolle in die andere zu switchen und manchmal reicht mir die Mutter- Rolle nicht.
Und: die Dinge, die ich mache, um mich auszuleben (Hobbys: Musik, Sport, Reisen) kann ich nun mal nicht mit meinem Sohn im Hintergrund machen. Ein Urlaub mit Kind ist ein gänzlich anderer als der ohne Kind.
Und ich stehe dazu: ich mag Urlaub ohne Kind lieber, denn dann kann ich Sport treiben, ausgehen etc., alles, was ich sonst im Alltag sowieso kaum machen kann.
Ich achte aber darauf, meinem Kleinen auch gemeinsame Erlebnisse zu bieten, ab und zu kann das aber auch mal ein Anderer übernehmen, z.B., der Kindsvater, der die gleiche Verantwortung trägt, wie ich.
Ja, es ist so: ich will beides!!!!
Sollte das nicht möglich sein?

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25. Oktober 2009 um 15:36

Nachvollziehbart aber null legitim
ich kann dich gut verstehen ,dass du gern mit deinem freund allein bist schliesslich bist du freundin nicht nur mutter,allerdings bin ich selbst in einer situtaion wie du mein sohn ist auch 4 und ich mit meinem freund seit 1 jahr zusammen .aber sowas gibts bei uns nicht! mein sohn geht vor alles.

trotzdem wir können gern nen we tripp zusammen machen aber schon von anfang an das leben so zu splitten, dass du urlaub ohne den kleinen machst, weils dann einfacher ist und das unternehmungen zu dritt gering sind ist traurig, du lebst zwei leben, aber dass kanns nicht sein. dein sohn wird sich irgendwann selbst fragen was das soll und sich ungeliebt und ausgeschlossen fühlen. man führt eine beziehung um eine einheit zu sein und zu deiner einheit gehört auch dein söhnchen dein freund hat dich mit kind genommen und das heisst kind ist auch priorität in deinem leben, sollte es zumindest sein. und nicht dein freund...... denn mein gefühl sagt mir, dass du dich für ihn verbiegst, denn ohne den kleinen scheint das leben für ihn einfach zu sein mit dir..... ich würd emir überlegen ob ich den richtigen partner habe wenn er das was für mich so wertvoll ist als last fast sieht.

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25. Oktober 2009 um 16:38
In Antwort auf smle_11891507

Nachvollziehbart aber null legitim
ich kann dich gut verstehen ,dass du gern mit deinem freund allein bist schliesslich bist du freundin nicht nur mutter,allerdings bin ich selbst in einer situtaion wie du mein sohn ist auch 4 und ich mit meinem freund seit 1 jahr zusammen .aber sowas gibts bei uns nicht! mein sohn geht vor alles.

trotzdem wir können gern nen we tripp zusammen machen aber schon von anfang an das leben so zu splitten, dass du urlaub ohne den kleinen machst, weils dann einfacher ist und das unternehmungen zu dritt gering sind ist traurig, du lebst zwei leben, aber dass kanns nicht sein. dein sohn wird sich irgendwann selbst fragen was das soll und sich ungeliebt und ausgeschlossen fühlen. man führt eine beziehung um eine einheit zu sein und zu deiner einheit gehört auch dein söhnchen dein freund hat dich mit kind genommen und das heisst kind ist auch priorität in deinem leben, sollte es zumindest sein. und nicht dein freund...... denn mein gefühl sagt mir, dass du dich für ihn verbiegst, denn ohne den kleinen scheint das leben für ihn einfach zu sein mit dir..... ich würd emir überlegen ob ich den richtigen partner habe wenn er das was für mich so wertvoll ist als last fast sieht.

Mutter sein- das höchste der Gefühle???
Möchte mal klarstellen: ich schiebe mein Kind nicht ab, wir haben einen ganz normalen Alltag, aus dem ich ab und zu mal ausbreche.
Dann bleibt mein Sohn mal über Nacht bei einer ihm ebenso nahe stehenden Person und das sehe ich auch für ihn als Bereicherung. Ohne Kind in den Urlaub fahren habe ich auch schon gemacht, als ich noch mit dem Kindsvater zusammen war. Ich sehe das als unerläßlich für eine Paar- Beziehung und ich tanke dann wieder Kraft für den manchmal anstrengenden Alltag mit Kind.
Was ist daran verwerflich? Wenn er größer ist und auch mal anstrengendere Reisen mitmachen kann, wir mehr unternehmen können, soll er ja auch gerne mitkommen.
Aber im Moment genieße ich diese Auszeiten zu zweit.
Natürlich ist mein Sohn das Wichtigste in meinem Leben, wenn er damit unglücklich wäre, würde ich andere Wege gehen. Er ist aber sehr ausgeglichen und ich denke, er merkt, dass ich so auch ausgeglichen bin.
Als ich noch mit dem Vater meines Kindes zusammen war, habe ich nur alles für den KLeinen gemacht, mich total zurückgenommen, ich habe mich - rückblickend betrachtet - total abgeschottet.
Jetzt will ich auch mal wieder an mich denken und ich passe schon auf, dass ich es nicht übertreibe.
Und was meinen Freund betrifft, er ist kein Kindertyp, aber er gibt sich Mühe. Mehr erwarte ich nicht, sonst hätte ich mir eine passendere Konstellation ausgesucht und meine Familie weiter ausgebaut. Will ich aber nicht. Ich will was Neues, Abenteuer, Erlebnisse, leidenschaftliche Liebe und nicht dieses "alles dreht sich nur ums Kind"- Gefühl!
Mein Freund muss sich mit Sicherheit auch für mich ein STück weit verbiegen. Mir ist wichtig, dass es allen mit ihren Bedürfnissen gut geht.
Ich versteh immer gar nicht, wie man so befriedigt werden kann, wenn man sich nur als Mutter sieht, versteh ich echt nicht...
Grüße an alle!

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28. Oktober 2009 um 21:42
In Antwort auf nalani_12634274

Mutter sein- das höchste der Gefühle???
Möchte mal klarstellen: ich schiebe mein Kind nicht ab, wir haben einen ganz normalen Alltag, aus dem ich ab und zu mal ausbreche.
Dann bleibt mein Sohn mal über Nacht bei einer ihm ebenso nahe stehenden Person und das sehe ich auch für ihn als Bereicherung. Ohne Kind in den Urlaub fahren habe ich auch schon gemacht, als ich noch mit dem Kindsvater zusammen war. Ich sehe das als unerläßlich für eine Paar- Beziehung und ich tanke dann wieder Kraft für den manchmal anstrengenden Alltag mit Kind.
Was ist daran verwerflich? Wenn er größer ist und auch mal anstrengendere Reisen mitmachen kann, wir mehr unternehmen können, soll er ja auch gerne mitkommen.
Aber im Moment genieße ich diese Auszeiten zu zweit.
Natürlich ist mein Sohn das Wichtigste in meinem Leben, wenn er damit unglücklich wäre, würde ich andere Wege gehen. Er ist aber sehr ausgeglichen und ich denke, er merkt, dass ich so auch ausgeglichen bin.
Als ich noch mit dem Vater meines Kindes zusammen war, habe ich nur alles für den KLeinen gemacht, mich total zurückgenommen, ich habe mich - rückblickend betrachtet - total abgeschottet.
Jetzt will ich auch mal wieder an mich denken und ich passe schon auf, dass ich es nicht übertreibe.
Und was meinen Freund betrifft, er ist kein Kindertyp, aber er gibt sich Mühe. Mehr erwarte ich nicht, sonst hätte ich mir eine passendere Konstellation ausgesucht und meine Familie weiter ausgebaut. Will ich aber nicht. Ich will was Neues, Abenteuer, Erlebnisse, leidenschaftliche Liebe und nicht dieses "alles dreht sich nur ums Kind"- Gefühl!
Mein Freund muss sich mit Sicherheit auch für mich ein STück weit verbiegen. Mir ist wichtig, dass es allen mit ihren Bedürfnissen gut geht.
Ich versteh immer gar nicht, wie man so befriedigt werden kann, wenn man sich nur als Mutter sieht, versteh ich echt nicht...
Grüße an alle!

Partner & Kind
Hallo,

ich habe heute in Google das Wort Beziehungsprobleme eingegeben und bin so zu diesem Forum gekommen. Dein Beitrag hat mich angesprochen da es parallelen zu mir gibt.

( ich habe selbst keine Kinder, bin aber mit einem Mann zusammen der zwei Kinder im Alter von 14 und 17 Jahren hat und geschieden ist. Der Sohn 17, lebt bei ihm, die Tochter bei seiner Ex-Frau)

Ich teile Deine Ansicht voll und ganz. Kinder zu haben heißt nicht, daß man sein Leben nicht mehr leben kann.

Äußerst problematisch wird eine Beziehung, wenn ein Teil ein Kind mit in die Beziehung bringt und erwartet, daß dieses Kind für den Anderen auch das Wichtigste im Leben ist.

Dein Freund gibt sich Mühe , Du kannst Dich anscheinend sehr gut in seine Situation versetzen und forderst nichts von ihm ein. Man kann nichts erzwingen, es wird immer einen Unterschied zwischen leiblichen Eltern und "angenommenen" Kindern des Partners geben.

Ich bin gerade dabei meine Beziehung zu beenden. Seit 3 Jahren setzt mich mein Partner unter enormen Druck damit, doch endlich bei ihm einzuziehen und für Haus und Sohn zu sorgen.

Die Probleme wären vorprogrammiert. Scheinbar gibt es hier keine Lösung und die Beziehung ist aufgrund der unterschiedlichen Lebensmodelle nicht zu retten.

Und wie Du selbst geschrieben hast, wenn man sich so zurücknimmt und sich immer um die Bedürfnisse und Wünsche der Anderen annimmt, bleibt man auf der Strecke und ist innerlich leer.

Die Balance muß stimmen, man muß wissen für was man Kompromisse bereit ist einzugehen, wenn man dafür auf der anderen Seite wieder etwas zurück bekommt für das es Wert war zu verzichten.

Alexander Huber, ein bekannter Kletterer bei uns in Bayern, hat letzte Woche in seinem Film " Am Limit" gesagt: nur weil man Kinder bekommt hört das Leben nicht auf.

Ich habe lange darüber nachgedacht und bin zu dem Schluß gekommen: das ist ziemlich egoistisch. Er ist ständig unterwegs mit seinem Bruder um neuen Rekorden nachzujagen, seine Frau ist zu Hause bei den beiden Kindern.
Was wäre wenn die Frau auch so denken würde? Wer kümmert sich dann um die Kinder? Herr Huber macht es sich sehr einfach, er verzichtet nicht aufs Extremklettern und mutet seiner Familie zu wochenlang ohne ihn zu sein.

Ich denke, wenn man Kinder hat, ändert sich das Leben, aber deswegen muß es nicht voller Entbehrungen sein. Auf das richtige Maß kommt es an. Du hast recht wenn Ihr Euch Freiräume schafft, Zeit miteinander verbringt. Dann bist Du glücklich und kannst diese Zufriedenheit auf Dein Kind übertragen.

alles Gute und
viele Grüße
Conny

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29. Oktober 2009 um 10:31
In Antwort auf ionela_11870474

Partner & Kind
Hallo,

ich habe heute in Google das Wort Beziehungsprobleme eingegeben und bin so zu diesem Forum gekommen. Dein Beitrag hat mich angesprochen da es parallelen zu mir gibt.

( ich habe selbst keine Kinder, bin aber mit einem Mann zusammen der zwei Kinder im Alter von 14 und 17 Jahren hat und geschieden ist. Der Sohn 17, lebt bei ihm, die Tochter bei seiner Ex-Frau)

Ich teile Deine Ansicht voll und ganz. Kinder zu haben heißt nicht, daß man sein Leben nicht mehr leben kann.

Äußerst problematisch wird eine Beziehung, wenn ein Teil ein Kind mit in die Beziehung bringt und erwartet, daß dieses Kind für den Anderen auch das Wichtigste im Leben ist.

Dein Freund gibt sich Mühe , Du kannst Dich anscheinend sehr gut in seine Situation versetzen und forderst nichts von ihm ein. Man kann nichts erzwingen, es wird immer einen Unterschied zwischen leiblichen Eltern und "angenommenen" Kindern des Partners geben.

Ich bin gerade dabei meine Beziehung zu beenden. Seit 3 Jahren setzt mich mein Partner unter enormen Druck damit, doch endlich bei ihm einzuziehen und für Haus und Sohn zu sorgen.

Die Probleme wären vorprogrammiert. Scheinbar gibt es hier keine Lösung und die Beziehung ist aufgrund der unterschiedlichen Lebensmodelle nicht zu retten.

Und wie Du selbst geschrieben hast, wenn man sich so zurücknimmt und sich immer um die Bedürfnisse und Wünsche der Anderen annimmt, bleibt man auf der Strecke und ist innerlich leer.

Die Balance muß stimmen, man muß wissen für was man Kompromisse bereit ist einzugehen, wenn man dafür auf der anderen Seite wieder etwas zurück bekommt für das es Wert war zu verzichten.

Alexander Huber, ein bekannter Kletterer bei uns in Bayern, hat letzte Woche in seinem Film " Am Limit" gesagt: nur weil man Kinder bekommt hört das Leben nicht auf.

Ich habe lange darüber nachgedacht und bin zu dem Schluß gekommen: das ist ziemlich egoistisch. Er ist ständig unterwegs mit seinem Bruder um neuen Rekorden nachzujagen, seine Frau ist zu Hause bei den beiden Kindern.
Was wäre wenn die Frau auch so denken würde? Wer kümmert sich dann um die Kinder? Herr Huber macht es sich sehr einfach, er verzichtet nicht aufs Extremklettern und mutet seiner Familie zu wochenlang ohne ihn zu sein.

Ich denke, wenn man Kinder hat, ändert sich das Leben, aber deswegen muß es nicht voller Entbehrungen sein. Auf das richtige Maß kommt es an. Du hast recht wenn Ihr Euch Freiräume schafft, Zeit miteinander verbringt. Dann bist Du glücklich und kannst diese Zufriedenheit auf Dein Kind übertragen.

alles Gute und
viele Grüße
Conny

Danke!
Danke für deine verständnisvollen Worte.
Ich schließe mich auch deiner Meinung über den Extremkletterer an und hoffe für ihn, dass seine Frau das passenden Gegenstück ist, nämlich jemand, der sich über das Mutter- Sein definiert, sonst würde sie mir sehr leid tun in dieser Situation.
Der Vater meines Kindes hat auch - und tut es auch jetzt noch- mit größter Selbstverständlíchkeit angenommen, dass ich mich um alles kümmere und er sich schon parallel selbstverwirklichen kann. Das ging aber voll auf meine Kosten.
Durch die jetzige Situation ist er gezwungen, sich seiner Verantwortung alleine zu stellen und das ist für ihn ein wichtiger Lernprozess, so wie ich mich auch allmählich wieder zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln kann. Mein Sohn darf darunter natürlich nicht leiden und das tut er auch nicht.
Ich habe manchmal das Gefühl, wenn man das ganze Rollenspiel nicht mitspielen kann oder will, wird man immer noch ziemlich kritisiert und es gibt viel Unverständnis.
Gerade auch für den Partner, der neu in eine Situation mit Kind kommt, ist es auch sehr schwierig und darauf zu beharren, dass er jetzt eine bestimmte Rolle einnehmen muss, kann viele Probleme und Frustration mit sich bringen.
Das Schlimme ist, man kann sich als Paar auch gar nicht richtig darüber streiten- denn es geht ja um ein Kind, dessen Bedürfnisse an erster Stelle stehen. Und so ist da auch viel unausgesprochene Wut.
Ich erwarte von meinem Freund als Partner für mich alles, was ich ihm auch gebe. Als Bezugsperson für meinen Sohn erwarte ich, dass er mich unterstützt, ihn auch mal allein betreut, aber sich nicht in alles reinhängt, dafür aber auch nicht immer und überall dabei sein muss.
Ich seh das so: mein Sohn und ich, und mein Partner und ich.
Wenn sich alles noch mit den Jahren vermischen sollte - etwa, weil wir zusammenziehen- werden die Karten neu gemischt.

Grüße von der Hutmacherin

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